von Loreto. 907
war, hat er die H.Mariam mit einem goldenen Engel, der eine halbe Elle hoch ist, beschen-ket ; wofür ihm dieselbe desto mehr verbunden seyn wird, je weniger er dergleichen Gabenmissen kann.
29) zo) Noch zwo königliche Kronen, deren die eine mit Perlen, und die andere grös-sere mit Diamanten reich besetzet ist. Beyde zeugen von dem großen Respect, den dieschon obgedachte Prinzeßinn von Ragozzi für die h. Maria getragen hat.
zi) Eine schöne Schale aus sazulisteine mit goldenen Adern ruhet auf einem fma- Gelübde desragdenen Fuße, woran drey goldene Sirenen, acht Diamanten, zehn Perlen und zwölfRu- !"binen zu sehen sind. Der Deckel ist von LriÜgllo cii Xocca mit großen Rubinen.und Dia- .
manten besetzt. Heinrich der dritte, König von Frankreich suchte mit diesem Geschenke dieMutter Gottes zu erweichen, daß sie seine Ehe mit einem Kronerben segnen möchte; undliest man dieses sein Verlangen an dem goldenen Einfasse des Piedestal mit folgenden Wor-ten ausgedrückt:
k7t gure prols tu« Xlunllum R.eAmg bsalki,
Lt Xe^mim öe Xegein prolo beare velis.blenricui III. kranc. <L kolon. 1<ex Oiiriüiauil!'.
Anno XlvUXXXIV.
Das Präsent wurde von der heil. Maria angenommen, der verlangte Ehesegen aberblieb aus.
Z2) Eine silberne und hundert und drey und fünfzig Pfund schwere Statue, so von derbayerischen Churfürstinn Adelheit verehret worden.
zz) Ein goldener Ring mit einem trefflichen Smaragde, welchen ein Unbekannter irrden Opferstock geleget mit einem Zettel, worauf die Worte stunden:
Vir^o LingulmisX1ite8 ksc öc LJlios,
O Amor, gui lemper rrrcker,
Lt nungnirm extiriAueri8
Accenllc me, .
Lulcipe mo lervum tuum 8.
Was das Anliegen dieses Menschen gewesen, überlasse ich andern zu errathen,zg) Ein großes mit schönen Diamanten' bereichertes goldenes Herz, woran zwey Au-gen gleichfalls von trefflichen Diamanten funkeln, kömmt von der savoyischen HerzoginnChristina.
Dergleichen mit Juwelen besetzte kostbare Gelübde sind an der Zahl über drey hundertvorhanden, ohne die vielen einzelnen Edelgesteine, welche öfters ohne Namen eingesendet oderin den Opferstock gelegt werden.
Ferner findet sich in diesem Saalezz) Ein großer silberner Altar.
z6) Die lothringische Stadt und Festung Nanci von erhabener silberner Arbeit, wel-ches Stück drittehalb Spannen breit und fünf bis sechs lang ist.
Z?) Die vom Prinzen de Conde hieher geschenkte Bastille aus Silber. Desgleichendie Städte von Mayland, Ferrara, Bologna, Äscoli, Fermo, Recanati, Ancona, MonteSanto, Sarnano, Saverne rc. nebst der ganzen Herrschaft von Montalto, weiche Stückeman mit Rechte die kostbarste geographische Sammlung nennen könnte. Einen Theil davonhat man in drey andere Sacristeyen gebracht, woselbst auch die zwölf silbernen Apostel, so
Azz zz 2 zusam-