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Fünfter Band.
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und den «»gränzenden Landern. XII Buch V Cap.

Verstärkung von zweyhundert Mann aus Bahia erwartete, um einigen wettern Unbequem- Portugiesenlichkeiten vorzubeugen. Es ward daher beschlossen, einige Soldaten ingeheim auszuschicken, »n Angola.ihn zu überfallen. Zu dem Ende brachen iin May des Jahres 164z hundert Mann ausder Stadt auf, und kamen des Abends nahe zu dem Lager. So bald die Schildwache siegewahr ward, gab sie Feuer und wurde von den andern Soldaten unterstützet; worauf dieHolländer angriffen; und nachdem sie auf den Marktplatz gekommen, so fiel die Wache vordes Statthalters Hause auf sie, welches auch die ! 7 ?oradores thaten. Sie wurden aberkmrtig zerstreuet, zwanzig getödtet und eben so viele verwundet. Die übrigen, unter denenauch der Statthalter selbst war, wurden gefangen genommen und mit dein Plunder nachLoanda Samt Paulo gebracht, von da sie insgesammt, außer dem Statthalter und eini-gen Vornehmen, die sie gefangen behielten, nach Fernambuk geschickt wurden.

Die Portugiesen waren hierüber höchst misvergnügt, und behaupteten in ihren Erklä- Loanda wirdrungen und Briefen, die sie nach Lissabon schickten, daß solches ein offenbarer Bruch des zehn- durch Vor-jährigen Stillestandes wäre, der im Jahre 1641 geschlossen worden, und nach dem isten, 2ten trag wiederund 8ten Artikel inn- und außerhalb Europa sogleich ansangen sollte, so bald die Nachricht " en.davon ankommen könnte. Sie setzten hinzu, sie hätten solches kund machen lassen; dieHolländer hingegen hätten ihrem Admirale Homebeen Befehl geschickt, sich alles, was erkönnte, zu unterwerfen.

Die Holländer besaßen diese Stadt bis ins Jahr 1648, um welche Zeit die Portu-giesen sie durch einen Vertrag r) den 2isten August wieder erhielten, und dem zu Folgemarschirten die Holländer den 24sten desselben Monats von da ab.

Als die Holländer sie besaßen: so errichteten sie ein Fort an der Nordseite des Flusses Fort MollS.Muanzcr, um die Portugiesen zu verhindern, daß sie nicht auf und nieder fahren könnten.

Sie gaben ihm den Namen Molls, und es war zwey und dreyßig Schritte lang und zwan-zig breit. Es war von Pfählen und Bohlen aufgerichtet, mit Erde ausgefüllet undmit Buschwerke umgeben. Die Spitze von diesem Walle war ungefähr vier Fuß dick,und mit Schießlöchern versehen, auf welchem vier Stücke nebst einer Wache von Soldatengepflanzt waren 22).

« Der m Abschnitt.

Die Herrschaften der Portugiesen in Angola; ihre Sitten und

Gebrauche.

Ihr Umfang. Des Diaz Unternehmung. Er fällt latten,ihr Charakter. Gewaltthätigkeiten der Sol«

Angola a». Sein Erfolg. Einwohner von baten und Sklavenkäufer. Weihe verkaufen ihreLvanda. Portugiesische Frauen; sind meistens Kinder. Schwarze Sklaven. Ihre Gebräuche,herrschsüchtig. Staat, wenn sie ausgehen. Mu. Verwechselung der Weiber.

K*s ist nicht leicht, die Gränzen und den Umfang der portugiesischen Herrschaften in dieser ZhrUmfang.^ Gegend von Africa zu bestimmen, weil es an einer genauen und besondern Nachrichtvon ihren Plätzen allhier fehlet. Dem ungeachtet mögen wir doch wohl sagen, daß sie nichtvöllig so weitläuftig sind, als sie gemeiniglich vorgestellet werden; und obgleich die Schrift-steller von Angola und Benguela so reden, als ob sie den Portugiesen unterworfen wa-

Cz ren;

rr) Vgilbys Africa auf der ;6ä und folgenden Seite.