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Fünfter Band.
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und den angranzenden Landern. XII Buch VIII Cap. 75

In Rongo giebt es verschiedene Arten fruchtbarer Bäume. In pemba nähret sich ttatur--der größte Theil des Volks von Baumfrüchten, als Citronen, Limonien und besonders SesibichreOrangen, die sehr saftig und weder süß noch sauer sind; man ißt sie ordentlich ohne eini- ^onRongo .gen Schaden. Als eine Probe von der Fruchtbarkeit des Landes, sah Lopez einen großen Orangen.Schößling, der in vier Tagen aus einem Citronenkerne gewachsen war /). Limonien.

Nach Merollas Berichte, befinden sich in den Herrschaften von Sogno viel vor-treffliche Limonien, von denen ein Eyland insbesondere so fruchtbar ist, daß man in dem-selben keine andern Bäume findet, ausgenommen noch hie und da einen Orangenbaum. Aufdem Wege nach Singa trifft man große Wälder voll Orangenbäume an, die pormgie^fische genannt werden, aber wegen ihrer dünnen Rinde und ihres süßen Fleisches, eherchinesische sind.

Die Frucht des Baums Mabokkhe ist unsern Orangen nicht unähnlich, sehr rund, Mabokkhe.und hat eine dichte Rinde. Inwendig sind verschiedene Saamenkörner, wie im Granatapfel,aber nicht so ordentlich. Der Geschmack ist sehr angenehm, und nur etwas scharf; daherman sie insgemein Leuten giebt, die am Fieber krank sind, ihren Geschmack wieder in Ord-nung zu bringen, und den Mund zu erfrischen. Es giebt zweyerley Arten, eine große undeine kleine, die desto vollkommener ist.

Außer dem pichest, Banana und Mamai, die man in Brasilien findet, giebt Grafen,eö hier verschiedene andere fruchtbare Baume, von denen man den Grafenbauin amhöchsten hält. Die Frucht dieses Baums ist der Riesenbirne nicht unähnlich, und ihr äuße-res hat nichts besonders, inwendig aber ist sie weiß wie Milch. Ihr Saame ist wie eineBohne, und der Saft so angenehm, daß man ihn ordentlich Kranken giebt, ihnen den Ge-schmack wieder zu verschaffen. Der Verfasser hat auf den Gebirgen von Aongo verschie-dene dieser Bäume wild gesehen.

Die Rashiufruchr ist viel größer, als ein Apfel, und wenn sie reif ist, schön gelb Kashiufrucht.und Carmesin. Aus ihrem Kröbse nimmt man eine andere dunkelfarbene Frucht, die ge-röstet wie eine Kastanie schmecket und hitzig ist, da die erste gelinde und kühlend ist F).

Die Rolafruchr ist so groß, als ein Tannzapfen, und schließt andere Früchte, wie Kolafrucht.Kastanien in ihrer Schaale. Außer ihren andern Eigenschaften sind sie besonders wider Le-berkrankheiten gut, und man saget, die verfaulte Leber von einer Henne, oder dergleichenVögeln, würde wieder frisch und gesund, wenn man sie mit dem Fleische dieser Frucht be-sprengte. Es giebt dieser Früchte sehr viel, und sie sind sehr wohlfeil. Sie sind die ge-wöhnliche Speise. Lopez zahlet sie unter die Palmen H.

Merolla meldet, die Pflanze Rolas lieferte mancherley Früchte, in einem Car-mesinfarbenen Beutel (ihrer Schaale) eingeschlossen. Die Portugiesen schätzen sie so hoch,daß sie einem Frauenzimmer auf der Straßen dieselbe anbiethen; wenn sie solcher eine Ehre er-zeigen wollen -). Dapper meldet, die Schaale enthielte zehn oder zwölf Früchte, die Pflanzetrüge das Jahr einmal; würde sie aber zur Nachtzeit gegessen, hinderte sie den Schlaf L).

Die Guajavas sind den Birnen nicht unähnlich. Sie haben kurze Stengel, sind Guajavas.außen gelb, und inwendig fleischfarben. Wenn ihre Saamen, die fest anö Fleisch hängen,nicht so hart wären, so würde man sie noch höher schätzen /). Dapper meldet, diese Frucht,

K 2 die

F) Merolla am angef. Orte a. d. 654 u. f. S,

pigafctta auf der irr, Seite. -l) Vgilby auf der 494 Seite.

») Merolla am oben angeführten Orte. /) Merolla am angeführten Orte.