-
472
Reisen nach dem Reiche China.
16 c, scheu und chinesischen Präsidenten des Rathes, mit dem Data folgendergestalt angezeigt: DenBouvet. sechsten Tag des fünften Monats des zwey und dreyßigsten Jahres der Regie-'——Aung des Rang hi.
Er reiste an dem bestimmten Tage von pe king ab, welches der 8te des Heumonatsim Jahre 169z war, um sechs Uhr des Abends. Er schickte einen Bedienten voraus, demMandarin zu melden, daß er ihn an dem gesetzten Orte antreffen würde. Weil sie aber dieNacht drey Seemeilen unter pe king überfiel: so verirreten sie sich und wanderten neun oderzehn Stunden durch dicke und dünne, daß sie erst nach Anbruche des Tages zu Lyanghyang hyen anlangten, wo ihn der Mandarin erwartete. Kaum war er von seinemPferde abgestiegen, so mußte er wieder aufsitzen, diese Tagereise von hundert und vierzigLi, das ist zwo Stationen, jede von sieben Seemeilen, zurück zu legen.
Posten und In allen Städten auf den Heerstraßen befinden sich ordentlich I ma , oder Posthäu-
kaiserl.Her- ser, wo mehr als hundert oder hundert und fünfzig Postpferde fertig gehalten werden, undbergen. wenn diese zu weit von einander entlegen sind, liegen noch Posthäuser dazwischen. Wermit dem Rang ho reiset,der findet allezeit an denen Oertern, wo er zu Mittage oder Abendsspeiset, frische Pferde, und eine Herberge von dem Mandarin des Ortes fertig gehalten.Diese Rong quan, oder Herbergen, sollten zur Aufnahme großer Herren eingerichtet seyn:da sich aber in verschiedenen Städten, besonders denen, die der letzte Krieg zerstört hat, keinebefinden; so läßt der Mandarin das beste Wirthshaus, das zu finden ist, dazu einrichten, undmachet es damit zu einem Rong quan, daß er ein Stück rothe Seide, nach Art eines Vor-hanges über der Thüre befestigen läßt, und eine Tafel und einen Stuhl mit leicht bordirtenseidenen Decken hineinschaffet. Dieß ist jetzo aller HauSrath in den Herbergen der Großen aufihren Reisen. Niemals findet man ein Bette darinnen, weil die Reisenden solches mit sichführen, wo sie nicht aus einer bloßen Matte kalt und hart schlafen wollen.
Ehrenbezeu- Wenn sie in einer Stadt anlangten, so fanden sie ordentlich die Mandarinen außer dengunqei, auf Mauern, in ihren Cercmonienkleidern, sie mit Ehrenbezeugung zu empfangen. Kaum wa-der Reize, rm sie in ihrer Herberge, als sie von denselben besucht wurden. Außer dem daß sie die Ta-feln meist wohl versehen fanden, unterließ der vornehmste Mandarin selten, einem jeden nocheine andere Tafel voll Gebratenes und Gekochtes zu senden, damit sie ihre Begleiter versorgten.Denn außer ihren eigenen Bedienten, hatte ein jeder von ihnen vier oder fünf pey pauoder Ma pay, Postbediente, die vom Kaiser bezahlt wurden. Manche von diesen dienten
ihnen
5) Tong ngo hyen ist nach der Jesuiten Kar- chew, an einem Flusse, der ohne Zweifel einer vv»te etwa» zwölf Meilen Nordwest von Tang ping denen ist, über den sie ihre Pferde schwemmten.
Vpeg von Peking nach Ran ton,in Poststatisnen von fünf, sechs oder sieben Seemeilen eine jede.
Den Provinz pe chi li.
L Heum. von pe king nach
Lyang hyang hyen 7Seemeil.9 Tso chew - - 7
Sin ching hyen - 7
'o Hyong hyen - 7
Jin kyew hyen«Heum.Ho kyenfu12 Hyen hyen
LuchwangL -Fu ching hyeniz Ring chew
7Seemeil.
7
6
6
Z
6
Lore,