Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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und den vornehmsten Kirchen der Stadt Venedig. »57

lichkeit der toscanischen Sprache geleget, und Alfsnso Ulloa ein Spanier, der das Lebender Kaiser Karls des fünften und Ferdinand des ersten beschrieben hat.

Ob nun gleich in der Kirche St. Lucä nichts mehr von des Arctini Epitaphio zu ent- Aretimdecken ist, so zeiget man doch daselbst sein Portrait in Lebensgröße auf einem alten Gemälde, Portrait,das ihn in einem schwarzen Kleide und mit einem weißen Barte vorstellet, da das übrigeGemälde Christum, wie er etlichen Personen die Hostie austheilet, abbildet. In dieser Maria vomKirche ist auch die Maria mit dem Kindlein Jesu auf den Aermen zu sehen, welches etliche Lukas" ge-für ein Originalgemälde des Evangelisten LukaS, andere aber nur für eine Copey des in der walt.

St. Markuskirche befindlichen Stückes ausgeben. So schön man sonst die Jungfrau Ma-ria zu schildern pflegt, ein so schlechtes Ansehen hat sie allhier, indem sie einer schwarzgelben Krabkebriftalten Frauen ähnlich sieht. des Malers

Unter einem Brustbilde aus weißem Marmor liest man: both.

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v. VI. 0<ll. X1VOXOVIII. Ltat. 1.XVI.

Die Kirche St. Marci hat in ihrer IUccüna fünf metallene Pforten, deren die mittelste Kirche St.und größeste mit Silber eingelegt ist. Wie etliche vorgeben, sind sie ehemals im Tempel Marci.der h. Sophia zu Konstantinopel gewesen, und nebst denen vier darüber stehenden Pferden Metallenevon bannen hieher gebracht worden. Allein es ist eines so ungewiß als das andere. Von ,„^alle-den Pferden wollen einige behaupten, daß sie an dem Sonnenwagen und dem Triumphbo- nePferde,gen, welcher dem Nero zu Rom wegen eines Sieges wider die Parther aufgerichtet worden,gewesen, Konstantin der große aber habe sie nach Konstantinopel in den bäippoäromum brin-gen lassen, von wannen sie im Jahre 1206 hieher gekommen. Allein diese Meynung wirddadurch zweifelhaft gemacht, daß der -rnoxvmvs, welcher im dreyzehnten Jahrhunderte äeinirabilibus Xomre geschrieben und vom P. Momfaucon herausgegeben worden, von vierPferden, so diesen venekianifchen gänzlich gleichen und damals noch im Oireo dleronis zuRom gewesen, Erwähnung thut. Eben so ungewiß ist es, daß Lisippus solche verfertiget,und der armenische König Tyridates dieselbe als ein Geschenk an den Kaiser TibeeiuSgesandt haben soll. Dieses ist ausgemacht, daß sie an Kunst wenige ihres gleichen ha-ben. Sie sind von Metall, und wie man noch bemerken kann, ehemals ganz vergul-det gewesen.

An der buecista sieht man ftrner viele mosaische Werke, verschiedene Statuen nebst xacciata.anderer Bildhauerarbeit, und bey dem Eingänge vier schön« roth porphyrene Seulen. Ander Eckseite gegen den LroZIio stellen zwo Personen aus Porphyr, die einander umfassen,die Liebe und Freundschaft vor.

Bey dem Eintritte in die Kirche kömmt man in eine Galerie, welche um einen großen ^

Theil der Kirche geht und verschiedene Grabmaale von Dogen und andern berühmten Leurenhat. Nahe beym mittlern Eingänge der Kirche ist in dieser Galerie ein kleiner Stein aus ^drittedenSerpentin und von der Figur eines Xliombolciis in einem andern eingelegt zu sehen, auf Kaiser Fride-welchem der Pabst Alexander der dritte dem Kaiser krlcierioo LarbarossL mit dem Fuße rech den er-

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