Band 
Dreyzehnter Band.
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IO4 Reifen und Entdeckungen

Christoph gab es sechzehn Faden. Die Castilianer sahen zwar niemanden an dem Seestrande zumLolnmvus. Vorscheine kommen: doch fanden sie einige menschliche Fußtapfen. Es ist dieses eben das-. *4-9- . jem'ge Land, welches die Portugiesen nachgehends Terra de Santa Cruz benenneten,

^ das aber gleichwohl den Namen Brasilien, den ihm seine alten Einwohner gaben, beybe-halten hat. Vincent Zanes nahm es im Namen der Kronen Castilien und Leon in Be-sitz. Weil man bey der Nachr einiges Feuer wahrnahm: so schickete man den folgendenTag vierzig Mann in dieselbe Gegend. Allein, es crschracken selbige nicht wenig, alsihnen unvermuthet sechs und dreyßig mit Pftil und Bogen bewaffnete Indianer von un-gemeiner Leibeögröße entgegen kamen. Es schien, als ob ein Gefecht unvermeidlich sey.Beyde Theile waren ungefähr gleich stark, beyde erstauneten, einander anzutreffen, undbeyde hatten gleich wenige Ursache, einander zu trauen. Die Castrlianer ließen ihre Spie-gel und Glascorallen blinken, absonderlich aber klingelten sie wacker mit ihren Schellen,darüber die Indianer schon so vielmals die größte Verwunderung bezeuget hatten. Allein,diese stolzen Wilden bekümmerten sich wenig darum; sie besahen die ausgekrameten Sa-chen mir einem frostigen Wesen, und gierigen hernach mit stolzen Schritten, und ohnedas geringste Merkmaal einer Furcht, ihres Weges. Diese entweder kühne oder wildeGemüthsbeschaffenheit verursachete, daß Pane.z noch vor Nacht den Anker lichtete.

Streit zwi- Er näherte sich der Mündung eines Flusses, in welchen aber, des seichten Wassersschen einem wegen, seine Flotte nicht einlaufen konnte. Als aber einige Soldaten in Nachen anSCastilianer^ fuhren: so erblichsten sie eine große Anzahl bewaffneter Indianer. An diese beschlossenL'anern sie einen einzigen Mann ohne anderes Gewehr als seinen Degen abzuschicken. Der Ca-

raner . stilmner, dem e6, weil er diese Verrichtung über sich nahm, unmöglich am Muthe feh-

len konnte, gieng mit solchen Gebärden, als er die Indianer zu besänftigen für dienlich er-achtete , auf sie zu, und warf ihnen eine Schelle hin. Sie ihres Ortes warfen ihm einenvergoldeten Stab von einem Paar Schuhen in die Länge entgegen. Aber als er sich bückekeund ihn aufnehmen wollte, fielen sie über ihn her, vermuthlich in der Absicht, ihn ent-weder zu tödreu oder gefangen zu nehmen. Im ersten Anlaufe wurde er zu Boden gc-rennet: allein, er machete sich unverzüglich wieder auf die Füße, und hieb dergestalt umsich herum, daß sich ihm keiner nahen durfte. Nur schloffen sie einen Kreis um ihn , dar-innen er sich herum tummelte und auf allen Seiten Platz machete. Es schien, als ob siediese außerordentliche Herzhaftigkeit, die sie bey einem einzigen Manne nimmermehr ver-muthet hatten, sehr bewunderten. Aber als die übrigen Castilianer ihrem Cameradcnzur Hülfe herbeyeileten, so schicketen sie ihnen einen Pfeilhagel entgegen, schössen acht bis zehntod, und verwunderen eine weit größere Anzahl. Das Gefecht wurde sehr hitzig. Endlichmußten die Castilianer weichen, und wurden bis in ihre Barken verfolget, von welchendie Indianer die Ruder wegzunehmen sucheten. Ja sie eroberten sogar eine Barke, nach-dem sie denjenigen,der sie bewachete, getödtet hatten, ungeachtet man ihnen die Degen und Helle-barten in den Wanst rannte, und sie davon haufenweise ins Wasser stürzcten. Endlichmacheten sie sich fort, und die Castilianer sucheten, voll Betrübniß über ihren Verlust, ih-ren Weg nach den Schiffen />).

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/>) Spanische Neisebeschreibung des Jane) Pin- <?) Nachgehends sah man, es sey eine bloßeson. Bay, darein sich drey Flüsse ergießen. Es liegt ei-

ne