von Bareuth und Bamberg. IZ7I
zween starke Armen dicken Baum, welchen er im Jahre 168z in der Brunst durchrennet hat, Starke einesangenagelt. Hirsches in
Die Benedictiner haben auf dem Mönchsbcrge ein ansehnliches Kloster. Die dazu ^ Brunst,gehörige Kirche pranget mit einer trefflichen kabele, ist innen hoch gewölbet, mit drey Or-geln, guter Bildhauerarbeit und schönen Gemälden, worunter die Himmelfahrt Maria aufdem Hauptaltare das vornehmste ist, versehen. Die Jesuiter besitzen gleichfalls eine schöneKirche und kostbare Bibliothek.
Bamberg,
den i8 November, i?zo.
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Ein und neunzigstes Schreiben.
Anmerkungen über die in der bambergischen Domkirche befind-lichen Reliquien des heiligen Vitus, und den darauf gesetzten schwar-zen Hahn.
Mein Herr!
Hts'ls ich schon vor fünfzehn Jahren die Heiligthümer der bambergischen Stiftskirche be-Reliquiensah, kam mir sehr bedenklich vor, daß auf dem silbernen Arme, worinnen einige Reli- vom St.quien des heil. Vitus und der heil. Adelgunda eingeschloffen seyn sollen, ein schwarzerHahn zu sehen, welcher, wie man hier vorgiebt, voraiters aus dieser Ursache darauf geseßetworden, damit die Heyden, welche dem Hahne, als einem ihrem Mars geheiligten Thiere,große Ehrerbiethung erwiesen, dadurch desto leichter angelocket würden, indem sie vor demHahne niederfielen, auch unwissend denen in der silbernen Capsel verborgenen Reliquien derHeiligen die verlangte Hochachtung zu erweisen. Ich habe damals wegen dieses Heilig-thums mit dem hiesigen Jesuiten N. etliche Briefe gewechselt, und hoffe ich, es werde mei-nem Herrn nicht zuwider seyn, wenn ich einen kurzen Auszug daraus hiemit überliefere.
Wenn man die Nachrichten der ^lgrkz-roloZiorum nur ein wenig retten und von of-fenbarem Widersprüche befreyen will, so muß man zum voraus sahen, daß mehr als ein Vi-tus unter die Zahl der Heiligen gerechnet worden. Die 8gucstoi um Lori^i« oi mens.
Zuu.!?. ll, p. io2i und SV8IV8 melden von einem St. Vitus, der zu den ZeitenDiocletianSgelebet, und dessen ganzen Körper der Kaiser Wenceslaus von Pavia nach Prag bringen zu Prag:und in die Kirche St. Vitus vor den großen Altar legen lassen. Dieses schreibt
in seinem l'bolplioro oder der Beschreibung der pragischen Kirche St. Vitus demKaiser Karl dem vierten zu, und nach seinem Berichte ist diese Translation erst im Jahreizzz geschehen. Nach anderer Scribenten Berichte hat 'Weiice.-lluus I. Lanäkus, König inBöhmen, schon im Jahre 951 oder 955 vom Kaiser klenrico ^ucups einen Arm des h. Vi-tus als ein sonderbares Geschenk sich ausgebethen und erhalten, («onk. 8m<stor. I. c. p.
2041.) Ein dergleichen anderer Arm wird in Siena gezeigek. Von diesen Reliquien aber zu Siena;muß nothwendig unterschieden werden derjenige Körper des heil. Vitus, welchen Fulrad, zu ParisAbt zu St. Denys, unter dem Könige Pipin nach Paris gebracht, und welchen Karl der und Corbep.
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