Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1395
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von der Stadt Nürnberg. >lZ95

sieht mein Herr in des Herrn Doppelmayers kürzlich herausgegebenem gelehrten Werkevon denen nürnbergischen XlmbemrMLiz und Künstlern, welche fast von drey Jahrhunder-ten her durch ihre Schriften und Bemühungen die Mathematik und Künste in NürnbergVor andern trefflich befördert haben.

Am Markte nach dem Rathhause hin steht schon ein Brunnen von künstlicher Stein- Fontaine aufHauerarbeit nach gothischer Baukunst und als ein kleiner Thurm aufgeführet. So ist auch dem Neuen-auf dem Neuen-Bau eine schöne Fontaine, die im Jahre 1687 vollendet worden, zu sehen. Bau.

Die daran befindliche Jnscription ist auf eine Schaumünze gebracht, welche auf der einenSeite den Brunnen vorstellet, auf der andern aber die Worte hat:

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Der Autor des curieusen Antiquarius meldet: es sey ein Brungen in Nürnberg sechs-zehntausend Schuh tief, und die Kette, woran der Schöpfeimer hängt, dreytausend Pfundschwer; ich überlasse ihm aber sowohl diese als manche andere falsche Berichte zu genauererUntersuchung, misson lom.I setzetdie Tiefe nur von sechszehnhundert Fußen, glaubt aberauch diese nicht.

Auf der neuen Brücke, welche hundert tausend Gulden gekostet haben soll, stehen zwo Neue Brucke.Pyramiden, deren die eine auf ihrer Spitze mit einer Taube, welche einen Oelzweig in demSchnabel hält, die andere aber mit dem kaiserlichen schwarzen Adler gezieret ist. An derersten Pyramide liest man die Worte:

(chäi pontem tumc Laroli tranfiz lgc votsi, pereimetLselaris clum finit uuäa, Aenu;.

An der andern:

OaroUo leXto aV^Vilo plo »L kcbILl^onteXl bVnL LonleLn>t8. k. di.

Einige Handwerker haben gewisse Tage, an welchen sie jährlich in sonderbaren Auf- Auszüge derzügen durch die Stadt gehen, und lassen sich insbesondere die Faßbinder mit ihren Reiftän- Handwerker,zen sehen. Die Fleischer halten öftere Ochsenhahen. Unter dem Bildnisse des Ochsen, der Öchs aufauf der Fleischbrücke zu sehen ist, stehen die Verse: der Fleisch-

Omnia Imbent ortuz snggue increments, leä ecce. drucke.

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