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Dreyzehnter Band.
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i6 Reisen und Entdeckungen.

Christoph freundlichste, beschenkte sie, und gab ihnen sodann die Freyheit, zu ihren Landesleuten um-Lolumbus. zukehren. Diese Aufführung machte sie im Augenblicke vertraulich. Sie kamen an die. , Caravellen, einige schwimmend, andere in Nachen, die sie Canoas benennten. Sie hat-

<^l (8 st lt schwarze buschichte Haare, die wie Zöpfe mit einer Schnür um den Kopf gebunden-»re e> a . Doch ließen auch einige ihre Haare um die Schultern fliegen; die meisten waren

schlank vom Leibe, von angenehmer Gesichtsbildung, hatten eine breite Stirne, lind eine §»i-vcnfarbe. Dabey waren sie auf eine wunderliche Weise bemalet, einige im Gesichte, ei-Zhr Erstau- nige nur an den Augen und der Nase, noch andere am ganzen Leibe. Unterdessen, danen über die bch die Castilianer über die Gestalt dieser Leute verwunderten, erstaunten die EinwohnerEuropäer. ^es nicht weniger darüber, daß es bekleidete Leute mit einem langen Barte gebe.

Das Eisen war ihnen dermaßen unbekannt, daß sie das erstemal als ihnen blankes Gewehr vordie Augen kam, einen Säbel bey der Schneide ergriffen, und nicht begreifen konnten, wo-her die Wunde rührte? Ihre Wurfspieße waren hölzern, am Feuer gehärtet, zugespitzet,und sehr artig mit einem Fischzahne bewaffnet. Ihre Nachen oder Canots waren ausge-holete Baumstämme. In manchen hatte nur ein einziger Mann Platz, in manchenwohl fünfzig. Sie regierten dieselbigen mit einem einzigen schaufelförmigen Ruder.Auch die größesten hatten so wenig Schwere, daß es den Einwohnern ein geringes war, siewieder aufzurichten, wenn sie umstürzten. Nachgehends schwammen sie nebenher, schöpf-ten das Wasser heraus, schwangen sich mit »»gemeiner Behendigkeit hinein, und fuhrenihres Weges davon, ohne die geringste Furcht oder Bestürzung an sieb zu zeigen. Die aller-schlechtesten Dinge waren kostbare Geschenke für sie. Die Insel selbst hatte Wasser, Bau-me und Pflanzen, aber soviel man sehen konnte, keine andere Thiere, als Papageyen.

Noch an eben diesem Tage ließ der Admiral alle seine Leute wieder an Bord gehen,und es begleiteten ihn viele Wilde dahin. Als man sie bey guter Muße durch Zeichen,Name, den sie darein sie sich gut zu schicken wußten, befragte: so erfuhr man, ihre Insel heiße Guana-ihrer Insel ge,ham, es lägen ringsherum viele andere, und die sämmtlichen Einwohner derselbigen trü-b"' gen den Namen Lucapos ä). Den folgenden Tag kamen sie in größerer Menge wieder,

brachten Papageyen und Baumwolle mit, und vertauschten sie gegen kleine Schellen, dieman ihnen um den Hals und die Beine hing, ja auch gegen Scherben von irdenen Ge-fäßen oder schlechtem Porcellane. Ein Stückchen Glas schien ihnen für fünf und zwanzigPfund Baumwolle im geringsten nicht zu theuer. Von einigem Schmucke hatten sie nichtsan sich, ausgenommen einige an die Nasenspitze geklebte gelbe Blättchen, die man garbald für golden erkannte. Auf Befragen, woher sie diese Zierrath bekämen? zeigeten sienach Süden, und gaben zu verstehen, es waren in selbiger Gegend einige große Eylandevorhanden. Der Admiral ergriff sogleich diesen Weg ohne Bedenken. Nur erkundschaf-fete er zuvor den übrigen Theil der gegenwärtigen Insel. Indem er an ihrem nordwestli-chen Ufer hinfuhr, fand er einen Hafen, darein die größten Schiffe ohne Mühe einlaufenkonnten. Die Inseleinwohner folgeren ihm beständig, theils zu Lande, theils in ihrenNachen. Sie riefen ihre Landesleute herbey, damit sie eine so außerordentliche Gattung

von

5) Daher kämmt der Name Lucayos, wel- c) Wir folgen dieseSmal dem Ferdinand Colum-chm die sämmtlichen- Inseln, die den großen antil- bus. -Herrera giebt vor, der Admiral habe dielischen Eylanden in Norden liegen, nnd sich bis Insel zu Lande-besichtiget: allein, es ist nicht wahr-an die bahamische Meerenge erstrecken, voritzt scheinlich, daß er den Wilden sobald sollte ge-tragen. trauet haben.