Band 
Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda Fuy. M Buch H Cap. »27

Der erste Ort, wo die Holländer angebaut haben, war im Tafelthale. Als sie sich aber r 71zbald über den Tafelberg erstreckten: so richteten sie unweit des Salzflusses ein Fort von Holz und , D>olbc. .Erde auf, in welchem eine Wache gehalten wurde, damit sich das Vieh nicht verlöhre, und Ersterdie Hoktenroten es nicht stöhlen: sie heißen es daher kehre die Ruh um. Eben in die- Wohnplatz.ser Absicht richteten sie unweit des Forts einen Stall für hundert und fünfzig Pferde undeben so viel Leute auf, die im Nothfalle aufsißen und nachsetzen konnten.

Als sich die Colonie weit in das Land um den Salzstuß ausgebreitet hatte, ward das Staatsge-Fort unnütze, und gieng bald ein: ein ziemlicher Theil des Stalles aber steht noch, und dienet fängniß.Verbrecher aufzunehmen; die von den Holländern zu gewissen Zeiten hieher aus Indienverbannt werden. Zu des Verfassers Zeiten hielten sich einige indianische Prinzen in die-sem Stalle auf, die von der Regierung von Bakavia auf fünf Jahre verwiesen waren.

Sie nährten sich bloß von ihrer Arbeit, und wurden, als ihre Zeit aus war, mit einemSchisse der Gesellschaft zurück geführt.

Zwischen den Tafelbergsgarren und erwähntem Stalle, liegt ein angenehmes Land- Drsdt-undgut, das, wegen seiner Fruchtbarkeit, Hrodc und lVein heißt: auch befindet sich daselbst Weingut.Lonwens berühmtes Brauhaus, welches Jacob Lonwen aufgerichtet hat, der mit seinerFamilie, auf Kosten der Gesellschaft, nach dem Vorgebirge geführt ward, die Art zu brauen,die in der niederländischen Stadt Deventer gewöhnlich ist, daselbst einzuführen.

Nahe bey dem Busthberge steht ein schöner Landsitz, der von seiner Stifterinn, des Constantia-Statthalters van der Stellen Gemahlinn, Constantia ist genannt worden, die aber nicht Haus.so gefällig gegen ihren Mann war, daß sie ihm nach Africa gefolgt wäre. Von den ober-sten Fenstern vorn heraus ist eine schöne Aussicht über die Wiesen, Gärten und Landsitze,die den Capebürgern gehören, nebst der Tafclbay und dem Büstelthale, wo die Gesell-schaft vormals Vieh aufzog und schlachtete /).

Von dem Tafelberge fällt ein Strom herab, der an dessen Fuße eine der Gesell- Ströme,schüft zuständige Mühle treibt. Von da wird er durch große Röhren zu dem viereckichtenPlatze zwischen der Festung und der Stadt geleitet, wo er beyde durch Pumpen mit gutemWasser versorgt, und alsdann unweit dem Fort in den Hafen fällt 2).

Die Länge und Breite vom Tape, oder vielmehr von der Tapestadt, zu bestim- Breite vommen «), war eine von den vornehmsten Absichten von Hrn.Rolbens Reisen hieher. In Cape.Absicht auf die Breite bemerket er, daß die Seeleute sie in vier und dreyßig Grad, anderein vier und dreyßig Grad zwölf Minuten, wieder andere in vier und dreyßig Gradzwanzig Minuten, und noch andere in vier und dreyßig Grad dreyßig Minuten setzen. Erfand sie vier und dreyßig Grad fünfzehn Minuten südlich ö).

Die Länge des Vorgebirges, welche für die Schiffahrt sehr wichtig ist, ist zweymal Beobachte!vor Hrn.Rslbcn untersucht worden. Die französischen Jesuiten, Lontaney, Tachard Länge,und le Tompce, haben auf ihrer Reise nach Siam im Jahre 1685 zwo Beobachtungenvon Verfinsterungen des ersten Jupitertrabanten gemacht. Das letztem«! bemerkten sie

den

Rolbe im H Bande auf der 2 Seite- Vorgebirge, wo die Jesuiten ihre Wahrnehmungen

r) Ebenderselbe auf der 2z Seite. anstellten.

ä) Das Wort Cape, dessen sich Herr Rolbe 4 ) Rolbe im II Bande auf der 92 Seite,hier bedienet, bedeutet die Stadt oder Festung am