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[Zweyte Abtheilung.]
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972
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St.Stefano-

Merkwürdi-ge Reliquien.

Universität.

Berühmte

alteIuristen.

II 8tuäio.

Denkmaale

berühmter

keutc:

Des Wen-

eeslaus

Lazarus,

Sbarabeus,

Malpighius.

M Brief. Relation

kiis boo opu5culum artisiciofia aäinventione imprimencli seu caraäLeri^gncli abrgnecalami exsrations in civitats Xlogmuü lic eK^üitum öc acl Lnsebiam Oei inchstki ie perUlsb'er kulk civem öc ketrum Lcboilcklrsr cic Oemslisvin Llericnm clioccs ejnxäein elkconsilmmritum. Anna Oainini ^lCCLLCXIk. in Vigiiia slUnntionis VirZ. Xlarie.

St. Stefano gehört den Cölestinermönchen und besteht eigentlich aus sieben- aneinan-der gebaueten Kirchen, die nicht in einer Linie, sondern unordentlich zusammen gehängt sind,dergestalt daß man sich leicht darinnen verirren könnte. Unter den vielen Heiligthümern,welche man allhier verehret, ist ein steinernes großes Gefäß, woraus Christus den Jüngerndie Füße gewaschen haben soll; Ein Stirnband der h. Mariä, woran etliche Tropfen vomBlute Christi zu sehen sind; Ein Stück vom heiligen Kreuze; und ein Bildniß der heili-gen Jungfrau, welches Blut von sich gegeben, als es beschädiget worden. Man zeigetauch eine Nachahmung vom Grabe Christi, das Maaß von der Höhe des Heilandes, des-gleichen von dem Eindrucke seiner Füße, als er dem von Rom reisenden Pekro erschienen,das Maaß von der Oeffnung der Seite Christi, die Lange und Breite der Füße Mariaund dergleichen Dinge mehr.

Das Archigymnasium oder die Universität soll nach einiger Meynung im Jahre gzzvom Kaiser Theodosius gestiftet seyn (*). Andere schreiben solches Karln dem großen zu.Die Prosejsores haben gute Besoldungen, und höret man allhier die Oratorie, Philosophie,orientalische Sprachen, Geometrie, Astronomie, Anatomie, Botanik, Medicin, das chis Ci-vile und Lkmo^ieuni, die Weltliche und Kirchen-Historie nebst der Theologie. Jrene-rius, Gratianus, BulgaruS, Albericus de Porta, Accursius, Bartolus, Baldus und Azohaben zu Bologna mit ungemeinem Zulaufe die chwa gelehrt und sollen unter Azon aufeinmal zehn tausend Juristen allhier studiret haben. Für diesesmal sind in allen etwan vier-hundert fremde Ltnäioll iminattÜLuIsti vorhanden. Das vffentlichckGebäude der Akademie,welchss auch il 8mckc> genennet wird, ist sieben hundert lind vierzig pulnü oder zwey hundert unddreyzehn gemeiner Schritte lang und von dem Baumeister Giacomo Barocci da Vignolaaufgeführet. Bey dem Eintritte in diesen Pallast findet man rechter Hand eine Treppe undauf der Mitte derselben gute breleo-Gemälde vom Vdlesio, welche die Tugenden des h.Caroli Baromai vorstellen. Auf der Treppe, so linker Hand angeleget ist, hat LeonardoSpada des Wenzeslaus Lazarus, eines berühmten Philosophen und Arztes Ehrenmaalso trefflich gemalt, daß es ein schönes steinernes bas-reliek zu seyn scheint. An einem andernDenkmaale, das dem im Jahre 1710 verstorbenen Arzte Joh. Hieronymus Sbarabeusaufgerichtet worden, hat Gaetano Creti seine Malerkunst a krekco bewiesen. An des berühm-ten Malpighius Monumente liest man:

VirMti A käun»

In Lvuin inanlurwInclzUi Viri

klAKCLUI X1AI.kI6NIIXleclicinL kckokelloris celeberrimiCtragns Arlickarum ck^niverfitarAnno Lalutis

vc:l.xxxiii.

Xkira-

Ob sich dieses Vorgeben gleich auf eine neuern Gelehrten als fabelhaft und verdächtig,alte Sage gründet, so ist es doch von einigen und nicht ohne Grund, verworfen worden. Ei-ne