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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. V Cap. 159

von Christoph Columben die Johannesinsel, nachgehends aber portsric benennet wur- Entdeckungde. Als er nun vom Statthalter die Erlaubniß, sie zu besichtigen, erhalten hatte: ss gieng er g«u nacb<5o-mit einer Caravelle dahin, und seine Wegweiser führeten ihn an die Küste einer gewissenGegend, welche von den Agueynaba, dem allerreichesten und mächtigsten Caciquen auf . .

der Insel, beherrschet wurde. Man gab ihm bey seiner Ankunft das unter den Indianerngewöhnliche Merkmaal einer unverletzlichen Freundschaft, welches darinnen besteht, daßman den Namen derjenigen, die man besonders hoch ehren will, annimmt. Dergestalt nen-nete der Cacique sich gleich den ersten Tag, Johann poiice Agueynaba. Er führeteseinen Gast in der ganzen Insel herum, absonderlich aber an dem Ufer zweencr Flüsse, Na-mens Manarnadon und Labuco, welche viel Goldsand führeten. Ponce ließ denSand probieren, und gieng, um dem Statthalter diese gute Zeitung zu bringen, ohne Ver-zug wieder nach Hause, und ließ nur einige Mannschaft auf der Insel zurück. Diesewurde in seiner Abwesenheit dermaßen gut bewirthet, daß ihn die Leutseligkeit der Ein-wohner eben so sehr zu Erbauung eines Wohnplatzeö anreizcte, als der Reichthum desLandes. Sein Bericht von der Insel besagte, sie sey größtentheils mit Bergen und Hügeln Allgemeineangefüllet; darunter einige dicke Wälder und angenehme Kräuter trügen. Sie habe we- Beschreibungnig ebenes Land, aber viele Thäler und Flüsse, von denen sie ihre Fruchtbarkeit erhalte. dcrJuselDsr-Sie liege zwölf bis fünfzehn Meilen weit von der Westspitze der Insel Hispaniola. IhreHafen seyn nur mittelmäßig gut, doch mit Ausnahme desjenigen, welchen Se. Excellenzpncrro ricco benennen ließ, woraus hernach das Wort porroric entstund. Ihre Län-ge betrage etwa vierzig Meilen, die Breite fünfzehn bis sechszehn, der Umkreis hundertund zwanzig; die ganze Südküste liege auf siebenzehn Grad Norderbreite, und die Nord-küste auf achtzehn; man finde zwar viel Gold da, aber von einem schlechtem Gehalte, alsauf Hispaniola. Das einzige Unglück der Insel bestehe darinnen, daß sie zum öfter» vonden Caraiben heimgesuchet werde, welche nach der Indianer Begriffe die größten Umneu-fchen in der ganzen Welt wären /).

In eben diesem Jahre gicngen einige Veränderungen vor, welche der Ehre der Co- Des Cvlum-lumben ihren seit der Königinn Jsabella Hintritte gleichsam erloschenen Glanz von neuem bus Setzn,beylegten. Des Admirales älterer Sohn, Don Diego Eolumbo, hatte bisher um die Diego,von seinem Vater angeerbten Rechte, eifrigst angefachet. Die allergrößte Hinderniß hatte ^

von dem Könige selbst hergerühret^). Nach langwierigem Verzögern, wurde dem Don gescher.Diego endlich erlaubet, den gemeinen Weg des Rechtens zu gehen. Er übergab eineSchrift, die aus zwey und vierzig Artikeln bestund, den ehemaligen Vergleich des Königesund der Königinn mit dem Admirale darlegte, und den Staatsräthen die Augen auf ein-mal öffnete. Nach einer genauen Untersuchung wurde die Forderung des jungen Colum-bo so billig und so wohl gegründet befunden, daß sie ihm durch einhälligc Stimmen zuge-sprochen wurde. Nichts desto weniger hatte er wohl die Unschlüßigkeit des Königes schwer-lich überwunden, wofern er nicht durch seine Verbindung mit einem vornehmen Hausedas rechte Mittel, alle Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen, getroffen hätte. Er ver-mählet«: sich mit Maria von Toledo, einer Tochter Ferdinands von Toledo, welcher

Ordens» -

k>e eben so gut darinnen waren, als in Häusern, /) Eben dieser 7 D. 4 Cap.

die man in irgend einen Teich bauen Möchte. F) Don Diego war so beherzt, daß er einstens

Ebendas zu ihm saget? r „Er möchte gern wissen, warum

„Seine