Band 
Dreyzehnter Band.
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Reisen und Entdeckungen

FerdinandLortex. >;>9.

Sie stellensich, als ob sienichts von derVerschwö-rung wüßten.

Rache,dieEor-tes an denVerräthernausübet.

den Spaniern vereinigen. Die Zampoalaner bekamen auch ihre Verhaltungsbefehle.Darauf ließ der General die mepicanischen Gesandten rufen; und stellcte sich, als ob er ih-nen ein Geheimniß bekanntmachen wollte, wovon er zweifelte, daß ihnen solches im ge-ringsten bekannt wäre. Er sagetc zu ihnen: er hätte eine entsetzliche Verschwörung entde-cket, welche sowohl wider die Gesetze der Gastfreyheit, als das heilige Band des Friedens unddie Ehrfurcht liefe, welche die Cholulaner den Gesinnungen des Kaisers schuldig wären; erhatte dieses nicht allein aus seiner eigenen Einsicht, sondern auch selbst durch das Bekennt-niß der vornehmsten Verschworenen erfahren, welche, um sich zu rechtfertigen, sich nocheines abscheulichern Verbrechens schuldig gemachet, weil sie sich unterstanden hätten, zu sa-gen, es geschahe auf Befehl des Kaisers: da man aber einen so großen Herrn nicht in demVerdachte eines so schändlichen Anschlages halten könnte, so bewöge ihn eben diese Ursa-che, sie wegen der Beschimpfung, die sie ihrem Herrn erwiesen, auf das schärfste zu strafen.Er setzete hinzu: da Gesandten denjenigen vorstellten, welcher sie geschickt hätte, so hätteer ihnen seinen Vorsatz eröffnen wollen, um ihnen dessen Gerechtigkeit zu erkennen zu ge-ben , und sie in den Stand zu setzen , dem Kaiser zu bezeugen, daß die Spanier nicht so-wohl durch die Beschimpfung, die ihre Nation angienge, als vielmehr dadurch beleidigt wor-den, daß sie gesehen, wie unwürdige Unterthanen eine Verrätherey durch den Namen ih-res Oberherrn hätten bestätigen wollen.

Die Mexicaner, welche die Ausflüchte ergriffen, die ihnen an die Hand gegeben worden,stellten sich noch geschickt genug, als wenn sie von der Verschwörung nichts wüßten; da sich Cor-tez inzwischen erfreute, daß er sie in die Falle gerathen sah, und sich Glück wünschte, daß er einenöffentlichenKrieg mit Motezuma vermeiden,und seine eigene List wider ihn selbst anwenden konn-te. Er wurde mehr als jemals überzeuget, daß ein Feind, der sich nicht getraute, ihn öffentlichanzugreifen, nicht diefchärfste Partey ergreifen würde; und da er sich auf seine Maaßregeln ver-ließ, so ließ er die Gesandten genau bewachen. Indessen sah man mit Anbruche des Tages die Ta-menes ankommen, aber in kleiner Anzahl mit sehr wenigen Lebensrnitteln. Ihnen folgten Krie-gesleute , die nur hinter einander kamen, um es desto besser zu verbergen, daß ihrer mehrwaren, als man verlanget hatte. Man vernahm nachher, daß sie Befehl hatten, dieSpanier auf das verabredete Zeichen anzufallen. Eortez ließ sie abgesondert an verschiedeneOrte seines Quartieres stellen, wo sie in den Augen gehalten röurden, unter dem Verwän-de, daß solches so seine Art wäre, wenn er die Ordnung zum Marsche einzurichten hatte. Erselbst setzte sich mit einigen seiner tapfersten Leuten zu Pferde, und ließ die Caciquen rufen, umihnen endlich seine Entschließung bekannt zu machen. Einige von ihnen kamen; andere ent-schuldigten sich. Marina mußte denjenigen, die das Herz gehabt hatten, zu erscheinen,melden, daß ihre Verrätherey entdecket wäre, und daß sie lernen sollten, es sey ihnen vielvortheilhafter gewesen, den Frieden zu erhalten. Kaum aber hatte sie von der Züchtigunggeredet: so liefen sie davon, und gaben mit großem Gcschreye das Zeichen zum Treffen.Allein, Eortez ließ sogleich sein Fußvolk auf die Cholulaner anrücken, die in seinem Quar-tiere zertheilet waren. Ob sie sich nun gleich, da sie im Gewehre waren, außerordentlicheMühe gaben, sich zu vereinigen: so wurden sie doch meistens niedergehauen; und diejeni-

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2) Ein Geschichtschreiber, welcher sich bemühet, cken, einige Zweifel; und da er die Feuersbrunstdie Spanier zu entschuldigen, erreget wegen der nicht so groß machet, so giebt er zu verstehen, dieLeichtigkeit, so erhabene Gebäude in Brand zu ste- Feinde waren vermittelst des Geschützes herausge-trieben