bis nach Capo Guarda Fuy. xm Buch V Cap. 185
lich kalt, daß sie auch in Gefäßen aufbewahrt diese Eigenschaft behalten, und man einen 1714Schauer empfindet, wenn man sie trinket. Ao lbe.
Einige Wasser hier sind warm, andere völlig heiß. Es giebet dergleichen zwey ^ '
rühmte warme Bäder, dreyßig Meilen vom Vorgebirge, die der Verfasser oft besucht hat H.
Wir haben drey warme Quellen in der Colonie Xaveren ss) schon erwähnet, von Warmedenen die am schwarzen Berge am meisten besucht wird. Es giebt zweene Wege dahin; Bäder,einer geht durch Drakenstem, über den beschwerlichen Berg, und den Fluß ohne Ende,nach Anoblanks, oder Rnoblauchkraal. Der andere geht durch Hottentorrenholland,und über die dazu gehörigen Berge, durch Hour-Hoeck, das ist, Waldecke. Vondar führet er über vier kleine Flüsse, unweit ihrer Quellen, und geht weiter nach Bobmies,
Lraal, oder Wasserkraal, fort, welches letztere nur eine Stunde vom schwarzenber-gischen Bade ist.
Die Dammerde dieses Berges ist kohlschwarz, leicht, klebricht, fett, und so weich,daß die Pferde im Hinaufgehen einsinken; daher man zu Fuße hinauf steigt. Man hält denBerg für hohl, weil das Badwasser mit großem Getöse in eine Höhle fällt, und unter derErde wegläuft, ohne daß man weis wohin. Aolde fand sechszehn Fuß tief noch keinenGrund. Es entspringen auch warme Quellen aus verschiedenen in den Berg gegrabenenHöhlen. Ihre Oberfläche ist mir einer blaulichren fetten Haut überzogen, und an den Seitensetzet sich ein zartes lehmichtes Wesen, das getrocknet den Malern start Ocher dienet.
Diese Wasser sind klar, wie Krystallen, und schmecken starker nach Eisen, als andere, Beschaffen,die der Verfasser gekostet hat, doch sind sie noch angenehm. Man wendet sie zu allem Ge- bcnmidbrauche an, nur nicht zum Waschen; denn sie geben dem Leinenzeuge eine gelbe Farbe, die ^"'kungen,nie ausgeht. Wenn man ins Bad geht, so wird man von einem fast unerträglichen Brennenüberfallen, besonders wenn man sich nach und nach hinein begiebt; dieß aber geht bald vor-über, und das Wasser verursacht alsdann eine sehr angenehme Empfindung; doch muß manin fünfoder sechs Minuten herausgehen; denn es erhebt den Unterleib, und zieht ihn derge-stalt zusammen, daß man fast den Athem verliehet. Man erhält solchen wieder, wenn mansich sogleich zu Berte leget, da man in einen gelinden Schweiß verfällt, und mit einer Mun-terkeit, über die man sich selbst verwundert, nachgehends aufsteht. Wenn man sich allevierzehn Tage einmal badet, so wird der leib durch Stuhlgang, Schweiß, manchmal auchdurch Brechen, vollkommen von allen Uebeln gereiniget. Aolbe kannte eine Person, diedadurch ihr Gehör wieder erhalten hatte; einen andern, der an einer Lähmung seines Armswar geheilet worden; und ein Weibsbild, der' das Bad von der venerischen Seuche geholfenhatte, nebst verschiedenen andern, denen es bey Krankheiten, die aus mancherley Zufallenzusammen bestunden, gut gethan hatte e).
Der Verfasser glaubet, das Wasser am Vorgebirge gebe keinem andern an Reinigkeit, Vortrefflich-Süßigkeit, und Gesundheit etwas nach; die Capeärzte, oder besser Wundärzte, haben es ^ des Ca-fast in allen Fällen heilsam befunden. Verschiedene dänische Befehlshaber versicherten ihn Prassers.
ebenfalls,
gissen heißen dieses Gesträuche unstreitig daher c) Rolbe I Band auf der 2a und 280 undTromba, oder Trompeten. Siehe die Figur. folgenden Seite.
^ Siehe oben auf der IZ9 S.
S Rolbe am oben angef. Orte, auf der ^lbe „»f der 28,sten und folgenden
und folg. Seite. Seite.
Allgem. Reiftbeschr. V Band. A a