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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. V Cap. i§r

in Besitz zu nehmen, sondern auch seine Gewalt daselbst auf einen dauerhaften Fuß zu se- EntSecktM-Hen. Zu dieser Unternehmung schien ihm kein Mensch tüchtiger zu seyn, als Atfsnjo gen nach Lo«a)jeda, dessen Verwegenheit und Muth jedermann kannte. Allein, er hatte bey seinen Wen- iumdo.theuer» schlechte Schätze gesammelt. Anstatt einer ansehnlichen Ausrüstung gewachsen zu seyn, . .

lebete er nicht eben in dem besten Zustande in Hispaniola, und scheint e§, er sey seit seinerzweyten in Gesellschaft des Despurio unternommenen Reise beständig in dieser Insel geblie-ben. Als Johann de la Costr, der sonderlich viel auf seine Gemüthsbeschaffenheit hielt,die Hinderniß, warum er keine Dienste leisten könnte, erfuhr: so erboth er sich, ihm nicht nurdie Verhaltungsbefehle des Hofes zu überbringen, sondern auch die Kosten, als mit wel-chen der König nichts zu thun haben wollte, aus seinem Beutel herzuschießen. Der

StaatSrath von Indien willigte in diesen Vorschlag. Es kam aber um eben diese Zeitein sehr reicher Edelmann, Namens Diego de Nicuesta, aus der Insel Hispaniola nachHofe, und hatte einen gewissen Auftrag zum Besten der dasigen Einrichtung zu besorgen.

Er war vor diesem bey dem mütterlichen Oheime des Königes, Don Henrique Henri-- Man geselletques, als Stallmeister in Diensten gestanden, und sonst zu seinem Ruhme bey Hofe be- llM A Die-kannt. Als dieser von der neuen Unternehmung, welche Ojeda ausführen sollte, reden hö- ^ deIricueffarete: so bekam er Lust, sie mit zu wagen. Er verlängere, man solle die Besorgung der Sa-' 'che unter sie beyde vertheilen, fand auch bey seinen Umstanden Gehör. Man vertheiltediejenige Gegend des festen Landes, darinnen man sich festsetzen wollte, in zwo Landschaften,bestimmete die Gränzen, und fertigte die Bestallungsbriefe für die beyden Statthalter aus.,

Ojeda bekam zu seinem Antheile den ganzen Strich zwischen dem von ihm selbst also be-nannten Vorgebirge Vela, und zwischen dem halben Seebusen Uraba, und man benenne-ke dieses Land Neuandalttsien. Nicuessa bekam was zwischen besagtem Busen und demVorgebirge Gracias a Dios liegt, unter dem Namen Goldcastilien. Johann de la Cosa Zhre Statt-würde zum Oberstwachtmeister und Unterbefehlshaber in des Ojeda Statthalterey ernennet, haftereyenund seinem Sohne die Anwartschaft auf besagte Stellen ertheilet. Jamaica sollte, um sichmit Lebensmitteln und anderer Nothdurft daraus zu versorgen, beyden Statthaltern ge- GoldcaMenmeinschaftlich verbleiben. Niemand hatte von diesen Anstalten Verdruß, als der Admiral.

Denn sie verletzten seine Gerechtsamen auf eine offenbare Meise, absonderlich in Absicht aufJamaica, welches sein Vater entdecket hatte und welches man ganz zu vergessen schien »>).

Allein, die damaligen Umstände nöthigten ihn, durch die Finger zu sehen, und den Aus-'-v-—^

gang der Unternehmung mit Geduld zu erwarten.

Den yten des Brachmonates im Jahre 1509 gieng er nebst seiner Gemahlinn, sei- Don Diegonein Bruder Don Ferdinand »), seinen beyden Oheimen, vielen Edelleuten, Bedien-geht nach Hi-ten, und dem Hoffrauenzimmer der Unterköniginn, in dem Hafm S. Lucar zu Schiffe. ab.

Seine

mit' seinem Vater eingegangen, und sein Vaterhatte alle und jede Bedingungen desselbigen getreu-lich erfüllet. Cbendas.

Herrera 7 B. 6 Cap.

r) Gviedo 4 D. ; Cap. Dieser Geschicht-schreiber entschuldiget alles, was Osando that, auchsogar das Blutbad.

/-) -Hecrera 7 B. rc> Cap. Oviedo; B. rr C.und 4 B- r Cap.

Allgein. Reisebeschr. XIII Band.

/) Fonseca bekam statt des Bischofthnmes zuBadajos, das zu Cordua und Placenza, eines nachdem andern,blieb aber dabey Staatsrarh von Indien.

»/) -Herrera7D. 7 Cap.

«) Dieser zweyte Sohn des Christoph liebste be-ständig ein ruhiges Leb n. Hercera meldet, derKönig habe dem Don Diego befohlen, h inein Bru-der die S tiftung der Kirchen und Kloster aufzutra-gen 7 B. 6 Cap.

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