490 Reifen nach dem Reiche China.
g Meilen lang, mit guten Häusern, und nicht weit davon eine andere kleine Vorstadt, nachGemclli Art eines Dorfes. Die Hökm schreyen daselbst ihre Waare nicht auf den Straßen aus,LarexL. sondern man kennet sie an dem Klänge verschiedener Instrumente. Die Handwerker thun^' eben das. Zum Exempel, die Barbierer tragen ihre ganze Barbierstube an einer Stange,an deren einem Ende die Feuerpfanne und das Becken, an dem andern ein Stuhl zum sehen,mit andern Nothwendigkeiten hangt; und man kennet sie an einer Zange, auf der sie spielen.
Ankunft zu Er segelte den 8ten ab, und gieng bey den Städten Tu kyen und Du ku hpen /)
Nun king. vorbey, welches leßte eine große Stadt ist. Beyde liegen rechter Hand und haben einenguten Hafen. Den itten langte er in der Vorstadt von Nckn king an, durch welche Ge^melli einige Meilen nach dem Hause des Herrn d' Argoli, eines Venetianers, Bischofsvon Nan king, gieng. Dieser versorgte nebst zween andern reformirten Franciscanern dasMiffionswerk
Der ll Abschnitt.
Des Verfassers Reise von Nanking nach Peking.
Größe von Nun king. Große Klocke. Wunder- chew. Syu chew. Bewachung in den Gasthöfen,barer Tempel und Thurm von Pau nghen su. Tsu hym, Zen kye su. Tong ping chew. Kau langGrab eines Kaisers. Stinkender Handel. Ab, chew. King chew. Hokyenfn. Iin luew hyen.reise von Nan king. Stadt Pe kcw. Unqestü- Hyong hym. Cho chew. Ankunft zu Pe king. Be-mes Wesen der Tartarn. Stadt Swi kew. schreibung der Stadt. Er geht in den Pallast. HatEs ist wohlfeil zu reiftn. Lin whi hyen. Nansu Audienz bey demKaiser. Geburtstag derKaiserinn.
Große von 5^anking kann, nachGemellis Rechnung, nicht über sechs und dreyßig Italienische Mes-
Nan king. ^ len im Umkreise haben, obwohl Herr d'ArgSli vierzig, und le Comce acht und vier-zig angeben. Die Vorstädte, nebst der schwimmenden Stadt, sind fast auch so groß.Der Bischof meldete ihm, die Mandarinen hatten in der Stadt acht Millionen Thüren, oderHäuser, gezählt, welches, vier Personen auf ein Haus gerechnet, zwey und dreyßig Millio-nen Menschen ausmachet.
Der Verfasser sah diese Nachricht als falsch an; (wie er denn auch vielleicht Rechthat) ob sie schon von einem apostolischen Missionär kam. Gleichwohl meldete ihm FraterDssorio, ein Portugiese, zu Peking, er habe solches nicht als eine Unwahrheit anzusehen,da ein französischer Jesuit, wenig Jahre zuvor, voll Erstaunen über die Menge des Volks,gestanden hätte, es enthalte mehr Menschen, als ganz Frankreich; und Frater Barcslirechnet dreihundert Millionen im Reiche ^). Es giebt hier viel Muhammedaner, dieaus der großen Tarkarey kommen.
Große Klocke, Der kaiserliche Pallast befindet sich in der Citadelle, ist aber nicht sehenswerth. DieStraßen sind weit, und gut gepflastert; die Canäle häufig, die Häuser sauber, und dieKramladen reich. In dieser Stadt wird der Seidenhandel getrieben ä). Gemelli sahhier zwo wundernswerthe Klocken, eine in Ehren lyerv, die ihrer »»gemeinen Schwerewegen zur Erde gefallen war. Ihre Höhe war eilfFuß, und der Umkreis zwey und zwanzig.
Sie
der Grundschrift U xu shieU. lion Mehr, als andere Misiivnarien rechnen.
Gemelli auf der r88 nnd fvlg, Seite. Die Nachrichten, die Gemelli von demZn-
«) Das ist, wie der Verfasser saget, eine Mit- stände der Gelehrsamkeit und des Handels ertheilt,
werden