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Reisen und Entdeckungen
Christoph fen, ungeachtet man sie Tag und Nacht gehen ließ. Den roten des Brachmonakes er-Lolnmbus. richten sie zwo Inselchen, die man, weil ihr Strand von Schildkröten wimmelte, las Tor--^ . nigas nennete. Nachgehends hieß man sie los Taymanes. Sie liegen zwanzig Mei-
len westlich von Iamaica, und fünf und vierzig südlich von Cuba, und waren aufdem bisherigen ganzen Wege die einzigen, welche der Admiral zu Gesichte bekam. Erwollte hierauf bey den Inseln los Jardmos, welche nur zehn Meilen von Cuba entfernetsind, vor Anker legen; es entstund aber ein plötzlicher Sturm, stieß beyde Schiffe mit gro-ßer Gewalt an einander, und beschädigte sie dadurch so heftig, daß kein anderes Mittelübrig war, als bey einem Dorfe auf Cuba, Namens tllaxaca, zu landen. Hier empfingman einige Hülfe. Als man sodann sich nach Hispaniola wenden wollte: so nöthigten Windund Strom den Admiral, bey Iamaica anzulegen. Die Schiffe waren so leck, daß dasWaffer schon bis auf den Ucberlauf stieg, als sie zum Glücke einen Hafen erreichten. Vorgroßer Freude, sich in Sicherheit zu sehen, nenneten sie ihn puevto bueno, ungeachtetweder Lebensmittel noch Waffer da waren. Man that sein äußerstes, um in einen andernzu kommen, den man Sckntck Gloria nannte. Aber die beyden Schiffe konnten ihnmit genauer Noth erreichen, und man mußte sie, weil sie nicht länger über Wasser zu er-halten waren, auf den Strand laufen lassen. In diesem Zustande befestigte man sie mitSchlechter starken Thauen und Zimmerwerke an einander, damit sie nicht von der Stelle konnten.Zustand der hernach stieg das Wasser bis an den Ueberlauf, und der Admiral mußte an beydenSchiffe. Enden desselben bretterne Hütten aufschlagen lassen, damit seine Leute sich darunter ber-gen könnten />).
Anstalten des- Die allerdringendeste Noth war der Mangel an Lebensmitteln. Die Jnseleinwoh-wegen. lieferten einige gegen allerley europäische Waaren, darein sie sich verliebten. Für ein
Blättchen Rauschgold gaben sie zwo Gänse; für zwey Glascorallen, Zwey von ihrenBrodtcn; für Schellen aber das kostbareste, das sie hatten. Alle Bequemlichkeiten warenauf dieser Insel im Ueberflusse vorhanden, und die Einwohner ungemein leutselig. Manbekam von ihnen zehn Canote, um sie bey den gestrandeten Schiffen zu gebrauchen.Weil der Admiral beforgete, es möchten seine Leute durch Vorübung irgend eines Murb-willenS die bey gegenwärtigen Umständen höchstnöthige gute Gesinnung dieser Leute vernich-ten : so durften sie bey schwerer Strafe nicht herumschwärmen. Indem es auch, wegenMangels an Zimmerleuten, ganz unmöglich siel, beyde Schiffe in segelfcrtigen Staub zusetzen: so beschloß er, dem Statthalter auf Hispaniola von seinen Umständen Nachricht zu
geben,
p) -Herrera 6 B. r und z Cap. Columb. Le-bensbeschr. z-Cap.
-) Ihr Inhalt war sehr beweglich. Man fin-det ihn beym -Herrcra: „Er machte erstlich eine Be-schreibung von seiner Reise, seinem ausgestandenen„Unglücke ».seiner Gefahr,von dem entdeckten Lande,„und den reichen Goldgruben zu Veragua. Nach-„gehendS erwähnte er seiner, der Krone geleisteten„mühsamen Dienste: er steüete seine und seiner„Brüder Gefangenschaft, den Schandflecken, da-„mit derselbige die Ehre seiner Familie beschmitzet„habe, und den Verlust aller durch seine sauere„Mühe erworbener Vortheile vor. Es habe keine ei-
„nige Person die Gnade ihrer Herrschaft so billig„verdienet, als er, noch sey es einem getreuen Die-„ncr jemals so übel gegangen, als ihm. Er bath,„man möchte ihn wieder in denjenigen Stand, den„er ohne seine Schuld verloren habe, setzen,„für das erlittene Unrecht einige Genugthuung ver-schaffen , absonderlich aber seine boshaftigm Be-leidiger bestrafen. Bis hieher, sagete er. habe„ich zu sonst nichts, als zur Betrübniß Ursache ge-„habt, ich habe mich auch unaufhörlich betrübt.„Der Himmel sey mir barmherzig! die Erde wei-„ne für mich! Wer noch ein mitleidiges Gemüth„hat, wer Recht und Billigkeit hat, der vermi«
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