Band 
Fünfter Band.
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131
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Wenn der Wind heftig nach dem Ufer weht, so überschwemmet die See dieses Thal, »71;und führet unsäglich viel Fische mit sich, die meist fortkommen; etliche wenige sterben, wenn Rolbe.das Wasser des Teichs seine natürliche Süßigkeit wieder erhält, r). ' ^ '

Die Berge von dem Horcemorenhollande, darunter die Hanglippe einer ist, sindviel höher, als der Tafelberg, und wie derselbe, so lange der Südostenwind weht, mit ei-ner weißen Wolke bedeckt «'). Mitten im Hoccemotenhollande befindet sich der Schafe Schafbergberg, der beständig mit Grase bedecket, und mit Schafen versehen ist. Von seinem Gi-pfel hat man eine schöne Aussicht in die Tafelbap und über die Schiffe. Deswegen Adrianvan der Stel hier ein Lusthaus aufrichten wollte. Er ward aber wegen seiner Übeln.Wirthschaft, Rechnung abzulegen, nach Europa gefördert, ehe er solches ins Werk richtete»

Hottentotenholland ist die fruchtbarste und angenehmste Gegend der Stellende- Boden undschischen Pflanzsiadt. Erwähnter van der Stel zog unsäglichen Vortheil aus den gro- Nächte,ßen Kornfeldern, Weinbergen und Gärten; sein großes Vieh war auf zwölfhundert undsein kleines über zwanzigtausend gestiegen; er besaß mehr als dreyßig Meilen Land, ost-wärts nach Terra de lsslaral, wo er verschiedene große Plätze zur Viehzucht hatte. InHottentorenholland führte er außer andern kostbaren Gebäuden, auch ein großes Castellauf, welches er nachgehends, als seine Güter eingezogen wurden, auf eigene Kosten schlei-fen mußte.

Im Anfange dieser Einrichtung hatten die Holländer ein viereckichtes Fort von Erde, Viereckichtesnicht weit von der Seite von Falzobay, mit vier Stücken besetzt; die Colonie auf dieser §ort.

Seite gegen die Hottentoten zu vertheidigen, und dem Vorgebirge Nachricht zu ertheilen,wenn sich ein Feind in der Bay sehen ließe: aber jetzo ist es eingegangen.

Dieses Quartier enthielt vormals viel wilde Thiere, die aber niedergemacht und Wildedurch das Schießen in entferntere Gegenden vertrieben sind. Daher man hier selten welche, Thiere,als allerley Arten Hirsche und Ziegen sieht.

Durch dieses Quartier laufen drey Flüsse, die in den Bergen entspringen, und in die Lorenzfiuß.Falsöbap fallen. Der vornehmste heißt von einem darinnen ersoffenen Menschen, derLorenzstuß, und fließt bey des van der Stel geschleiftem Castelle vorbey. Sein Quell istauf dem Berge, die an einen andern, Namens Aehrum, stoßen; welcher Name von einemWege herrührt, der über sie nach der drakensteimschen Pflanzstadt geht, und verschie-dene Wendungen hat, Abstürze und ein Labyrinth von Felsen zu vermeiden. Da dieserFluß in der Regenzeit oft austritt, und gegentheils zu dürren Zeiten oft ganz trocken ist: somachte Adrian van der Srel ein weites Becken unter die Berge, das HerabfließendeRegenwasser aufzufangen. Dadurch kam er der Ueberschwemmung, zu der einen JahrS-zeit, und dem Wassermangel zu der andern zuvor. Das Wasser ward aus diesem Behälterdurch einen großen Canal in sein Weinhaus geleitet, von dar es zu einer Wassermühlegieng, die er, sein Korn zu mahlen, in der stellenbosthisthen Colonie hatte, und end-lich läuft der Strom in den Lorenzfiuß , der am Fuße der Schafberge vorbeygeht.

Seine Mündung ist sehr weit und voll Fische.

Keiner von den beyden andern Flüssen, die bey verschiedenen schönen Ländereyen vor- Es sind dabey fließen, hat einen Namen; sie haben auch bey weitem nicht soviel Wasser, als voriger, keine, als

R 2 Man Seefische.

e) Rolbe im H Bande a. d. zo u. f. Seite. </) Ebendaselbst auf der »7 Seite.