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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. IX §ap. 267

schaft zu treten, und gab ihm seine Muhme Donna Mayor de Fonseca. Den isten des FerdinandWintermonates dieses Jahres, wirkete er bey dein Könige die Unterschrist eines Verglei- Torte?- r;rx.

cheSauö, darinnen Velasquez zum Adelantade, und königlichen Statthalter in der Insel ' --'

Cuba und allen übrigen Gegenden, die man auf seine Veranstaltung und seinen Befehl entdeckethabe, oder künftig entdecken werde, gemacht wurde. Ja, der König erlaubte ihm sogar, ^auf der Insel Hispaniola zu seinen Unternehmungen Volk anzuwerben; und gestund ihmeinen sehr beträchtlichen Antheil an dem Ertrage der neuen Entdeckungen zu L). Ein der-maßen beschaffener Vergleich, und so außerordentliche Gerechtsamen machten dem AdmiraleDon Diego Columbus freylich schlechtes Vergnügen, indem dadurch seine Gewalt über denVelasquez beynahe nur zu einem leeren Titel wurde. Doch diese Fülle der Gnade betrafden Velasquez etwas zu spät, indem er sie nicht lange genoß; ja, sie verleitete ihn vielmehr,wie die Folge zeigen wird, zu allerley schlecht überlegten Unternehmungen, die zu seinemUntergänge ausschlugen.

Cortez bezeugete für seine Ernennung alle ersinnliche Dankbarkeit, und die meisten WirftCastilianer, welche unter ihm dienen sollten, erfreueten sich über diese Wahl. Hingegen dacht mifCor,verursachte sie bey seinen Mitwerbern einen bittern Verdruß, und sie suchten dem Statthal- tez.ter allerley Argwohn in den Kops zu sehen. Sie stelleten ihm vor, es sey für ihn höchst-gefahrlich, einem Manne, den er beleidiget habe, soviel zu trauen; des Cortez Gemüth seybekannt, sein angenehmes höfliches Wesen, seine Freygebigkeit, seine Bemühung, jeder-mann zum Freunde zu haben, und seine Geschicklichkeit, sich in ihrer Gewogenheit fest zusetzen, wären lauter verdächtige Eigenschaften. Allein, weil Velasquez natürlicher Weisswenig Neigung zum Argwohne hatte: so blieb er, wenigstens doch dem Berichte einer gro-ßen Anzahl Geschichtschreiber zu Folge, unveränderlich bey seinem Einschlüsse; und Cortezsuchte an seinem Orte, die Abreise nach aller Möglichkeit zu beschleunigen. Er verwendetesein eigenes und seiner guten Freunde Vermögen auf die Zurüstungen. In seiner Flaggeführete er das Zeichen des Kreuzes nebst der Beyschrist, aber in lateinischer Sprache: In

L l 2 diesem

„Catharina Suarez, und rühmete sich, er lebe„mit ihr eben so vergnügt, als wenn er die Toch-„ter einer Herzoginn geheirathet hätte. Er be-„kam einen Sohn von ihr, zu welchem er den„Statthalter zu Gevattern bath. Diele Gnade„wurde ihm zugestanden, und trug zu baldiger„Verbesserung seiner Glückesumstände nicht wenig„bey. Weil der Statthalter damals beschafftigct„war, Städtchen anzulegen, und mit Castilianer»„zu besehen: so gab er ihm eine gute Anzahl In-dianer, um sich zu Ciudad de Sant Yago, worzu„man erst den Grund legete, niederzulassen, und„nachgehends machete er ihn zu seinem Amtsver-„weser in dieser Stadt, Cortez war ein verschla-fener Kopf, fahrt der Geschichtschreiber fort.„Er that sein Bestes, um die vorige Gewogenheit„des Velasquez, welcher ohne dieß leicht zu gewin-nen war, auf das neue zu erlangen. Es ge-lang ihm auch in solchem Glücke, daß er, theils„vermöge dieser Aussöhnung, theils durch eigenen

„Fleiß in weniger Zeit ein Vermögen von dreytau-„send Gold Pesos vor sich brachte, welches zur dama-hligen Zeit ein großer Reichthum war.», -Herrer»l Der. § B. z> C.

r) Herrera erzählet: als einstens der Statthalterund derGeneraleapitain mit einander spazieren gegan-gen, sey ein toller Mensch, Namens Lrancisgmllo,herbey gelaufen, und habe mit großem Geschreyevorgebracht, Velasquez sehe den Bock zum Gärt-ner, und werde bald noch eine Flotte ausrüstenmüssen, damit er hinter dem Cortez Her seyn könne-Der Statthalter habe darauf gesprochen: HerrGevatter! denn also pflegete er den Cortez gemei-niglich zu nennen, hören sie wohl, was der leicht-fertige Vogel, der Franrisquillo saget? Cortez ant-wortete, er sey ein toller Mensch, man müsse ihnreden lassen, r Der. Z B. ir C-

ä) -Herrer» Z B> » C-