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Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

Christoph Fluß, den diese Leute Aaqui hießen, und der ungefähr eben die Breite hat, als der EbvoLolumbus. bey Torrosa. Weil er nun nicht daran gedachte, daß es eben derjenige sey, den er auf

, '^9 4-_, stirer n-stm Reise schon Ais d'(!)ro benennet hatte, und der unterhalb des iTkonre-

Thristo in die See fällt: so gab er ihm den Namen Nio de las Tanas x).

Man brachte die Nacht an seinem Ufer in aller Ruhe zu. Die Indianer, welcheder Admiral von Jsabelle mit gebracht hatte, giengen unterwcges in alle Häuser, undnahmen, nicht anders als ob die Gemeinschaft der Güter im Schwange gienge, alles,was ihnen unter die Hände kam, mit sich davon, ohne daß die Einwohner die geringsteVerwunderung oder einiges Mißvergnügen darüber bezeuget hätten. In den Wohnungender Spanier macheten sie es eben also, und man hatte große Mühe, ihnen diesen Gebrauchabzugewöhnen. Sie legeten ihn nicht eher, als mit der Unschuld und Einfalt ihrer Lebens-art, zugleich ab. Als man am folgenden Tage in Canoten und auf Flößen über den Flußgesetzet hatte: so fand man in einer Entfernung von anderthalb Meilen einen andern, derbey den Indianern LTlicayaga hieß, voritzk aber, weil man einige Goldkörner darinnenfand, E>ro benennet wurde. Er nahm drey Bache in sich. Der erste, Namens Buk--nieum, wurde zum Rio Seco: der andere lind dritte behielten die Benennung Toaremmund Tlb.r, die sie bisher gehabt hatten. Jenseit des Flusses fand man einen großen Fle-cken, aus welchem die meisten Einwohner wegliefen, die übrigen aber, weil sie dieses Mit-tel für sicherer hielten, ihre Hausthüren mit Rottings vcrpallisadirten. Der Admiral be-wunderte ihre Einfalt; und gewann sie mit gelten Worten ohne sonderliche Mühe. Hier-auf sehete er über den dritten Fluß, welchem sein frisches Wasser den Namen Buo Verdezu wege brachte. In der ganzen umliegenden Gegend sah man nichts, als sehr glänzendeund beynahe runde Steine. Sonnabends den izten zog man durch viele Dörfer, derenEinwohner ebenfalls dachten, sie waren außer aller Gefahr, wenn sie nur Rottings undandere Rohrgattungen vor die Hausthüre stecketen. Endlich crreichete man gegen Abendden Fuß eines hohen Berges, welcher das Land, welches man bisher durchzogen hatte, vonder Landschaft Cibao schied. Den Zugang zu diesem Berge mußten die Schanzgräber ver-schaffen. Als der Admiral aus Neugierigkeit bis auf den Gipfel desselbigen stieg, konnteer beynahe die ganze Insel übersehen.

dtt Landschaft Der Name Libao, welchen d'e Jnseleinwohner dieser Landschast beylegen, hat seinenCibao. Ursprung von der Beschaffenheit des Bodens; denn dieser besteht aus steinigen Bergen,Felsen oder Kieseln, welche in ihrer Sprache Tiba heißen. Ungeachtet dieses Land einenelenden Anblick machet: so spüret man doch bald, daß es eine sanfte und sehr gesunde Lufthabe. Wo man hinsieht, da erblicket man Flüsse oder Bache. Auf den Bergen ist derSchatten etwas seltenes; hingegen sind alle Thäler und Ufer mit gewaltig hohen Fichten be-wachsen , welche zwar nicht dichte beysammen stehen, doch aber in der Ferne den Anblickgroßer und schöner Wälder von sich geben. -Herrera giebt dieser Landschaft keine geringere Grö-ße, als dem Königreiche Portugall --). Er versichert, es hätten damals die meisten Flüssenicht nur das reineste Wasser von der Welt, sondern auch gediegene Goldkörner mit sichgeführet r). So viel ist unstreitig, daß die Castilianer unsägliche Schätze daraus zogen.

. Bey dem Anblicke eines so reichen Landes, dachte er ernstlich auf Mittel, wie er es

ren'basttbss seine Gewalt bringen möchte. Man hatte in einer Entfernung von etwa achtzehn Mei-len von Isabella schon eine Menge Goldgruben, ein Kupferwerk, und zween Bernstein-

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>o) Herrera, u. Cap.

Herrera, ir. Cap.