Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1140
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Große Seu-

len.

I.i Oiekuati.

Grabschrift

Bencdicts

Bramier.

Jesuiter-

kirche.

Grabmaale:

Horatii Far-nesii;

H4O I-XXVI. Brief. Von der Clerisey,

sehr dicke Seulen von gelbem und rothem Marmor, die über vier Männer hoch, und, wieman vorgiebt, aus einem einzigen Stücke sind. In der Sacristey hängen etliche Gemäldevom Domenico Tintoretto.

6 ielii 3 ki machten ehemals einen von den heutigen Jesuitern ganz unterschiedenenOrden aus, und führet eine Kirche, so im Leüiero äl Oorlotinro liegt, annoch heute zu Tageihren Namen von ihnen her. Als besagter Mönchsorden im Jahre 1669 vom Pabste Cle-mens dem neunten abgeschaffet und unterdrücket worden, brachten die Dominicaner solcheKirche an sich und wollen sie heute zu Tage gern 1 .» ^lacionna 6cl Xosgrlo genennt ha-ben. Sie hat gute Gemälde und folgendes besondere Epitaphium:

A te (Iran Ke clel Liel con puro coreLonswro la piii cleooa e iinAÜor parteLome 1 'altra clonsi lo '1 pin bei liorsIn §ei vitio cii Larlo al 6 ero klarte.

Ob alla katria, a A? Amiei OAni mlo bonor«diel cui lervitio oprai I'inZeAno 0 I'arte.

Ol Aiovar acl OAn'un 61 ll mlo äilettoLencdetto Lramier äa oAnun sni öetto.

Die Kirche der kaöri 6ieluiti hat eine treffliche lsaeciata, an welcher weder Statuennoch Seulen gesparet sind. Ihre innere Schönheit giebt dem äußerlichen Prachte nichtsnach, und sind die Wände zwischen den Pfeilern, dem Hauptaltare und der Kanzel, vonweißem Marmor mit andern grün- und weiß-gesprängeltem Marmor als Bluhmenwerk ein-geleget. Der Hauptaltar hat sechszehn gewundene.Seulen von weißem und grünem Mar-mor. Die Treppe und der davor befindliche Fußboden iß als ein gelber und grüner Tep-pich anzusehen. Das Tabernakel besteht aus Lazulistein. Unter vielen andern schönen Ge-mälden sind die Beschneidung, wie auch die Himmelfahrt Christi vom Tintoretto, der Mär-tyrertod des h. Laurentius vom Titiano, die Enthauptung Johannis des Täufers vom altenPalma, und die von der Maria verrichtete Heimsuchung der h. Elisabeth vom Andrea Schia-vone in sonderbarem Ruffe. Die Sacristey ist ganz vom Palma gemalet. Liebhaber derBildhauerkunst finden ihr Vergnügen an den Grabmaalen des krocurawris kriami I^eZio,des Doge Pafqual Eicogna und des venetianischen Generals Horatius Farnese. Unter derweißen marmornen Statue, welche diesen letztgenannten Helden stehend vorbildet, ist seinLob in folgenden Worten verfasset:

F'AAiVL '510 prMantis animi öc summ« spei ?rincipi, Dranlal.pin« militi« kr«seä!o, navalis viäori« aci Oellelponti sauce8 tropb«is incl^to, nonavitam nioclo, sed lummorum Oucum Aloriam «guaturo, nisi Imperators incloiir6orem kata ante äiem rapuillen!; 8enstu8 ob navatam klrcnue operanr, Kemigcxgucac IVlüites non semel a Ouce karmenlr ejusciem katre beniZne transuüllos, grati ani-mi kvl. Anno XI. OL. I.XVI.

Diese Grabschrift ist vom Octavius Lerrarius verfertiget, welcher sie aber m sei-nen Inlcriptiombns und OloAÜ8 etwas verändert, und nach den Worten ante clicrn rapuillentfolgender Gestalt eingerichtet hat:

AmplilUmus Orclo boc virtutiz »c ficlei supra «taten» aämirabilir monnmenMmAnno AL OLibXV.

Das