Domkirche.Cuppolavorn Corre-Sio.
Grabinaal
Lern. tleßlrLllierti.
Taufkapelle.
Kirche St.Giovanni.
EigentlicherNamen desMalers Par-meggiano.Sein Un-glück.
Kirche clelLepolcro.
wo- I.XVH. Brief. Anmerkurlgen
wobey jedoch auch das Studiren nicht gänzlich auf die Seite gesetzt wird. Der Herzog unddie Vornehmsten der Stadt geben ihre Kutschen und Pferde her, um sie dahin zu bringen,und nach verflossener Zeit werden sie aus gleiche Art wieder zurück geholet.
In der Domkirche bewundert man die vom Corregio gemalte Cuppola, so die Him-melfahrt derlh. Mariä vorstellet, und an welcher man die Erfindung, den zarten Pinselund trefflichen Loloris nicht genug zu rühmen weis. Die Kupferstiche davon werden zuRom von Lorenzo Filippo de' Roffi für drittehalb Scudi verkauft, und führen den Titel:l.g Lupola cli karma, cioc la VerAiiw alliiiUa in choria con cori ä'/Vn^cli e 8anti kra lenubi e kfilenckori celelii, AÜ Xpokloli, i 8anti Oottori cogli altii XnAcli e kutti con can-üeliori e ocloich riileongta e IntaAÜatg in ac^na körte cla 6iov. katlikka Vanni, libro in XV.koZIi rerili eü iinperiüli.
In dem weitläufigen unterirdischen Gewölbe dieser Kirche bemerket man das prächti-ge Grabmaal des L. Uernarüo äeZIi dsserti, eiltes Florentiners und Bischofs von Parma.Vor der Kirche sieht man, wie vor vielen andern der hiesigen Gegenden, verschiedene Sta-tuen von Löwen, worauf sonst die Seulen des Vorhofes geruhet. Das kaptillerium oderdie besondere Kapelle, worinnen die Taufe verrichtet wird, ist nahe beym Dome, achteckig,hoch, geräumig und fast wie das LattiÜerio zu Pisa. Das Taufgefäß ist aus einem ein-zigen Stücke von weißem Marmor verfertigt und das Geländer herum aus gelbem Mar-mor. In dieser Kapelle befinden sich verschiedene alte Gemälde, die hoch geachtet werden.
Nahe beym Dome liegt die Kirche üi 8. 6>ovsmri, welche eine gute kacci-ua, eine mitBildhauerarbeit und Vcrguldungen gezierte Tribuna und zwo schöne einander gegenüberstehende Orgeln hat. Die Cuppola war gleichfalls, wie in der Domkirche, vom Corregiogemalet und die h. Maria, wie sie von Gott dem Vater und dem Sohne gekrönet wird,daran vorgestellet. Nachdem aber die Benedictinermönchc, als Herren dieser Kirche, fürgut befunden, ihr Chor zu erweitern, so wurde diese Cuppola abgebrochen, zuvor aber vonAnnibal und Agostino Caracci Copien der daran befindlichen Malerey genommen, nach wel-chen hernach Cesar Arctusi die heutige Cuppola wieder gemalet hat. Gedachte von denzween Caracci verfertigte Copien werden im herzoglichen Pallaste aufgehoben. Corregioarbeitete am Originale vom Jahre 1520 bis 1524 -).
Die Himmelfahrt oder Affumption der h. Mariä auf dem Hauptaltare ist vom Par-meggiano, dessen eigentlicher Namen Francesco (oder wie etliche wollen Giacomo) Mazzuoliheißt, wobey er von seinem Vetter Girolamo Mazzuoli, der auch ein geschickter Maler war,wohl zu unterscheiden ist. Den Francesco oder Parmeggiano hat, nach Dasfari Berichte,die Begierde zur Goldmacherey von seiner Hauptwissenschaft abgezogen und endlich um Re-putation, Zufriedenheit und Leben gebracht.
Obgedachter Hauptaltar ist ilole und aus Lazulistein, Achat und vielerlei) kostbaremMarmor zusammen gesetzt. Die Stühle des Chores haben schöne eingelegte Holzarbeit.In der Lopella äslla Xbuionna finden sich zwey Originalgemälde vom Corregio, und nebenan die Copien seiner Notte und Xlaelomui, die in dem herzogliche» Pallaste zu Modena ge-zeigt werden.
In der Kirche öel 8spoIcro findet man gleich beym Eingänge rechter Hand in einerKapelle die h. Mariam mit ihrem Kinde und Joseph. Gegenüber ist Joseph, wie er Ma-riam zur Flucht nach Aegypten aufmuntert, abgebildet. Beyde Stücke sind vom Corregiogemalet.
Von
kiau-tltDSOn Iralte äc l» keinture L clc la Lculpture, low. III, p. 660, lg.