Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
938
JPEG-Download
 

938

Bon feinemeigentlichenRainen.

Seine Mai-treffen.

l.xiv. Brief. Reift

Zur Rechten findet man die sich reimende lateinische Verse, welche nach Aussage derdabey befindlichen Buchstaben 8. V. k. d. i. 8ibi Vivens teclr, Dantes selbst verferti-get hat:

sura 8/lonarcbi», 8uperos, kbleAetbonta lbacus^ued-ullranäc» cocini, voluerunt sata guousgue.

8e6 guia psrs cefflt melioribus bolpita callris,ksäkoremgue sumn petüt selicior aliris.dlic clsuüor Dantes pstrüs extorris ab oris,

(^ueili Zenuik parvi Viorenlis mater amoris.

Zur sinken ist folgendes in Marmor eingegraben:

Lxuleni a klarentia Duntein liberatillline exce^it lkavenna vivc» freiem, neor-tunin colens. XlaAnis cineribus, licet in parvo, inaAnileco parentarunt /) kolen-lani krineizies eriAenciy, Leinbus krsctor luculentius extruencio ^retioluin X1uli8 öcApoIIini Xlaulol'Luni, guoä injnna tempornin ^cne lgualens Dinin. DominicoAlaria Ourffo I>eg. .^obanne Zalviato krolegato, XlgAni Oivis cineres ^atrise recon-ciliars cnlws perpetuitats curantibne, 8. k. (^8. jure ac srre suo tanguarn tbelau-rum kuuin inunivit, inllauravit, ornavit.

Anno Doinini XI. DO. XOII.

Als Bernardus Bembus dieses Grab erneuern lassen, setzte er folgende Verse hinzu:Lxigua tuinuli, DAX'H8, Iris körte jacebas8guaIIenti null! cognite ziene iitu.

At nunc inarmoreo snbnixns concieris arcnOmnibus A culku ss>Ien6iäiore nites.dlmnrum KDX18V8, XIu6s incensus HetruscisIloc 1'ibi, guem in ^rimis lise coluere, cieclit.

An. 8al. Xk. OOOO. 8XXXIII. VI. Xai. snn.

Lernaräus Lembus aere kuo pokuit.

Miston und andere schreiben die Erneuerung dieses Monuments dem berühmten Kar-dinal Pckro Bembo zu; allein die Unterschrift und Jahrzahl beweisen, daß diese Ehre seinemVater Bernardo Bembo, einem venetianischen Nobili gebühre: womit auch das Zeugnißdes eocm^n-rii cie 8cr!pt. klorent. png. 4z, s. übereinstimmet; obgleich dieser Autor dar-innen irret, daß er das Jahr 145z angiebt, da es 148z seyn sollte. Dantes war gebohrenim Jahre 1265, und starb im 1321 Jahre. Die unruhigen Factionen der Bianchi und Neritrieben ihn aus seinem Vaterlande Florenz, als die erstgemeldete Partey, deren Dantes zu-gethan war, den Kürzern zog, und aus der Stadt gejagt wurde. Sein eigentlicher Vorna-men war Durantes, woraus man in seiner Kindheit Dantes gemacht hat, und wobey manauch hernach geblieben F). Vincent Buonanni behauptet, daß Alighieri nur der Namenseines Vaters, seiner Familie rechter Namen aber Bello gewesen ^). Gleichwie des Pe-trarcha poetischer Geist durch die liebe gegen seine laura sehr ermuntert worden: also singdes Dantes Dichtkunst auch gar bald in seiner Jugend an durch Maitressen geschärfet zuwerden r). Beatrix Portinaria und Gentucca sind diejenigen zwo geliebte Nymphen, derenNamen auf die Nachwelt fortgepflanzet worden: und führet Dantes in einem besondern Ge-dicht«

/) Guido Polentanus, zu welchem Dantes Fürst und Herr von Ravenna. Vill. vooz-fein« Zuflucht genommen hatte, war damals rLLk. Lvmin. Vrb. l4b. XXI, x. 771.