Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1411
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von der Stadt Nürnberg. 14H

berühmten Männern herschreiben. Hans Hofmann allein hat hundert und neun und fünf»zig solcher Handriffe gemacht. Die Kupferstiche vom Albrecht Dürer machen gleichfallseinen vollkommenen Band aus. Die kleinen hier befindlichen alten Statuen von heydni- Statuen,schen Gottheiten, Fechtern rc. aus bronro, belaufen sich auf ein und achtzig, und ist darun-ter die Pallas von zween bis drey Fuß in der Höhe nebst zween ö/lercurüe, (der jeder nur aufeinem Fuße steht) von gleicher Höhe. Die zwölf ersten Kaiser sind in metallenen b^-reliekzvon der Größe eines Tellers abgebildet. Von Marmorarbeit sind neun Statuen und sie-ben Kaiser eu bgs-reliefvorhanden, welche als Originale angesehen werden. Man bemer-ket über dieses i) viele metallene Copeyen römischer Statuen; 2) sechs und fünfzig Statuenvon Thon und andern Materien, woran berühmte Meister ihre Kunst gezeiget haben; z) beyzwey tausend theils mit eingegrabener, theils mit erhabener Arbeit gezierte Achate, Grana-ten, Jaspis, Carniol, Chalcedon, Onyx, Chrysolithe, Amethyste, Hyacinthe, Saphiere undandere Steine, von welchen heben und siebenzig in goldenen Ringen gefastet sind. Diedarunter befindliche Suite der Kaiser, die ägyptische kiieroAl^pKica, ein heydnisches Opferin Achat, Christi schön erhabenes Brustbild aus Oislffro SZAuinacio und ein trefflicher al-ter Kopf von erhabener Arbeit aus einem Amethyst, der um ein gutes Theil größer als einewälsche Nuß ist, verdienen vor andern gesehen zu werden, wie nicht weniger die Ausführungdes Heilandes zur Kreuzigung unter vielen hundert Leuten so künstlich und klein in erhabe-nen Figuren geschnitten» daß der Stein in einen Fingerring dienet, und an Größe einennürnbergischen Pfennig nicht übertrifft. 4) ist die Geschichte der Hirten, welche in derNacht da Christus gebohren war, ihre Schafe auf dem Felde hüteten, auf indianischen weis-sen Marmor mit solcher Geschicklichkeit gemalet, daß die Natur und Beschaffenheit des Gemälde aufSteines das meiste beygetragen, um die Herrlichkeit der himmlischen Heerschaaren auszudrü- Marmor-cken. 5) mangelt es nicht an ungeschnittenen Edelgesteinen von allerley Arten. 6) Un- AltcMünM.ter den alten Münzen sind tausend ein hundert und fünfzig von Kupfer, hundert und zwan-zig in Silber und viele in Gold, worunter siebenzehn griechische Stücke gezählet werden.

Ferner ist zu sehen 8) eine Sammlung von allerley Marmorkugeln; 9) eine marmor- Marmor-ne Tafel, worauf mit einer kleinen Beyhülfe der Einbildungskraft eine Katze zu erkennenist; 12) ein Tisch von Ebenholze, mit Stücken von Lumachella, Jaspis, Carniolen, Achatund Lazuli eingelegt und besetzet; n) vielerlei) indianische Sachen; 12) Meergewächse;iz) eine monströse Muschel, die als ein Krug gewachsen ist; 14) ketrckxffa; 15) Minera-lien ; 16) künstliche in Holz und Stein geschnittene Stücke, worunter ein Crucifix in HolzevomMich.Angelo ist; 17) sonderbare elfenbeinerne Drechslerarbeit; 18) etliche Stücke vonso genannter Limosiner- oder Schmelzarbeit auf Kupfer von beyden Seiten, welche von eini-gen unter die verlohrnen Künste gerechnet wird. Uebrigens ist noch beyzufügen, daß diesesKabinet nebst dem Hause worinnen es steht, ein kiäeicoimrülluin sey, so niemals veräußertwerden kann.

In der Jmhofischen Kunstkammer sind gute Gemälde vom Albert Dürer, Paima, ZmhofischesPaul Veronese, Titian rc. Medaillen, Seemuscheln, petretöcI.i, Schmelzarbeiten, Kabinet.

türkisches Gewehr, türkische Fahnen, Bücher und andere merkwürdige Dinge anzutreffen.

Das Ebermayerische Kabinet besteht aus Gemälden, (darunter etliche schöne Stücke Ebermaperi-von des Malers Ditsch Tochter sind,) antiquen Statuen aus bronxo, Corallengewächsen, sche Kunst-gemalten und andern künstlichen Glasern, achatenen Geschirren, schön gearbeiteten Poca- kauimer.len, worunter einer von Elfenbein und ein anderer von Rhinoceros ist, wie auch aus Brenn- ^malbe.

8R 2 spie-