Band 
Fünfter Band.
Seite
182
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Rolbe.

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JahrSzeitenund Lust.

Witterung.

Tafelwolke.

182 Beschreibung der Länder vom Vergeb, der guten Hoffnung

Das V Kapitel.

' Naturgeschichte -er Länder am Vorgebirge der guten Hoffnung.

Der l Abschnitt.

Voll der Luft, dem Wasser, und den Mineralien.

i. Jahr-szenen und Witterung am Vorgebirge.

HahrSjelten und Lust. Wetter. Tafelwolke. Ihre Beschaffenheit und Wirkung. Erklärung.

Europäer am Vorgebirge sehen das Jahr, als in zwo Jahrszeiten getheilt an,die sie Monjons nennen; der nasse Monjon, oder Winter, und der trockneN7onsön, oder Sommer. Der erste fängt, mit unserm Frühjahre, im März an;der letztere im Herbstmonate, wenn sich unser Sommer endiget. In dieser guten Zeit herr-schen ordentlich die Südostwinde, die zwar die Luft erheitern, aber auch den Schiffen be-schwerlich sind, die aus Europa kommen, und in die Tafelbay einlaufen wollen. In derschlimmen Jahrszelt, ist das Vorgebirge den Nebeln sehr unterworfen, und die Nordwest-winde , nebst dem Regen, verursachen, daß die Einwohner zu Hause bleiben a). Doch läßtsolches oft nach, und es giebt viel Tage, da Sonnenschein ist, bis in unsern Brach-undHeumonat, da es fast beständig regnet, und von diesen Monaten an, bis in den Sommer.Das Wetter im Winter ist kalt, rauh, und sehr unangenehm, aber nie strenger, als inDeutschland im Herbste. Wasser friert nie dicker, als eine halbe Krone; und sobald sich dieSonne sehen läßt, vergeht das Eis. Donner und Blitz sind selten, ausgenommen umden Wechsel der Jahrszeiten, im Herbstmonate und März, jedoch thun sie keinen Schaden ä).

Auch die Südostwinde, die den Sommer hindurch sehr heftig wehen, und Wolken vonStaube erheben, sind nicht ganz ohne Unbequemlichkeit; sie rasen manchmal zu acht Tagen,und ganzen Monaten, während welcher Zeit die Luft auf dem Vorgebirge allezeit heiter, undder Himmel ohne Wolken ist, ausgenommen die Windwolke auf den Tafel-und Teufel-bergen, die der Aufenthalt, und das Zeichen eines Sturms ist. Gegentheils ist bey denNordwestwinden, die der Winterjahrözeit eigen sind, die Luft auf dem Vorgebirge dichund voll schwerer Regenwolken.

Sollten die Südostwinde im Sommer drey oder vier Tage zu wehen aufhören, so würdedas Seegesträuche aus Land treiben, daselbst verfaulen, und die Luft verderben: daher sinddie Capeeuropaer mit Kopfschmerzen, und andern Krankheiten geplagt, die sie nicht empfin-den, wenn diese Winde wehen; gegentheils aber, verursachet ihnen die Heftigkeit dieserWinde, nebst der Sonnenhitze, böse Augen r).

Die merkwürdigste und sonderbarste Lusterscheinung aufdem Vorgebirge, ist die Wolke ^),hie ordentlich die Tafel- und Teufelberge bedeckt, und der Ursprung dieser heftigen Südost-winde

a) Rolbe ll Band auf der grr und folg. d.

Derselbe auf der 294 Seite,c) Siehe oben auf der 166 Seite.

«/) ^equak heißt sie irrig einen Nebel.

e> Manche sagen, sie sey anfänglich nicht größer,als ein Gerstenkorn, werbe darauf so groß. als einewelsche Nuß, und bedecke endlich den ganzen Gipse!des Tafelberges.