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Reisen und Entdeckungen
Entdeck»»- Sobald das Schiff unter Segel war, erachtete Ojeda sich für berechtiget, den Gebiethergen nach Lo- vorzustellen. Allein, weil ihm Talavera seinSchiffnicht verkauft hatte: folglich das Schiffsvolk
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noch, wie zuvor, unter ihm stund: so ließ erden Ojeda zum freundlichen Willkommen in die Fesselschlagen. Das Schicksal dieses unerschrockenen Wagehalses brachte es so mit sich, daß er nie eine
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Wird in Fessel Reise thun konnte,ohne ein Gefangener seiner Untergebenen zu werden. Doch für diesesmal kam
gelegen er bald wieder los; denn als das Schiff durch einen Sturm sehr vieles gelitten, und endlich an
Strandet an der Küste von Cuba gestrandet hatte, sah Talavera, und alle seine Leute wohl ein, wie nöthigder Küste von ihnen ein solches Oberhaupt als Ojeda falle. Sie wahleten ihn also dazu, damit sie die un-
Luba. aufhörlichen Anfälle der Indianer abzuweisen, im Stande seyn mochten r).
Da ihm das Land völlig unbekannt war: so wußte er kein besseres Mittel, als derInsel Iamaica sich, soviel möglich, zu nähern, in Hoffnung, er werde den Indianern ohnesonderliche Mühe einige Canote wegnehmen, und damit nach besagter Insel übersetzen kön-nen. Dergestalt zog er über hundert Meilen weit an der Küste fort, und man erstaunet,wenn man bey den Geschichtschreibern liest, was er auf diesem Zuge ausgestanden. Aber alser nach einem so weiten Wege, nunmehr bald an Ort und Stelle zu seyn vcrhoffete: so fander einen Sumpf von wenigstens dreyßig Meilen in die Länge vor sich. Unterdessen, da ereinmal hinein gerathen war, und keine Möglichkeit vor sich sah, wie er mitten durch denungeheuern Schwärm seiner Feinde ins Land eindringen könnte: so seßete er seinen Wegimmer fort. Er mußte zum öftern bis an den Gürtel im Wasser fortwaden; es fehlete anLebcnSmitteln; zu trinken war nichts da, als das schlammigke Wasser, darinnen er herumstieg, und sein größtes Glück war, wenn er nur nichtdie Nacht über darinnen liegen mußte, son-dern irgend einen Manglebaum fand, und sich darauf setzen konnte Endlich als vonder Mannschaft, die er mit sich auf die Insel gebracht hatte, nur noch fünf und dreyßig,das ist, nicht einmal die Hälfte, mehr übrig waren, und er selbst für Mattigkeit die Füße kaumschleppen konnte, kam er in das Gebieth eines Eaciquen, welcher noch einiges Mitleidenmit ihm trug. Man versorgete ihn mit dem benöthigten, und gönnete ihm die Zeit, sichzu erholen, und seiner Andacht ein Genüge zu thun. Von hier kam er zu einem andern Ca-ciquen, der ihn nicht nur liebreich aufnahm, sondern auch, weil Iamaica von diesem Ortenicht über zwanzig Meilen entfernet war, einen Castilianer, Namens Peter Ordas, in nurbesagte Insel übersetzen ließ, damit er bey dem Esquibel um Beystand anhalten könnte.
Kömmt glück- Ordas überreichte dem Statthalter von Iamaica ein Schreiben, darinnen Ojeda sse-lich nach Ja- hentlich bath, er möchte ihn in seinem dermaligen Unglücke Nicht hülflos lassen. Esquibel
hatte zwar hier die schönste Gelegenheit, sich an einem Manne, der die übermüthigsten Dro-hungen gegen ihn ausgestoßen hatte, zu rächen: um aber seine Großmuth zu zeigen, rü-stete er in möglichster Eile eine Caravelle aus, und schickete den pmnstlo de LTarvaez da-mit fort. Das Schiff kam glücklich nach Cuba, und Narvaez both dem Ojeda, dessen Ei-
gen-
es Zu eben der Zeit, da er ihr Gefangener war, ck) Er hatte in seinem Ternister ein Dildnißschalt er sie für Bösewichter und Lumpenhunde, for- U. L. F damit ihn der Bischof von Badajoz be-decke sie alle mit einander, entweder einen nach schenket hatte. Wenn er nun irgend einen Mangle-dem andern, oder paarweise heraus, und schwur, er bäum antrat: so stelkete er es auf den Baum. ließwolle ihnen noch allen die Halte brechen- Kein ein Gebeth an das Bild abgehen, und ermabnekeeinziger nnterstund sich, das Maul gegen ihn anftu- seine Gefährten, die Hülfe dessclbigen gleichfalls zuthun, oder nur einmal nahez zu ihm zu gehen, erbitten. Er gelvbete, dieses Bild in den ersten
Eben das.
Wohn-