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Fünfter Band.
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XIV Buch XI Capitel. 495

auf vier gekrümmten Stäben, auf dem Rücken trugen, und ins Feld giengen, die aufflic- 169;genden Wachteln zu fangen, wozu das Netz niedrig getragen ward. Hierauf giengen sie in Gewellteinem Boote über den Fluß K), nach Un chang kyay. Lareri.

Den 2zsten speisten sie zu Lin ehren, und hielten, fünfund dreyßig Meilen davon, ihr ^ ^

Nachtlager zu Sha ho tyen. Der Wirth hatte hier zur Erfrischung ordentlich einen Kestelmit Wasser fertig, in dem manchmal große Bohnen und andere Hülsenfrüchte gekocht sind, bergen. °daß sich die Reisenden waschen und davon trinken können, wenn sie keinen Thee haben, undsolchen auch nicht zu kaufen vermögen; denn auch in dem heißeste« Wetter gebrauchen siekalt Wasser, weder zum Trinken, noch zum Waschen, und wundern sich, daß die Euro-päer solches thun.

Weil in diesen kalten Gegenden kein Reiß wachst: so ersetzen sie den Mangel mit Weizen,und machen daraus, mit sehr klein gehackten Zwiebeln, Brodt. Sie backen solches in einemKessel, in welchen sie kreuzweis Stäbe legen, daß das Brodt darauf liegt, welches lauterTeig bleibt, und wie Steine im Magen liegt. Andere geben ihren Gästen dünne Kuchenvon gekochtem Teige, oder ihr Taufu, das ist, gestoßene Bohnen, in einen Teig gemacht,und gekocht, die statt einer Brühe dienen, ihr Fleisch darinn zu tunken. Sie machen sol-ches auch aus Weizen, und andern Zuthaten.

Den 26sten reisten sie dreyßig Meilen, speisten zu Ayay ho i, und giengen denAbend Tsu hyen.durch das Städtchen Tsu hyen /), welches ummauert ist. In de^Vorstadt befindet sich 2en kye fu.ein großer viereckichter, eingeschlossener Platz, in welchem verschiedene Tempel mit wunderbargestalteten Götzenbildern stehen. Die Nacht blieben sie in der Stadt Tun tan tyen.

Den Tag darauf giengen sie frühe durch die Stadt Jen kye fu >»), die, wie alle dieübrigen, in einer Ebene lag; denn die Chinesen bauen nicht auf Hügel. Die Mauern er-strecken sich auf vier Meilen ins Gevierte, und es befindet sich eine schöne starke Brücke da-selbst. Sie speisten in der kleinen Stadt Rau hyo, und hielten, nach einer Reise vondreyßig Meilen, ihr Nachtlager zu Irven fhang hyen »), einer nicht allzu volkreichenStadt. Die Mauern gehen auf drey Meilen herum, und schließen Gärten und Felder mit ein.

Den 2gsten giengen sie durch die Stadt Tong ping chew 0), die anderthalb Meile Tong pin.,lang, und eine Meile breit ist; aber viele Felder und wüste Häuser mitgerechnet. Die übri-gen sind von Ziegelsteinen gebaut, und mit Strohe gedeckt, die Mauern aber von Erde.

Das Nachtlager war in einer kleinen Stadt, Ayerv hyen /), und die Tagereise betrug inallein dreyßig Meilen.

Nachdem sie den 29sten, des Morgens früh, durch die iwtadt Tun czs fhe , die in einelange Mauer von Lehm eingeschlossen, und nicht sehr volkreich ist, gegangen waren, und überden Fluß Tungo » 9 , weil die Brücke zerbrochen war, in einem Boote gesetzt hatten: sosteiften sie zu Tunchem, und herbergten zu Ghi pin hyen. Da auf diesem ganzen Wegekeine Berge sind, die Todten darauf zu begraben: so bepflanzen die Chinesen viereckichtePlätze mit Cypressen oder andern Bäumen, in deren Mitten sie das Grab machen, undErde darüber aufhäufen. Bey Nacht befindet sich eine Wache in der Stadt, die beständig

zwey

»9 In der Jesuiten Karte: Jen cbew fu.

«) In der Grimdschrifk: Uuen shian shien.a) In den Karten, aber in der UrbersehnngTun pin kieu.

/-) Befindet sich nicht in den Karten,y) In de» Karten: Tong go hyen.»-) Vielmehr Tungho oder Tcngho.