Band 
Dreyzehnter Band.
Seite
37
JPEG-Download
 

in America.' V Buch. i Cap. 37

war der erste, der ihn zu Gaste bath, und ihm nicht nur die Oberstes elnräumeke, son- Christophdern auch bedeckte Schüsseln r.) vorsetzete, ja alles, was man ihm vorlegete, vorher creden- Lolumbus.zen ließ. Ein gleiches beobachteten alle übrige Große, als sie ihn nach der Reihe bewir-thctcn. Die Gnade des Königes erstreckte sich bis auf seine Bruder, Baxrholomäusund Diego, ungeachtet keiner von ihnen in Dero Landen anwesend war. Man erthei-lte ihnen den Titel Don, nebst einem prächtigen Wapen für das ganze Geschlecht <r).

Ungeachtet Ihre katholischen Majestäten kein eilfertigeres Geschäfft hatten, als den SpanienAdmiral zu Fortsetzung seiner Entdeckungen wieder nach Indien abzusenden: so brachte sie wird von demdoch die Ehrerbiethung gegen den heil. Stuhl auf die Entschließung, dem Pabste von bem^°^> ^glücklichen Fortgange dieses wichtigen Unternehmens Nachricht zu ertheilen; zwar wie ein ^ neuengewisser verständiger Geschichtschreiber bemerket, nicht deswegen, als ob sieden Besitz ei-Welt belehnet,ner neuen Welt ohne seine Belehnung oder Erlaubniß nicht rechtmäßig zu seyn geglaubethätten H, sondern es geschah bloß des Wohlstandes wegen, und hatte man um so viel weni-ger eine Bcdcnllichkeit dabev, weil eben damals ein Unterthan der arragonischen Kroneauf dem päbftlichcn Stuhle faß. Es war selbiger Alexander VI aus dem Hause Bor-gia. Ferdinand befahl seinem Bothschafter zu Rom, Seine Heiligkeit zu versichern, esgereiche die von ihm anbefohlene Unternehmung den Gerechtsamen der Krone Portugal!im geringsten nicht zu einigem Nachtheile, und es habe sein Admiral der ihm gegebenenVorschrift, daß er sich den Landern besagter Krone auf hundert Meilen weit nicht nähernsolle, getreulich nachgelebet; unterdessen bäthe er, bloß der Religion zum Besten, alswelche er eben so weit als sein Reich auszubreiten gedenke, um eine Bulle. Der Pabstließ ihm unter dem 2ten und ztcn May zwo ausfertigen, und zwar unter eben dem Vor-behalte und mit eben den Bedingungen, als die vorigen Päbste den Bullen für die Königevon Portugall einverleibet hatten. Um auch allem Streite, welcher zwischen beyden Kro-nen irgend entstehen möchte, vorzukommen, machete der Pabst zugleich die berufene Thei-lung, welche den Namen der Gränzschcidungslinie trägt, dadurch er die bcyderseirigen Grän-zen für die bereits enrdecketen, und künftig zu entdeckenden Länder, die kein anderer christ-licher Fürst vor dem Weihnachtstage des vorigen Jahres in Besitz genommen habe, fest-G setzet. Besagte Linie wurde in Gedanken von einem Pole bis zum andern gezogen, undschnitt den Raum zwischen den azorischen Eylanden und den Inseln des grünen Vorgebir-ges in zwo gleiche Halsten. Alles, was gegen Westen und Mittag liegt, sollte der casti-kiam'schen Krone zugehören, und alles gegen Osten gelegene sollte bey Portugall bleiben r).

E z Die

») Goniera bringt die Bulle bey, in welcher Sohne, dem Könige Ferdinand, und unserer inIo-die Abtheilung enthalten ist, wiewohl seine Absicht su Christo freundlich geliebten Tochter, der Köni-init bei, Gedanken des-Herrera und des spanischen ginnZsabella von Castilien, Leon, Arragon, Si-Hofes schlecht übereinstimmen. „Ick thue es eilten und Granada unsern Gruß und apostolische,»

„deswegen , saget er, damit jedermann wis- Segen. Es gehöret unter die guten Werke, wel-„sen möge, es sey diese Eroberung und Be- che der göttlichen Majestät am aller angenehmsten„kebrung Indiens auf Gutbcfinden und ver- find, und darnach uns selbst am heftigsten verlan-„möge einer Sckenkung des Grosstarrbal- get, wenn der katholische Glaube, und die christli-„rers Jesu Ehr lii geschehen.,, Wir können ckeReligion, absonderlich zu diesen Zeiten, erhaben,diesem seltsamen Denkwaale am gegenwärtigen Or- überall erweitert »nd ausgebreitet, das Heil derte den Platz nicht verlaaen. Seelen von jedermann befördert, die wilden Völ-

Alexander, Bttchvf, Knecht der Knechte Gott ker bezwungen, und zum Glaub n gebracht wer-tes, Unserm in Jesu Christo freundlich geliebten den. Da wir nun bloß aus göttlicher Gnade, nicht

aber