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Reisen und Entdeckungen
Christoph Bey seinem Aufenthalte zu Sevilla, erweckete das Geschrey von feiner großen Zu-Lolumbus. rüstung, nebst dem Rufe von denen großen Schätzen, die er nach Spanien gebracht habe,'49Z. , bey dem Könige von Portugall,eine größere Reue, als jemals, daß er die Eroberung eines
' neuen Reiches verabsäumet hatte, und voritzt die Vortheile, die er gleichsam schon in derEifersucht der gehabt, in eines andern Gewalt sehen mußte. Zwar erlaubete ihm die Staats-und ihre Ber,klugheit nicht, seinen Verdruß öffentlich zu äußern: allein, er rüstete in aller Stille einigesuche. Schiffe aus und wollte s e in eben diese Gegend auf neue Entdeckungen ausschicken; ja,weil er von den spanischen noch immer einigen Nutzen zu schöpfen verhoffete: so ließ erdurch Ruy von Sande an dem Hofe der katholischen Könige vorstellen, wie günstig erihren Admiral aufgenommen, und wie große Ursache er dagegen zu hoffen habe, sie würdenihm, nach ihrer Liebe zur Billigkeit, seine Gerechtsame über die ihm zugehörigen Inselnund festen Länder, welche von Ihnen zufälliger Weise entdecket worden, zu entziehen ebenso wenig gemeynt seyn, als er es in einem ähnlichen Falle mit den ihrigen thun würde.Diese Erklärung, nebst dem Ausrüsten einer Flotte, welches Spanien unmöglich verbor-gen bleiben konnte, gab Ihren Majestäten zwo unvermeidliche Entschließungen an dieHand; erstlich, ihre Flotte in einen solchen Stand zu setzen, daß sie auf den Fall, wenndie Portugiesen ihrer Fahrt einige Hindernisse in den Weg zu legen vermeyneten, imStande, sich zu vertheidigen, oder auch einen Angriff zu wagen, seyn möchte. Zweytens,«inen Bothschafter an den liffabonischen Hof abzusenden, dem Könige die Bullen des hei-ligen Stuhles vorzulegen, und ihm die Gegenerklärung zu thun, sie wären gesinnet, sichin ihren Schranken zu halten, und lebeten der guten Hoffnung, er werde zu Beförde-rung der Religion und des beyderseitigen guten Verständnisses, ebenfalls in den seinigenverbleiben. Eine Zeitlang blieb es ziemlich ungewiß, was für einen Ausgang dieß wich-tige Unterhandlung gewinnen werde. Als aber unterdessen die katholischen Könige zu Rom dieVorstellung wachsten, cö verhindere der portugiesische Hof durch seine Zudringlichkeit dieWirkung der Bullen, und verzögere die Ausbreitung des Glaubens: so bekräftigte Alex-ander seine im Mäymonate gemachete Abtheilung durch eine mit der völligen Gewalt desheiligen Stuhles bekleidete Bulle, und ließ den Portugiesen weiter nichts übrig, als eineheftige Misgunst, und den daraus entspringenden Eifer, ihre Gränzen wenigstens dochauf der Ostseite zu erweitern /).
Abreise der Endlich lief die spanische Flotte am azsten des Herbstmonates aus der Bay zu Ca-Flotte. dix, und bekam den 2 ten des Weinmonates die große Canarieninsel zu Gesichte. Drey Ta-ge hernach legete sie im Hafen zu Gomera ungehindert vor Anker, und nahm frischenVorrath, absonderlich aber Kälber, Ziegen, Schafe, Schweine und Hühner an Bord,von welchen, wie Herrera anmerket, alle heute zu Tage in America befindliche Thiere vondieser Art herstammen. Der Admiral gab hier einem jedweden Schiffshauptmanne einsorgfältig versiegeltes Schreiben, welches nicht eher, als im äußersten Nothfalle, eröffnetwerden sollte, indem es die Nachricht enthielt, was für einen Weg das Schiff, wenn es
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4 ) Ausgefertiget den rssten des Herbstm. 149z. „Zielen daraus, es verbleibe der ganze Osten ih-/) Vermittelst eines Vergleiches zwischen beyden „nen eigen: sie betrügen sich aber in diefem Stü-Kronrn wurde die Gränzscheidungslinie drey hun- „cke, indem sowohl die moluckischen als andere Än-dert und siebenzig Meilen weiter gegen Westen ge- „sein, da man Zimmet und Gewürz findet, nebstrücket, und wie Oviedo saget: „folgern die Portu- „dem ganzen übrigen Theile der Welt, wecher
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