1Z46 I-XXXIX. Brief. Reise von Halle nach Eisleben,
ten Jahrhunderte kömmt, und die vornehmste Geschichte dabey abgemalet sind, so dienet es,um die Trachten der damaligen Zeiten daraus zu erkennen. Unter den übrigen Manuskri-pten find viele Schriften der Kirchenväter; etliche Alcorane; ein Werk der Caraäer in zweenFolianten, wofür der königliche preußische Hofprediger Jablonöky dem ehemaligen Besitzerderselben, D. Danz, einhundert Ducaten vergeblich gebothen hat. Das Oecretum onL-; ein Ooäex vecretslium, der in vielen Dingen von unsern gedruckten Exemplarenabgeht; ein Stück der viZelioruni mit einer 6lol!-i,aus dem dreyzehntenJahrhunderte; derS 0 i'» oc^r3 cuin Lcboliis, vor ohngefähr dreyhundert fahren geschrieben;
6 e con 6 itionibu 8 reAionuin Oriemalium; zween Loäices von cie vi-reLi» Lpistolis; die Llwonics coicn^oi VL 8 kLN 6 ri«si 5 ; biiliorin?riucipuin
/mkaltiaorum , so noch nicht im Drucke erschienen; Obronicon Lck^gr^acenie ; ein zursächsischen Historie nützliches Copialbuch vom Kloster Dobrebluck, worinnen alle Privilegiendesselben enthalten sind; etliche Meistersänger-Bücher; eine deutsche nürnbergische Chronikvom Jahre 1585; c Werk von der Kunst, den Uapiöcm kbiiosopborum zu
bereiten, welche er aus dem hohen Liede Salomonis lehren will; ein Liu-omcou vom deut-schen Orden rc.
Von des Atbeiimo trmmpbmko wird ein AutoArapIinm, welches er
in seinem Gefängnisse zu Neapolis wieder gemacht, hier aufgehoben. Es trifft solches inder Hauptsache mit den gedruckten Exemplaren überein, in den Nebendingen aber findet» sichviele Veränderungen. Es zeigen indessen die verschiedenen Handschriften, so in diesem Wer-ke vorkommen, daß Lampanella es nicht ganz mit eigener Hand geschrieben hat. Dieje-nigen, so in der Meynung gestanden, als sey das sächsische Weichbild in seiner originalendeutschen Sprache nirgends mehr vorhanden, können durch ein hiesiges Manuscript, das überdreyhundert Jahre alt ist, ihres Irrthums leicht überzeuget werden. Es ist bekannt, wiezur Zeit des Joh. Husten die Anhänger und Lehrlinge des Conrad Candelburgs, als man nichtfrey wider das Pabstkhum sprechen durfte, die wahre und falsche Kirche unter mancherleyBildern vorgestellet, woraus hernach Luther mit Cranachen zu Verbesserung solcher Sinnbil- ..Der Gelegenheit genommen. Von diesen Antitlmfibus krsrrum eanäelburZicormn findetsich gleichfalls ein Volumen m dieser Bibliothek. Unter den gedruckten Werken ist von
Luchers
(*) Man darf nur einen fluchtigen Blick inDie vorigen Zeiten wagen, wenn man die luthe-rische Übersetzung der Bibel als ein Meisterstückin seiner Art betrachten will. Kaum war dasharte Joch der barbarischen Unwissenheit zer-brochen, als sichLutherus mit seiner Uebersetzung-eschafftigte,da er noch von den besten und schön-sten Hülfsmitteln entblößt war. Er selbst hatvon seiner offenherzigen Redlichkeit die deutlich-sten Zeugnisse abgeleget, u?ld eine sanftmüthigeZurechtweisung gewunschet. Dir wollen ihnselbst reden lassen lom. viil. ^Itend. f zvr:„Ob man müßte mich angreifen und tadeln, der„ich zuweilen in derDolmetschung gefehlet hatte,„das will ich mit Dank annehmen„. In Wahr-heit l Bellarminus und -Hosm» haben recht un-verschämt gesprudelt, wenn sie unsre Uebersetzung
kill illolum lslebienle NeNNkN, guoä orunes I.u»tiier-mi säorLnt. Und kaum kann man unserngelehrten Witzlingcn ihre Tadelsucht zu gute hal-ten. Sie scheinen nicht zu bedenken, daß einejede Urschrift bey derUebersetzung allemal etwasvon ihrem Glänze verliehret. in clsv.
8oript. lscr. ?. H, c. 6: k^ullani lscrorum cocli-curn vertionem prorbns vel j^m bsÄLM etle velcieinceps 6cri polle, elisuiü sd snZelo gligno ten-tsretur, in gus ^»Igne nnlltiü 6t Am al-
lerwenigsten kann die Religion bey der Lutheri-schen Uebersetzung leiden, obgleich der Herr RathInst» solches in den Ursachen des Verfalls derReligion auf eine recht übereilte Weise versicherthat. Man lese /o/>. lliL äe
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