Band 
[Zweyte Abtheilung.]
Seite
1401
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von der Stadt Nürnberg.

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gen nach dem Unterschiede und wie jeder von ihnen in dieser oder jener Sache erfahren war,vermachet, die geographische Handlung aber seiner Stiefschwester Mann, dem D. Ebersper-ger und einem 8meiiolo chiris, Franz genannt, welcher ihm schon lange Zeit her bey seinenweitläuftigen Correspondenzen an die Hand gegangen. Dieser beyden Männer Wissenschaftund Lust der gelehrten Welt zu dienen, giebt alle Hoffnung, daß die Geographie durch sie inmanchen Stücken noch mehr Licht, welches ihr sehr nöthig ist, erlangen werde.

Bey des fränkischen Kreises Generalmünzwaradein, Casp. Theophilus Lauser, findet Die Münze,man die auserlesensten in Nürnberg geprägten Medaillen von Gold, Silber, Kupfer und eng- Preis derlischemZinn zu Kauf. Ist ein goldenes Schaustück über sechs Ducaten schwer, so werden Medaillen,über die Zahl der Ducaten, welche es wiegt, auf jeden für die Arbeit und Unkosten fünfzehnKreuzer zugelegt. Wiegt die Schaumünze aber nur sechs Ducaten oder weniger und amgeringsten drey Ducaten, so wird überhaupt außer der Zahl der Ducaten, die auf das Ge-wicht der Münze gehen, für den Abgang des Goldes, welchen der Münzmeister beym Rei-nigen und Gießen leidet, ein Thaler gezahlek. Was die silbernen Schaustücke anlanget, sowiegen von den ovalen diejenigen, welche von der ersten Größe sind, zehn Loth nürnbergi-schen Gewichtes, die von der andern Größe acht Loth, und die von der dritten fünfthalbLoth. Die ganz runden von der ersten Größe halten sechs Loth, von der andern Größe vieroder fünfthalb und vierthalb Loth, von der dritten drey Loth, von der vierten zwey Loth,von der fünften anderthalb Loth, von der sechsten ein Loth. Jedes Loth wird mit einem Tha-ler oder anderthalb Gulden bezahlet. Von den kupfernen Abdrucken kosten die ovalen derersten und andern Größe einen Thaler, und von der dritten einen Gulden. Die ganz run-den kupfernen von der ersten Größe werden verkauft für einen und ein dritthel Gulden, vonder andern Größe für einen Gulden, von der dritten für drey vierthel Gulden oder einen hal-ben Thaler, von der vierten für einen halben Gulden, von der fünften für einen Dritthelgul-den oder zwanzig Kreuzer, von der sechsten für einen Vierthelsgulden oder fünfzehn Kreuzer.

Die zinnernen Abdrucke sind mit einem kupfernen Puncte bezeichnet, damit kein Betrug da-mit vorgehen könne, indem sie an Schönheit den silbernen wenig nachgeben, und man nichtallezeit Gelegenheit hat, sie nach dem Gewichte zu untersuchen. Die ovalen von der ersten,andern und dritten Größe werden mit drey vierthel Gulden oder einem halben Thaler bezah-let. Von den ganz runden kosten diejenigen, so zu der ersten und andern Größe gerechnetwerden einen halben Gulden, von der dritten Größe einen dritthel Gulden oder zwanzig Kreu-zer, von der vierten einen Vierthelsgulden oder fünfzehn Kreuzer, von der fünften und sechsteneinen Sechskheil Gulden oder zehn Kreuzer. Es wäre zu wünschen, daß der Dbestmrus nu-luilmatum moäernoruin bnju8 Leculi, der in Nürnberg bey Endtcrs Erben in Folio her-ausgekommen, fortgesetzet würde, als in welchem man auch die Abzeichnungen und Beschrei-bung aller hier geprägten Medaillen haben würde. Einige von den darauf vorgestelltenLmbleinatibns kommen vom D. Thomasius, die meisten aber vom Herrn von Führer. Esist nicht zu leugnen, daß darunter sehr glückliche und sinnreiche Ausdrückungen vorkommen;

indessen dalllen.

f) Unter den neuern Einfallen ist vielleichtderjenige mit unter die besten zu rechnen, nachwelchem hinter dem Buchstaben A eine Krone,zehn Puncte (äix ponu;) rmd sieben von denenBluhmen, welche die Franzosen xenlees nennen,gemalet wurden, um dadurch zu sagen: la

Lour on ne äit point les yenlees. Wie Manden Herzog-Regenten in einer solchen verdecktenSchreibart eines unerlaubten Umganges mit derHerzoginn von Berrv seiner Tochter beschuldiget,ist mehr als zu bekannt.

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