Band 
[Zweyte Abtheilung.]
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1449
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des Reichstages zu Regenspurg. »449

Verlauf von dem, was bey des ftl. Herrn Grafen Ernst von Metternrch ohn-längst erfolgten Annehmung der karholiscben Religion geschehen. Hiebey möch-te man nun billig fragen: ob der Herr Graf die Regel, daß man Treue und Mauben hal-ten mäste, nicht vorher schon gewußt habe, ehe er von dem ck'lckxellos gelernct, daß dieses ei-ne Maxime des Königes in Frankreich sey, welche jedoch jeder rechtschaffene Mensch haltenwird, wenn auch niemals ein Ludwig der vierzehnte in der Welt gewesen wäre; zu geschwei-ge n, daß der Herr Graf in der Historie leichtlich Exempel von andern Regenten würde ha-ben bemerken können, welche in der Ausübung dieses Artikels dem abgedachten Könige eszuvor gethan haben.

Die Wittwe des Grafen ist evangelischer Religion, und hält sich noch in Regenspurgauf.

Regenspurg,den ii Februar, i?zi.

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Sechs uO neunzigstes Schreiben.

Reise voll Regenspurg nach Heilbronn.

^H^on Regenspurg bis Jngolstadt sind fünf Posten, und fährt man solche in einer bestän-digen Ebene. Dieser leßtgedachte Ort ist wohlgebauet mit geraden und breitenStraßen. Er ist unter den Römischkatholischen wegen seiner Universität berühmt (*),auf welcher sich anißt sieben bis acht hundert Studenten, worunter dreyßig Cavaliers gezäh-lt werden, aufhalten. Die Jesuiten haben eine besondere Akademie allhier, und daher er-strecket sich ihre Anzahl an katribus oder Priestern (deren beständig vier und zwanzig sind),lAatribus, krolelloribus und andern Lehrmeistern insgemein über hundert und fünfzig. IhreBibliothek ist vom^rri^o k/lmbematiLO gestiftet, hat achtzig Schritte in der Länge, guteBildhauerarbeit in Eichenholze, die Decke mit den Portraitm Bellarminö und verschiedeneranderer berühmter Jesuiten gezieret, in der Höhe umgiebt sie eine Galerie, und überhauptverdienet sie in Augenschein genommen zu werden. Vor derselben hängen die Bildnissevieler Jesuiten in der Kleidung von chinesischen Mandarinen und in andern Trachten, wel-che sie in auswärtigen Ländern als Mistionarien getragen haben. So wenig sich dieser Or-den um die Ausbreitung der römischen Religion in den nordischen und andern Ländern, dienicht überflüßigen Reichthum besitzen, bemühet, desto eifriger meynet er es mit dem Bestender ungläubigen und dabey florirenden Länder. Großbritannien und Ostindien geben davon

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Bibliothek.

Ickgnägrins.

Eifer der Je-suiten reicheLander zu be-kehre».

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(*) Die itzigen öffentlichen Lehrer dieser hohen sten Einfluß geäußert haben. Man lese die Ley-Schule, deren Kanzler der Bischof vvnEichstadk trage zur -Hist. der Gelahrh. Lh. 4, S. 24-ist, nennet Herr Strodtmann in den Gesch. itzt- u. f.

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