und andern geglichen Gebäuden der Stadt Neapolis. 795
Hern genügsame Freyheit vergönnet«.', die Umstände dieses Wunders genauer einzusehen, an-statt daß sie sich wie andere begnügen lassen müssen, daß der Priester endlich ruft: U luira-Lvlo e kaiw, da dann mit großen Freuden das 1 e Oeuin lauäsmub angestimmet wird. Daßdieheid-nvkLi'ivz 8.ik. ;,1ib. I meldet, wie einige heidnische Priester sich der Kunst gerühmet, Nischen Pcie-Weihrauch ohne Feuer schmelzend zu machen /). Es ist aber das Blut des heiligen Ja- ster derglei-nuariuö nicht das einzige in der Stadt Neapolis, welches dergleichen Wunder thut, son- Kunstdern man giebt auch solches vom Blute des heil. Johannis des Täufers, St. Stephans,
St. Pantaleons, St. VituS und der heiligen Patricia vor, und geschieht dergleichen Verän- Mehrere Re-derung in denen Kirchen, wo diese Heiligrhümer allhier aufgehoben werden, und zwar gcmei-liquien vomniglich all den besondern Festtagen dieser Heiligen. In der alten Sacristey, die zu der ob- Blute dasbeschriebenen Lappolla äel T^eloro gehöret, sieht man über dem Eingänge das Brustbild wird.des heil. Januarius aus ?ietra karaAona und vor demselben zwo kleine Phiolen, die mit ei-ner rothen flüßrgen Materie halb angefüllet sind. Die silbernen Statuen, Leuchter, Lampen,Altarbekleidungen und andere Gefäße, womit die neue Kapelle angefüllet ist, sind über hun-dert tausend Scudi werth.
Dem 'I'iäoro gegenüber, und also linker Hand, wenn man in den Dom tritt, geht Kirche St.man in die Kirche der heil. Restitutä, welche ehemals die Kathedralkirche gewesen. Viele Restitnta.ihrer Seulen sollen aus einem Tempel des Neptuns genommen seyn. Ein mosaisches Ma- Seulm aus^rienbild an der Wand wird für das erste nicht nur von Neapolis, sondern auch von ganz Neptuns"^Italien ausgegeben, welchem eine Verehrung erwiesen worden. Es scheint aber solches Von demkeinesweges von einem so großen Alterthume zu seyn, wie diejenigen vorgeben, welche die Alterthume 'Stiftung der besagten Kirche bis auf die Zeiten des heil. Petri und seines Discipelö des eines Ma-
Man
rienbildes.
heil. Aspreno, welcher der erste Bischof zu Neapolis gewesen seyn soll, hinaus sehen. ^^
zeiget auch ein Crucifix, das von einem in der Bildhauerkunst gänzlich unerfahrnen, oder wie ch^"jnKbmandere vorgeben, gar von einem Blinden verfertiget seyn soll. der verferti
Auf dem Platze, wo man aus der Domkirche durch eine kleine Pforte nach der 8tra- get hat.äa LäpliAim geht, hat die Stadt Neapolis durch Cosinus Fonseca einen schönen Marmor- Obeliscusnen Obeliscus, und auf demselben die Statue des heil. Januarius von Metall aufrichten '"'^er Stalassen. Die daran befindliche Schrift ist folgende: januarius
Olvo ^anuario ?striL k.eAN!gueprLsentichuno Intelari6rata dleapolis Liv. optime merito.
Die Statue ist vom Finelli und wird dieser Obeliscus jährlich den 19 Sept. unter ?lbfeu-rung der Canonen von den Castellen und einer Musik aufs prächtigste illuminiret.
Die Kirche von 8. kr^ncelco cli kaola liegt dem Pallaste des Vice-l^o^ gegenüber Kirche 8-und hat einen schönen Fußboden, die Decke von Bildhauerarbeit und ganz verguldet, vie-^H^" ^le marmorne Zierrathen, sonderlich am Hauptaltare, dessen Tabernakel mit acht unvergleich-lichen Seulen pranget. Zwo davon sind von I-Muli und die andern sechse von vmlftro Hauptaltar,vercie. In der Mitte dieses Altars wird ein schönes Perspektive in Schmelzarbeit vorge-stellet. Es sind an demselben auch große Stücke Achat und andere kostbare Steine zu se-
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fessor ktelllcinre zu Halle, D. Last'ebom, soll eingleiches Geheimniß besitzen Uebrigens weisich nicht, was die gut kaiserlichgesinntcn Katholi-ken antworten können, wenn ma» ihnen vorhält,
daß der heil- Januarius bey dem letzten unge-rechten Einfalle der Spanier in das KönigreichNeapolis sich mit seinem Blute so eilig und leichtfür die Partey des Don Carlos erkläret hat.