XIV Buch IV Capitel. ZZ5
Feldherrn darüber zu Rathe ziehen. Als man ihm aber meldete, daß es unmöglich länger 1667aufgehalten werden könnte, sondern entweder mit oder ohne Erlaubniß absegeln müßte: so Momanusversetzte er, man möchte das Schiff nur in geheim in die See stechen lassen; doch bäthe er,'man möchte von den kleinen Zwistigkeiten, die unter ihnen entstanden wären, keinen Be-richt nach Batavia abschicken. Den i8ten ertheilte der Feldherr noch drey andern SchiffenErlaubniß, abzusegeln.
Den nächstfolgenden Morgen kamen vier Mandarinen in die holländische Behausung,zweene von dem Unterkönige und zweene von dem Feldherrn, um auf die Gesundheit dessel-ben und dessen gutes Glück zu trinken. Sie unterrichteten auch die Holländer, wie sie sichzu pekmg verhalten müßten. Hernach ließen sie auch zweene chinesische Dollmetscher beyihnen zurück, welche zugleich Kundschafter aller ihrer Handlungen seyn sollten. Man gabihnen auch den Rath, nichts vorzunehmen, worüber man diese Dollmetscher nicht zu Rathegezogen hätte: denn sie wüßten die Gebräuche des Landes, und was am besten zu thunwäre. Die Holländer versprachen, sich nach der Anweisung des Unterkönigs und des Feld-herrn zu richten, und beschenkten jeden Mandarinen mit einem Stücke Kronscharsche ^).
Der H Abschnitt.
Reise des Gesandten von Fu chew fu oder Hok syew nach Hörig chew fu.
Der Gesandte segelt ab. Gefährliche Fahrt. Erkämmt nach Den ping fu. Des Generals Syowbon kok, Höflichkeit und ertheilter Rath. Denping fu wird beschrieben; wie auch die StadtKyen ning fu. Volkreiche Landschaft. Pu
ching hyen. Sie reisen zu Lande; kommen indie Provinz Ehe kyang, und nehmen wiederumWasser ein. Kyu chew fu. Lan ki hyen. Nyenchew fu. Fu yang hyen. Sie kommen zuHang chew fu an.
A>en 2ostcn Ienner, des Morgens, da alle ihre Güter und Nothwendigkeiten, auf acht DerGesand-
und dreyßig Barken, am Bord gebracht und eingeschiffet worden waren, verließen te segelt ab.sie, als sich die Flut wieder einstellete, Lu chew fu s), und kamen gegen Mittag an dieBrücke von Hok strn ryow , zwo Meilen von Lam thay. Hier fandet, sie die Fahrzeugemit den Mandarinen, die sie begleiten sollten, vor Anker liegen. Des Abends kamen auchverschiedene andere hieher, und erkundigten sich, wie viel Personen in dem Gefolge des Ge-sandten zugegen wären? Als sie nun höreten, daß sich ihre Anzahl, fünf Negerjungcn miteingeschlossen, aus zwey und dreyßig beliefe, schränkten sie diese Zahl bis auf vier und zwan-zig ein, und sagten, daß weder der Unterkönig noch der Feldherr zugeben würden, daßmehrere Personen mitgiengen: denn man hätte dem Kaiser bereits gemeldet, daß dieses dievolle Anzahl seyn sollte ä). Einige Stunden hernach fuhren sie, mit ungefähr fünfzigBarken, den Fluß Min hinauf, und richteten ihren Lauf westwärts. Nachdem sie eineMeile weit fortgesegelt waren, kamen sie des Abends an eine Insel, die ungefähr einenCanonenschuß von dem Flecken Un wo no abliegt.
Den aasten segelten sie mit Anbruche des Tages wiederum ab. Gegen Mittag ließensie das Dorf Hou cong zur rechten Hand liegen. Nachmittage fuhren sie vo^den Dörfern
pe ryong,
welches einei, Grad und dreyßig Minuten mehrnach Süden zu lieget.
S) Der Gesandte hatte viel zu thun, um, we-gen der Anzahl seiner Leute mir dem General über-eil, zu kommen.