nz6 i.xxvi. Brief. Von der Clerisey,
Bernardi - der Kapelle der Familie Bernardi nahe bey der Sacristey finden sich unter ei-
nem Bildnisse aus schwarzem Marmor die Worte:
Verbs» jscerst bic pnbüc»
8i in uno viveret 8enators8xps cun> jn 8enstu perorsllst,
8-epilIIme in bipreini; LonütüsAuciitus eli nungusm pro ssuiilir8einper pro XepublicaLs moäellis so libertäre, gua logni soletkiltriL Pater.
(^nir suerit? lisbes etiam 6ne noniine,
Xlorlnns eniin seibuc spirst öc loguitur.
Es ist allhier ein gelehrtes Frauenzimmer Modesta dal pozzo, so wegen verschiede-t^ines ae- lier Werke theils in gebundener theils ungebundener Schreibart berühmt ist, nicht mit Still-lchrkenFrau- schweigen zu übergehen. Sie führet auch den Namen von Xloöersts kome, und ist im er-enzimmers sten Kloster nicht weit von einer Statue der bäaäonna mirscolota mit folgender AufschriftModesta begraben:
a Puteo. tocmin« äoÄMma-.
l)use varios virtutis partns XloäeratL kontiz nominL K^tbmis Llletrusci» (guiburmemorsncla cscinil) 6c ierinone continuo keliciter enixa, nsturse partum cluin eäe-ret, puellre vitain, tibi vero mortem (prob clolor) slcivit. kbiiippus eis Oeorgiizpetri b. in c>ss. super sguis pro 8er. Ooni. publici jurs 6eken6enr -VinsntillimL con-jnAi ?. abiit ann. Öoinini iVl. O. XLIl. Xsl. Xovembris.
Dom P. Co- In dem Kloster halten sich über achtzig Mönche auf, welchen das Andenken ihresronelli. Mitbruders P. Coronelli, eines berühmten venetianischen LosmoArspbi, gar unangenehmist, weil sie sich beklagen, daß er viele tausend Ducaten von dem Vermögen des Klosters insein phantastischesWerk einer Universalbibliothek oder eines allgemeinen viökionsrü, so aus4; 1oini8 in tolio bestehen sollen, gestecket, welches nun ganz liegen bleibt, obgleich schonviele hundert Kupferstiche dazu fertig sind, die um ein Spottgeld verkaufet werden. Vondem Werke selbst sind acht Folianten gedruckt, man thut aber wohl, es gänzlich liegen zulassen, und der Welt keine neue Last eines mit viel tausend Fehlern angefüllten Mischmaschesäcsäemm <!e aufzubürden. Corcmelli hatte Gelegenheit gegeben, daß in Venedig die ^csclemis Los-Ali är»o- moArslics äe zli .^rZonsuki errichtet worden, deren vornehmstes Absehen auf die Verbesse-
nsmi. rung -er kosmographischen Wissenschaften gerichtet war. Von demjenigen, was sie in die-
Von des P. sem löblichen Vorhaben ausgerichtet, ist noch wenig bekannt worden (*). Dem Coronclli
Coronelli haben die von ihm verfertigte 6Ipbi einigen Ruhm erworben, ob sie gleich auch von groben
61 oblr. Fehlern nicht besreyet sind. Die zwey größten Stücke, welche er zuwege gebracht, wurdenauf Angeben des Kardinals d'Estreeö für den König in Frankreich Ludwig den vierzehntengemacht, und stunden sonst zu Marly, von wannen man sie vor weniger Zeit in das Ge-bäude,
(*) Vielleicht ist den Deutschen die Ehre auf- diejenige Gesellschaft zu Stande kommen wird,behalten, daß sie zur Aufnahme der Wcltbe- welche die homannischen Erben zu errichten ge-schreibung das meiste beytragen werden, wenn sonnen sind. Sie hak wenigstens schon den