zz2 Reiseiiznach dem Reiche China.
16 6 6 fünf Stücke auf sie gelöset wurden, nahinen sie die Flucht. Man erblickte auch vier undMontanas. zwanzig große Junten um die Eylande herum: sie unternahmen aber nichts wider das be-
'----sagte Schiff. Zwo Junten warfen in dem niederländischen Hafen Anker. Als darüber
Lärm entstund: rüstete der Statthalter zu Min ja zen verschiedene Junten aus, umden Feind von der Küste abzutreiben.
Chinesische Den Uten fanden sich die Holländer bey dem wayang «) oder Spiele des Unterkö-Wayangs. nigs ein. Man hatte sie hierzu eingeladen und gebethen, daß sie ihre Spielleute mitbrin-gen möchten. Der ganze Tag wurde mit beständigem Schmausen und mit Lustbarkeiten zu-gebracht. Den nächstfolgenden Tag, um die Mittagszeit, kamen zween Mandarinen vondem Feldherrn, und wollten die chinesischen Güter abfordern, die man zurück behalten hakte.Der Gesandte aber weigerte sich, sie auszuliefern, weil dieses eine Sache wäre, die nicht inseinem Vermögen stünde. Hierüber fielen zwischen beyden sehr hitzige Reden vor. An ebendiesem Tage kam der Factor des Ta lau ya, und bath Seine Excellenz, daß sie dero Gegen-wart noch einem andern NDayang auf den izten gönnen, und ebenfalls ihre Musik mitbrin-gen möchten. Als sie an dem bestimmten Tage, in der Wohnung des Feldherrn anlang-ten , fanden sie ihn auf einem Stuhle an einem Tische sitzen. Ihm zu beyden Seiten stun-den noch andere Tische, welche mit Schüsseln besetzet waren. Der Feldherr trank sehr stark,und zwischen den Gangen wurden kleine Lustspiele vorgestellet. Endlich mußte sich die Mu-sik des Gesandten hören lassen, und der Feldherr war sehr vergnügt darüber.
Der General Kurz vor ihrer Abreise redete Seine Herrlichkeit mit dem Ta lau ya, wegen seinerverlanget Anforderung auf die verfallenen chinesischen Güter. Dieser sagte, er hätte deswegen mitdem Unterkönige gesprochen, und beyde hielten es für eine unanständige That, daß sie die-selben den armen Leuten vorenthalten wollten. Er verlangte daher, man sollte sie wiederumheraus geben. Van Joorn antwortete, er wollte sich in keinen Streit mit dem Feldherrndeswegen einlassen: er könnte und dürfte sie aber nicht wiederum heraus geben, weil sie derRegierung zu Batavia verfallen wären. Doch fügte er hinzu, daß, wenn er sie ihnenmit Gewalt abnehmen wollte: so könnte er solches thun. Hierauf lenkte der Ta lau yadas Gespräch auf etwas anders, und sagte zu ihm, daß eilte Junke von Batavia bey Kan-ton verschlagen worden wäre.
Den ryten begegnete der Secretär zweenen Holländern, welche sich auf Tragsesteln zudem Feldherrn tragen ließen. Sie nahmen ihre Hüte vor ihm ab, hielten aber nicht stille.Sie kamen von Sau ehe foe o), wo zwey holländische Schiffe eingelaufen waren. De»24 sten kam der Dollmetscher des Feldherrn, und meldete dem Gesandten, daß die Fahr-zeuge, Pferde, Aulyes, und alle übrige Erfordernisse zur Reise, in Bereitschaft waren.Er wollte wissen, wenn er sich vorgesetzet hätte, abzugehen, und wunderte sich, wie eSkäme, daß sich die Holländer setz» so lange verweilten, da sie zuvor so eilfertig zu seyn ge-schienen hätten. Seine Herrlichkeit erwiederte, daß, ehe er abgehen könnte, die Güterfür den Li po vi an das Land geführet, und der Handel zu Stande gebracht werden müßte,die verfalle, weil tToble mit ihm gehen sollte. Indem sie noch mit einander redeten, kamen die beydennen Güter. Mandarinen wiederum zurück, und brachten von dem Feldherrn eine Verordnung an den
Gesand-
») Zn einer andern Stelle wird es durch ein Fest übersehet; in einer zweyten durch ei» Spiel;und in einer dritten durch ein Fest oder Spiel.