Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1019
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voll der Stadt Verona. IVIA

katruin dieser Akademie, deren allezeit viere sind. In einem Zimmer linker Hand werdendie alten musikalischen Instrumente aufgehoben, mit welchen der Adel zu Verona vorzeitenseine Ergöhung gesuchet, und woher man die Gelegenheit zu diesen Anstalten genommen.

Schon vor etlichen hundert Jahren war eine Gesellschaft, so die Beförderung der Wissen-schaften zur Absicht hatte, unter dem Namen der lucateuari zusammen getreten, welche abernach Anleitung einer hier befindlichen Jnscription im Jahre mit den kllilsrlnonrck ver-einiget worden. Die Portraite der vornehmsten Mitglieder sind in etlichen andern Zim-mern, worknnen Collegia gehalten werden, aufgehängt, und liest man daselbst auch folgendeSchrift;

/tuno Ie!DXl.IlI. coetus kbilarmonicu«t^caclemicas leZes iancitl^lulls omnibus litat.

In einem Zimmer rechter Hand versammle« sich die Präsidenten der kkiloti, so das Societät derAufnehmen der adelichen Uebungen, als Reiten, Fechten, Voltigiern, Tanzen rc. zu beför- klüloti.dern beflissen sind. Man hat allhier auch ein schönes Theater für Opern und Komödien mitfünf Galerien und nach dem vollem des berühmten kaiserlichen Baumeisters Francesco Bi-biena angelegt. Weil wöchentlich etliche mal der Adel sich mit Spielen allhier erlustiget, sökann man dieses Gebäude als die Börse der vornehmen und gelehrten kcute von Verona an-sehen. In einem Zimmer steht die Statue einer Weibsperson von weißem Marmor, wel-che im Amphitheater soll gefunden worden seyn, und halten einige dafür, daß deren in allenzwey und siebenzig daselbst müßten gewesen seyn, von deren Plätzen und kieäeklaux man je-doch im Theater selbst nicht die geringste Spur bemerket. Außerhalb des Pallastes ist eineansehnliche Menge von Jnscriptionen und Alterthümern, deren ein guter Theil in der Gegendvon Verona ausgegraben worden, in eine lange Mauer gefüget, damit sie desto wenigererVerstümmlung unterworfen seyn mögen. Diese Mauer und Folge von Jnscriptionen istgegen Mittag angeleget, weil man gefunden, daß der Nordwind oder la Umomana denSteinen sehr schädlich sey. Den Anfang machen die Monumente, so mit unbekannten Sammlung"Buchstaben bezeichnet sind, und gehören dahin die ägyptischen, punischen und hetruscischen vonaltenJn-Alterthümer. Hierauf folgen die griechischen, so an der Zahl sechszig ausmachen, und end- scriptionen.lich die römischen. Unter beyden haben diejenigen, so von Göttern und Opfern handeln, denVorzug, und bemerket man insonderheit ein kleines iciolum von Porphyr, vor welchem sicheine Person zu Füßen wirft. Ein anderes vortrefflich gearbeitetes bas-rebek stellet den ste-henden Mercur vor, der etwas in der Hand hält, und solches der Erde, welche als eine sitzen-de Weibsperson abgebildet ist, überreichet. Ueber diesen Bildern liest man die Namen desMercurs und der Erde, nämlich LkkML und Nach diesen kommen die Inlcri^tionerImperatoriL, Militäres, Loolulsres, Zerebrales öcc.

Um diese Dinge alle in gute Ordnung zu bringen und noch täglich zu vermehren, hat Verdienstesich der Marchese Scipione Maffei viele Mühe gegeben, und man hat daher der Billigkeit des Marche-zu seyn erachtet, daß sein marmornes Brustbild über den Eingang des Pallastes mit folgen- ft Scipi»der Ueberschrift gesetzet worden: Maffei.

Ooo ooo 2 Mar-

dern aber ein brennender Altar, der unter seiner Leyer und eine« Lorberkrsnz, mit der Umschrift;

Ksl> eine Schlange zeiget, und auf den Seiten kümcrvse sxoll. LLüuIsy. lacrum.ein Buch, eine Lxbsvcm» aruMarerv, Apoll-us