von Modena und Reggio.
9 §Z
von achthundert und zwey und siebenzig Fuß, und eine Breite von dreyzehn. Wegen derMenge des darauf befindlichen Volkes brach sie im Jahre >M, als Karl der fünfte feinenEinzug zur Krönung darüber hielt, und kamen viele Leute dabey zu Schaden, welches etlicheschon damals als eine Vorbedeutung ansahen, daß Karl der fünfte der letzte Kaiser seyn wür-de, der die Krone vom Pabsie sich wollte aufsetzen lassen.
Nicht weit von Bologna haben dieHiumvirl Hpidiis, ^ntorüus und O.Oäia--vius das Verbindniß, welches hernach der römischen Republik viel Blutes gekostet, aufge-richtet. Daß solches auf einer kleinen Insel geschehen, bezeuget ri.vi'XLouvz in Licerouoc. 67 , und in Antonio c. S 4 , wie auch vio lib. 46 , welcher hinzu thut, daß der bey Bolognafließende Strom (nämlich der RhenuS) besagtes Eyland mache. Kein einziger in der Nach-barschaft von besagter Stadt befindlicher Fluß hat eine solche Insel, welche sich zu der Be-schreibung der angeführten Geschichtschreiber schicket, und muß nur eine Gegend verstandenwerden, die meistentheils mit Wasser umgeben gewesen; ob aber solche bey Bagneto am Ein-flüsse des Lavino in den Reno, oder beyBagno, wo der Bach Dosio sich mit dem Reno ver-einiget, oder auch in der Nachbarschaft des Dorfes Iredo sti 8 , 6 iov 3 imi eigentlich zu suchensey, ist schwer zu entscheiden.
Vierzehn italienische Meilen von Bologna fahrt man nahe am Fort Urbano vorbey,welches aus fünf Bastionen besteht, und vom Pabste Urban dem achten als ei» Schlüsseldes Kirchenstaats an dieser Seite angeleget worden. Bald darauf kömmt man vermittelsteiner Fahre über den kleinen Strom Panaro, der noch fünf italienische Meilen von Modenaentfernet ist, und zur Gränze zwischen diesem Herzogthume und dem Staate von Bologna die-net. Alan liest daselbst an einem aufgerichteten Steine folgende martialische Worte, welchemehr einem kriegerischen Monarchen geziemen, als dem Haupte desjenigen Ordens, wovon
der Heiland sagt: Die weltlichen Röntge herrschen, - - ihr über Nicht also:
Viator
Ort, wo ks-pidus, Anto-nius undOctavius ihrBündniß ge-schlossen.
Fort Uv--bano.
Martialische
Granzmscpi-
Ption.
Hic eil 1 imo 8 sgri LononienlisUt Ilccleü-t liiere chtiouis iultiuml)uoc 1 ut
VHbauus VIII, ?ont. VlkX.leckiuur lartumgue rochieret,
^ree muuililiiiua, ut mox viciebis, cxcitata8ic kouti 6 cise ^lkjcliZt!, ssc subciitoruw kecuritati conliiluit,Vt exiucie elavibus im^erterriteOvilis OoiuiuiLi gereret curam,
Vt glaäio truLuiento srceret luporum rabiem.
Modena ist eine alte Stadt, deren in der römischen Historie oftmals gedacht wird. AlsDecius Brutus darinnen belagert war, gebrauchte sich Hirtius einiger durch Hunger dazu .abgerichteten Tauben als Bothen H, um den Belagerten Nachricht von seinem Vorhaben zu dostengeben, und dergleichen wieder vom Brutus zu erhalten. Zum Andenken dieser Geschichte heu. ^richtet man noch heut zu Tage in Modena Tauben ab, daß sie mit Zetteln aus der Stadt angestimmte Orte fliegen und Antwort zurück bringen. Daß dergleichen in Aleppo und etli-chen
6) ei,Ilill. dlst. c. 7Z-./r<er'e (columbre) - -
Kkk kkk