von der Stadt Wien, und dem Kaiserlichen Hofe. I2Z9
löle iZitur inireri8, Viator,
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Orbem literatum nullam;dluuc
^bi, Viator, inZreckers
katet Libliotdcca Viueiobc)nen6rdl<N7I
l^elleliu8 latet.
Anißt steht die Bibliothek täglich offen, und hat der kaiserliche erste Leibmedicus und Itzjge Auf-Rath Plus Nicolas von Garelli, ein Mann von ungemeinen Wissenschaften und Verstände, sicht über diedie Oberaufsicht darüber. Seine vielen Verrichtungen leiden zwar nicht, daß er sich in der Bibliothek.Bibliothek viel aufhalte, es begegnen aber an seiner statt die beyden Lullo6e8 Libliotdecrc,
Nicolas Forlosis und Gottfried Philipp von Spannagel, den Fremden mit aller Höflichkeit.
Bey Gelegenheit der kaiserlichen Bibliothek, nehme ich mir die Freyheit, meinemHerrn einige historische anecäow, die mir kürzlich unter die Hände gekommen, mitzuthei-len. Es ist bekannt, daß ein italienischer Oomte, Galeazzo Gualdo nicht nur das Lebendes Kaiser Ferdinands des dritten, im Jahre 1672, in Folio, in italienischer Sprache heraus-gegeben, sondern auch einen Anfang mit dem Leben des Kaiser Leopolds gemachet hat. Dererste Theil dieses letzten Werkes kam zu Wien im Jahre 1670 in Folio heraus, und gehtvom Jahre 1656 bis auf das Jahr 1670. Es brauchet wenig Mühe, um zu sehen, daß mandiesem ^utori viele geheime Nachrichten zu seiner Arbeit an die Hand gegeben, ich weis abernicht, ob er sich in etlichen Sachen geirret, oder ob er bey der Wahrheit geblieben und nurmehrere Dinge einfließen lassen, als man damals gern bekannt gemacht haben wollte. Die-ses ist gewiß, daß man wahrenden Druckes viele Blätter, welche schon fertig waren, zurückgezogen, theils Stellen heraus genommen, theils geändert, und die Bogen neu abdruckenlassen. Etliche dieser Aenderungen sind gemacht worden, nachdem eine Anzahl von Exem-plaren bereits verkaufet war, und daher kommen die Variante leäkione8 auch in denen Ab-drücken, welche in die Hände der Buchhändler gerathen sind. Zum Beweise dessen, über-sende ich diejenigen Stellen, welche nachmals geändert oder weggelassen worden, in demersten Abdrucke aber, oder in dem Manuscript des Gualdo, wie folget, lauten:
kgI. 78. lin. 16.
ImpieAo egli la lua Ai'oventu nell'armi lotto ll Lcka.2rxl.v1 luv kareute,
e cloppo davor veciuta ls Ick-mcia 6ce.
82. lin. 22.
kropcnlione alla Lalä c!i I^viera, karle piu tolio per renclerla conliclerabüe, cdeper lperauxa ciella riuleita, 6c ulciva tal voltri ä parlar äella Lalä ck' l^ulirirr 6cc.
g6. lin. 7,
8i era trau8kerito a leckan; öc il I^ncl^ravio ä'kckglssakckombnrg in nomc äel me^e-klmo Ke non pretermettevg cliligenra per alienar gl' animi cle ZI' dieitori clsl Ke deopol-äo. OÜ LpgAnoli nou li möllere» coss prelio, per preoccupar gl' animi cle ?rincipi,