Pissignailo.
Trevi.
Foligno.
Ass.sk.
TrcfflicheGe-malde derKirche St.Francisci.
8 . ?or-
tiunculs.
Lsklrv?alcs.
6rotta Lli-kcg.
888 TXI. Brief. Reise
seine Farbe keinesweges dem Wasser des Llitunmi zu danken habe, zeiget die Menge dessel-ben durch den ganzen obern Theil von Italien, sonderlich der Gegend von Bologna, wo ih-nen der LlituMiius keine Dienste leisten kann. Dieser Fluß selbst ist auch nicht im Stande,denen Schweinen, welche sowohl in seiner Nachbarschaft als durch ganz Italien fast alleschwarz oder dunkel-braun sind, ihre Farbe zu benehmen.
Der Llitmnnuz vereiniget sich mit der Tacarena, dem Kuccisno und der Tinia, welchein den 'lopino fallen, hernach sich unter dessen Namen in den Lbialcio und endlich durchdiesen letzten in die Tiber ergießen. (emn. blick. blar. lib. III, c.;.)
Nicht weit von dem obgedachten Tempel des Llimmni kömmt man auf dem Wegenach Foligno ferner an das zur rechten Hand gelegene Dorf Pesignano oder Piffignano,welches vorzeiten kilcina^gni geheißen haben soll. Einige halten auch vorerwähnte rnäem,diedem Tempel Llitmnni zugeschrieben werden, für Ueberreste eines Tempi! ssini, welche Muth-maßung jedoch nicht durch die geringsten Gründe unterstützet wird. Trevi bleibt auf einemBerge gleichfalls rechter Hand liegend. Der ganze Weg zwischen I.a Vene und Folignoist eben und angenehm.
Foligno (in lateinischer Sprache Ickilchi-mch hat etwas mehr Handlung mit Tuch,Sei-de und Spezereyen als die umliegenden Städte, und ist die bischöfliche Kirche wegen desschönen Hauptaltares und der kcketco-Gemälde zu besehen.
Linker Hand lind eine Post von Foligno ist Affisi, das Vaterland des heil. Francisrus,wegen der schönen Kirche, welche der von ihm gestiftete Orden daselbst besitzt, und worinnener selbst, wie etliche vorgeben, begraben liegt, in großem Rufe. Es geschehen viele Wall-fahrten dahin. Wer aber nicht aus Andacht getrieben wird, findet jedoch wenigstens in dentrefflichen Gemälden, die in gedachter Kirche befindlich und von den berühmtesten alten Ma-lern, z. E. Giotto, Giottino, Giovanni, Cimabue, Pietro Cavallino Romano, Federico Ba-rocci und andern sind, so viel Vergnügen, daß ihn diese besondere Reise nicht gereuen darf.Das daselbst gestiftete Kloster der Franciscanernonnen, so Einrissen genennet werden, verdie-net gleichfalls in Augenschein genommen zu werden. Eine italienische Meile von Affisi ge-gen Mittag liegt eine andere schöne Kirche, die der h. Maria mit dem Zunamen I'orckuncula,gewidmet ist, und gleichfalls viele Pilgrime an sich zieht.
Wenn man von Foligno nach Tolentino reiset, und über den ersten Ort ein wenig hin-aus an einen Berg kömmt, thut man wohl, bey Laltro ck-ck?, woselbst eine berühmte Papier-mühle ist, abzusteigen, um daselbst in dem Pallaste des Bischofs Orviewno.Vbwclwlo ci'Lir-lei, dem dieser Ort gehöret, eine besondere Grotte zu betrachten, worinnen der Tropfstein al-lerley Zierrathen, deren etliche den Seulen, wie auch Weintrauben, Birnen und andernFrüchten gleichen, abgebildet hat. Die Stücke dieses Steines, welche frey hangen, gebeneinen Klang von sich, und besteht gedachte Höhle aus etlichen Gängen und Gewölbern, inwelche man aus einem Zimmer des H.mses hinunter steigt. In dem Hausplatze deuten et-liche Jnsrripkionen an, wenn die florentinische Erbprinzeßinn Violanta, der neapolitanischeVicockoy Graf von Darm, und andere vornehme Personen allhier gewesen, unr diese Merk-würdigkeit der Natur in Augenschein zu nehmen. Insbesondere aber liest man folgendeNachricht in Marmor eingegraben:
Oentein Lllileam kuiAmauternblobiiem recilliciersVirttis öckojorum
OonjuAia cunr lamiliis Trurcia Dominant! Attia Tuäea
Lorckiana