Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1021
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von der Stadt Verona. 1021

oder weil der ihige Bescher es selbst nicht versteht und für andere Leute wenig Gefällig-keit hat.

Der Comte Mario Bevilacqua besitzt einen auserlesenen Verrath von alten Statuen, Comteworunter eine marmorne Venus in der Stellung der berühmten mediceischen, ein Herma- Bevilacqua.phrodit, so dem borghesischen gleicht, Bacchus, eine Bacchantinn und eine Ceres vornehm-lich zu bemerken sind. Unter den vielen bultis sind Augustuö, Livia, Tiberiuö, Trajanuö,

Lucius Verus, Commoduö und Septimius Severus nicht außer Acht zu lassen. Unter dmbss-relieks behalt Jupiter Ammon den Vorzug. Ferner sind viele kleine Statuen aus krön-20 vorhanden, eine Menge von Medaillen, und eine ansehnliche Sammlung von guten Ge-mälden, deren die vornehmsten sind das Paradies vom Tintoreto, und eine halbnackende Ve-nus, die sich in einem Spiegel, den ihr ein Amorino vorhält, besieht, vom Paolo Veronese.

Bey einem gewissen Capocuco findet man viele kleine Statuen von bronro, desglei- ^>es Capo-chen Mörser, Canonen und alles was zu dergleichen Kriegsrüstungen gehöret, ebenfalls im cuco Samiu-Kleinen und von Metall. Die ganze Sammlung, deren Werth ohngefahr auf zweytausend lung.spanische Pistolen geschähet wird, ist zu verkaufen.

Der Comte Gomberto Giusti ist ein großer Liebhaber der Medaillen, von welchen er Kabinet desauch eine ansehnliche Menge besitzt. Er hat viele andere merkwürdige Alterthümer nebst Comteeinem Vorrathe von schönen Gemälden. Giusti.

Giovanni Saibanti ist sehr curieux und glücklich in Sammlung der Manuskripte, de- Saibantiren er über dreizehnhundert zusammen gebracht hat. Das vornehmste darunter ist meines SammlungErachtenS ein Loäex 6rLLU8 gu-ituor LvmiAeliorum, der zu Ende des dreyzehnten Jahr- von Mann-Hunderts mit großen und runden Buchstaben geschrieben worden. Saibanti besitzt auch firiptrn.viele Antiquitäten, kvl.itliematica, I^aturolia, ?elrest>cll-i öcc.

Die Bibliothek des Eapitels ist mit vielen Manuscripten versehen e). Bibliothek

Liebhaber der Alterthümer finden in Verona ein vortreffliches Werk, woraus man sich des Capitels-von mancherley Schauspielen der Römer einen deutlichern Begriff, als sonst geschehen wür- Amphikhea-de, machen kann. Ich verstehe hiedurch das berühmte Amphitheater, welches schon von vie-len hundert Jahren her durch die löbliche Fürsorge der Stadt stets ausgebessert und in sogutem Stande erhalten worden, daß es desfalls einen großen Vorzug verdienet vor dem inAnsehung der Größe ihm zuvorgehenden römischen ^-»xbikbearro VefimLni. Es behau- Alterthumpten etliche, es sey das veronische Werk schon unter dem Kaiser August aufgeführet worden, desselben.Allein es ist nicht zu vermuthen, daß man zu einem dergleichen prächtigen ulld kostbaren Un-ternehmen in einer Provinz von Italien sollte geschritten seyn, ehe die Hauptstadt der ganzenRepublik damit versehen gewesen, als welches erst unter Vespasian geschehen. Hiezukömmt das Stillschweigen des k-iunii Lnr'orr'r, welcher übrigens in Auszeichnung der be-rühmtesten Werke und Künstler seiner Zeit gar fleißig gewesen, und insbesondere dasjenige,was seine Geburtsstadt betraf, der Nachwelt anzurühmen nicht würde unterlassen haben.

Daß auch in dem ganzen ersten Jahrhunderte Verona sich dieses Amphitheaters nicht habezu rühmen gehabt, sollte man fast daraus schließen, daß rrinivs Lrmre/»/, der noch um dasEnde der Regierung des Kaisers Trajans gelebt, nichts davon erwähnet, ob er gleich in seinenBriefen (I-ib. VI, Lch. zg) von den Schauspielen und dem munere Alaciirttorlo, welche sein

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London besitzt verschiedene mit hetruscischen Buch- sachlich in des Gaibann Sammlung anzutref-staben bezeichnete Gefäße. sen, zeiget Master an in Verona illuür. k. III, x>.

») Die vornehmsten davon, und was Haupt- »44, kg. u. p. 241, lg.