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I-XV. Brief. Relation
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(Gemälde smKloster.
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Bibliothek.
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8. Xlartino ^laZAiors hat gute Gemälde, worunter sich der h. Hkeronymus vom lud.Caracci findet.
Das Kloster 8. Xlicbele in kolco liegt außer der Stadt auf einem Berge, und ge-hört den Oiivetanermönchen. Gleich beym Eingänge zeiget sich in der Kirche das marmor-ne Grabmaal des Capitains Ramazzotti, von der Arbeit des berühmten Lombarde. Aufdem Altare des Chores steht ein kostbares Tabernakel von eingelegten Steinen. Auf dereinen Seite des Altars liest man unter einem Gemälde, so vermuthlich von der Hand desGuidoreno kömmt und im Jahre 1689 erneuert worden, die Verse:klloc juckst ?ratuz kscügue colore Vianun
Vt kbcnio 6c Kbcno reclciat utergue ciecur.
V.X1OL1.XXXIX.
Die Bänke des Chores sind von einem Olivetanerbruder, Raphaele di Brescka ge-nannt, mit künstlich eingelegter Holzarbeit gezieret. Man zeiget auch linker Hand gleichbeym Eingänge der Kirche ein Crucifix in Lebensgröße aus einem einzigen Stücke einesFeigenbaumes.
Das Kloster war ehemals als eine rechte Schatzkammer kostbarer Gemälde anzusehen.Absonderlich hatte Lud. Caracci mit der Vorstellung verschiedener Stücke aus des h. Be-mdictus Lebensgeschichte große Ehre eingeleget; vom Guido Reni war dieser Heilige ge-malt, wie ihm in der Wüste das Landvolk der umliegenden Gegend Obst, Eyer, Schafeund "dergleichen brachte, und bewundert man noch heute zu Tage in der Mitte des Stückesein schönes junges Mägdchen mit einem Turban auf dem Haupte, welche Eyer in einemKorbe bringt, und Gelegenheit gegeben, daß man das ganze Gemälde I.s'I'urb.'lMliur genen-net hak. Tiarino, Brizio, Massari, Cavedoni und andere Lehrlinge des Lud. Caracci hat-ten gleichfalls treffliche Andenken ihrer Geschicklichkeit gestiftet. Allein theils das Wetterund der Wind, welchem diese krelco-Gemälde unterworfen waren, theils die Nachläßigkeitder Mönche, welche sich um die wahrhaften Schönheiten eines Gemäldes wenig bekümmern,haben verursachet, daß man von wenigen Stücken etwas rechtes mehr erkennet, indem sogarder Kalk an theils Orten abfällt, an andern aber zerkratzet und sonst verderbet wird. Auchdie wenigen Verneuerungen, welche man einigen Stücken zu geben gesucht hat, sind von soungeschickten Handen unternommen worden, daß dadurch mehr verdorben, als gut ge-wachst worden.
Die Bibliothek des Klosters ist schön und wohl eingerichtet, auch der klakonä desSaales vom Afner und Canuti gut gemalt. Man hat Hiebey eine Sammlung von mathe-matischen Instrumenten, Brennspiegeln und andern dergleichen Dingen angelegt. Derallhier befindliche Erzengel Michael in einem kleinen Stücke aus bronro ist vom Cav.Alaardi.
Die