Band 
Fünfter Band.
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5<? Beschreibung der Königreiche Loango, Kongo,Angola, Benguela,

Religion Es kann' ein jeder, saget der Verfasser, leicht selbst erachten, was für ein Schreckenin Rongo. hjx Zuschauer bey diesem Anblicke überfallen hat, die mit tausend Ave Maria von demPlatze liefen, und die meisten Umstände nur in der Weite betrachteten, «sie schrieben ihrelichererPrie- Erhaltung dem Gebethe zu, das sie vor dem Niedersetzen gethan hatten; sonst wären sie allester. umgekommen, oder vom Teufel besessen worden.

Als Merolla diese Geschichte dem Thomas da Sistola, der sieben Jahre langSu-pcrior einer Mission zu Fvongo und Angola gewesen war, erzählt hatte, so berichteteihm dieser Mönch, weil er sich in Rongo aufgehalten hatte, wäre ihm von zwoen Perso-nen versichert worden, Simamamba r) hätte einen sehr großen Hahn, aus dessen Krä-hen er mit großem Aberglauben urtheilte, ob seine Unternehmungen glücklich oder unglücklichablaufen würden. Der Verfasser will nicht entscheiden, ob solches dieser wunderbare Hahngewesen: er bemerket aber, daß Gimantamda seines unbetrüglichenOrakels ungeachtet,m dem letzten Feldzuge betrogen worden, da er sein Leben einbüßte ä).

Der H Abschnitt.

Die Einführung und der Fortgang der rdmischkatholischen

Religion in Kongo.

Erster Handel zu Ksngo. Der König wird be- Vorgegebene Erscheinung. Mani Pangos stolzekehrt. Aufnahme der Portugiesen am Hofe. Gesandtschaft. Der König wird verlassen, siegetDer König, Prinz, und verschiedene Herren wer- aber doch. Pango kömmt um, und die Aufrüh-dcn getauft. Unruhen, die darüber entstehen, rer unterwerfen sich. Ki-rche von Santa Cruz.Der König ist im Glauben wankend. Sein Tod. Alle Mokissos werden zerstört. Ladung vonSein zweyter Sohn Mani Pango empöret sich. Mönchen.

ErsterHandel ^OpeZ erzählet die Einführung der römischkatholischen Religion in Kongo folgendergestalt.nach Kongo. ^ Don Juan ll, König von Portugal!, schickte verschiedene Schiffe aus, Ostindien zuentdecken. Als diese die Eylande des grünen Vorgebirges, und Sr. Thomas gefundenhatten: so liefen sie längst der Küste hin, und giengcn an den Fluß Zaire, wo sie gutenHandel lind leutseliges Volk fanden «). Die Handlung zu erhalten, schickte er nachgehendsandere Schiffe, welche verschiedene Portugiesen zurück ließen, zu handeln, und die Sprachezu lernen. Unter diesen nun befand sich auch ein Geistlicher. Der Herr von Sogno, einBetter des Königs nahm sie auf; sein Sitz war in dem Hafen praza, innerhalb der Mün-dung des Flusses Zaire. Der Priester bediente sich der großen Hochachtung, welche die Leutefür ihn hatten, sing an mit dem Prinzen von der Religion zu reden, und bekehrte solchenzuletzt, daß derselbe ihn auch in seinem Hause behielt.

Bekehrung Als der Prinz von Gogno dieß bey Hofe bekannt machte, so ließ der König dendes Königs. Priester fordern, und dieser wirkte soviel bey ihm, daß er gleichfalls versprach, ein Christzu werden, und mit den abgehenden portugiesischen Schiffen an den Don Juan umeinige Geistlichen schrieb. Der Priester ertheilte dem Könige gleichfalls, in einem Briefe,

von

O Vielleicht der vorerwähnte König von Kongo, /,) Das waren die Schiffe, die im Jahre 1488bimamamba. unter Diego oder Jacob Lam geschickt wurden.

Siehe I Band a. d. 51 S. Andere nennen ihn6) Merolla auf der 619 u. f. S. Jacob Lano.