Band 
Fünfter Band.
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bis nach Capo Guarda Fuy. xm Buch V Cap. 195

wunden, aber die Enden sind gerade, glatt und zugespitzt. Kopf und Hals sind schön; der 171;.obere Kinnbacken ist größer, als der untere; die Füße sind lang und schlank; der Schwanz Rolbe.

'st etwa einen Fuß lang, und das Haar weich, gelinde und aschfarben. Das Fleisch schmecket' " '

wie gut Rindfleisch; sie klettern auf den höchsten Felsen, und gehen durch die schwerstenWege; ihr Tritt ist enge und schnell; eines wiegt ordentlich etwa vierhundert Pfund.

Wie sie sich oft in die Gärten machen, so fangen die Weißen sie hier, wie in America, mitSchlingen /).

Sie haben hier zweyerley Esel, von denen einer den europäischen völlig ähnlich ist;der Cape wilde Esel aber, wie sie ihn hier nennen, scheint diesen Namen nicht zu verdie- Cape wildernen, da es die schönsten wohlgestaltesten und lebhaftesten Thiere sind, die der Verfasser ge- Esel,sehen hat, und den Eseln nur an den Ohren gleichen ^). Sonst sind sie durchgängig denPferden ähnlich, und so groß, als ein Saumroß. Seine Füße sind schlank und wohlgestal-tet, das Haar aber ist gelinde und glatt. Längst dem Rückgrade strecket sich von seiner Mähnebis zum Schwänze ein schwarzer Streif^von welchem nach den Seiten zu weiße, blaue undkastanienfarbene Aeste gehen, die in Kreisen unter dem Bauche zusammenkommen; dieseFarben verlieren sich auf eine sehr angenehme Art in einander ^). Die Füße und die Oh-ren, nebst der Mähne und dem Schwänze, sind ebenfalls mit kleinen Streifen von eben denFarben gezieret. Er ist so schnell, daß ihm kein Pferd gleich laufen kann; und weil er schwerzu fangen ist, so gilt er viel. Nach Tellez Berichte, gab der große Mogol zweytausend Du-rsten für einen. Nauendorf aber meldet, der Statthalter von Baravia hätte einen,mit dem ihn ein abassmischer Gesandter beschenkt hakte, dem Kaiser von Japan geschickt,wofür dieser Monarch der Gesellschaft zehntausend Tael Silber und dreyßig Schlafröcke,zusammen hundert und sechzig tausend Kronen am Werthe, gesandt hätte. Kolbe sah inden Capeländern oft ganze Heerden dieser Thiere §).

Dieses Thier ist unstreitig das Zebra, das auch in Kongo H und andern Theilen ist mit demvon Africa gefunden wird. Tachard meldet, es gäbe hier Pferde und Esel von außeror- Zebra einer«-deutlicher Schönheit. Die ersten haben einen kleinen Kopf und sehr lange Ohren. Siesind über und über mit schwarzen und weißen Streifen bedeckt, die von ihrem Rücken aufden Bauch gehen, und etwan vier oder fünf Finger breit sind. Er sah die Haut eines sol-chen Thieres, die man gekauft hatte, um sie nach Frankreich zu bringen. Von den Eseln,saget er, es gäbe dergleichen von allerley Farben. Sie haben einen langen blauen Streif,der vom Kopfe bis an den Schwanz geht. Der Leib ist, wie bey dem Pferde, vollerbreiten Streifen, die blau, gelb, grün, schwarz und weiß, alle sehr lebhaft von Farbesind «). Gäbe es auch so gezeichnete Pferde, sowohl als Esel, am Vorgebirge, so scheintes, sie hätten Kolben nicht sollen unbekannt seyn. Seine Zeichnung ist von Tachardsseiner etwas unterschieden, und in des letzter» Schrift heißt es der Zembra oder wilde Esel.

Unter Zembra aber müssen wir Zebra verstehen.

Kolbe saget, man sähe bisweilen in den Capeländern wilde Pferde, aber in den Co-lonien sey nicht eines zu finden, weil man sie nicht eher entdeckt habe, als bis die Colonien

Bb 2 schon

jhrichten Pferden in Deutschland, gestutzt werden. r ) Siehe oben auf der 86 Seite.

r) Siehe da« Kupfer. Teil Rhpne saget, es «) Tgcbards Reise nach Siam auf der 65sten

sey nur über und über weiß gestreift. Seite.

») Rolbe im H Baude auf der 109 u. f. Seite. a?) Sieh« das Kupfer.