in America. V Buch. ix Cap. 231
ten sehr höflich, und gab zur Antwort: er komme als Freund, um einige den Kaiser und Ferdinandsein ganzes Reich betreffende Sachen von äußerster Wichtigkeit, abzuhandeln. Er werde Torrex. 1519.gegen den Statthalter und Feldherrn sich weitläufciger heraus lassen, hoffe auch, sie wür- " ^ '
den ihn eben so günstig, als die im vorigen Jahre hier gewesenen Schiffe von seiner Na-tion , aufnehmen. Nachgehends forschete er die Indianer so weit aus, als ihm zu einemallgemeinen Begriffe von des Motezuma Schätzen, Macht und Regierung nöthig siel,und ließ sie wohl vergnügt ihres Weges ziehen. Den folgenden Tag ließ er ohne die Ant-wort ihrer Herren zu erwarten, alle feine Völker, Pferde und grobes Geschütz ausschiffen.
Die dasigen Landesleute halfen ihn mit vieler Dienstfertigkeit Hütten für seine Leute aufrichten.
Eine darunter wurde größer, als die übrigen angeleget, zum Gottesdienste bestimmt, undein großes Kreuz davor gepflanzet F). Die Indianer sageten ihm, Teutile stehe mit ei-nem großen Heere im Lande, und wolle einige freye Landschaften, welche der Kaiser sei-nem Reiche gern beyfügen möchte, bezwingen. Dieser ganze Tag verlief nebst der folgen-den Nacht in größter Ruhe.
' Den folgenden Tag wurde sie gestöret, als ein großer Haufen bewaffneter Jndia- Teutile unduer, ohne ein Wort zu sagen, auf das Lager anrückete. Doch man erfuhr bald, es wären Pilpatoekom-nur die Vorläufer des Teutile und Pilpatoe, welche alle beyde den General besuchen woll- Leninssp-mi-ten. Sie erschienen wirklich am Ostettage, mit einem ihrer Würde gemäßen Gefolge, bhe r-ager.Weil Cortez wohl sich, er habe Beamten eines Monarchen, der über die bisherigen Cack-quen weit erhaben sey, vor sich: so beschloß er gleichfalls, einen vornehmen Herrn vorzustellen,und ihnen dadurch eine Achtung gegen seine Person beyzubringen. Als er sie empfing, muß- Cortez ern-ten feine Kriegesbediente, mit denen er es also abgeredet hatte, in einer ehrerbiethigen Stel- pfängt sie mirlung neben ihm stehen. Er beantwortete die Anrede der Mexicaner sehr kurz, und ließ ih- Prale-nen hernach durch die Marina sagen, ehe er die Absicht seiner Reise eröffnete, wollte er zuvorseinem Gokte, welcher allen Göttern ihres Landes zu befehlen habe, seine Schuldigkeit bezeu-gen. Damit führete er sie in die Hütte, welche Kirchenstelle versah, und ließ ein Hochamtmit so großer Pracht, als es die gegenwärtigen Umstände erlaubten, absingen . Aus Was er ihnender Kirche gieng man in sein Gezelt, wo er die mexikanischen Herren mit gleichem Groß- meldet,thun bewirthete. Nachgehends nahm er ein hohes stolzes Wesen an sich, und ließ ihnendurch seinen Dollmetscher melden, er komme im Namen Carls von Oesterreich, Monar-chen der Morgenlande, um dem Kaiser Motezuma gewisse Heimlichkeiten von großer Wich-tigkeit, die er aber sonst niemanden, als ihm selbst anvertrauen könnte, zu eröffnen. Er ver- Ihr- G«,lange folglich die Ehre, ihn zu sprechen, und verhoffe, man werde ihn mit der gebührenden schenke.Achtung für die Hoheit seines Monarchen empfangen.
Dieser Vertrag verursachte beyden Herren soviel Verdruß, daß sie ihn zu verbergen,nicht im Stande waren. Doch bathen sie den Cortez, er möchte, ehe sie antworteten, vorhereinige für ihn mitgebrachte Geschenke anzunehmen belieben. Sie bestunden aus Lebensmitteln
aus
/) Alle diese 'Orte zusammen , hießen Lalchi- der Charfrevtag gewesen, an welchem keine gelesencoeca. Ebendas.; B- 4 C- wird. 1 B- rr C.
Cortez hatte zwar nur zween Feldpakers bey
F) Solls lachet hier einige Geschichtschreiber sich, man nahm aber, um eine zahlreichere Geistlichkeitaus, daß sie vorgeben, Cortez habe an eben diesem zu haben , die Soldaten, welche die Gesänge wuß-Tage noch Messe darinnen lesen lassen, da es doch ten, und machete den Chor daraus. Solis r B. r C.
Allgem. Ueisebeschr. XIII Band. N n