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Reisen und Entdeckungen
Beschreib. Die Landschaft Chiapy. ist aus des Gage Beschreibung bekannt, indem er, nach sei-vonNcuspa- min Berichte, seinen langwierigen Aufenthalt in der Hauptstadt darzu anwendete, daß erßicn- ^ Reichthümer und die Einrichtung des Landes kennen lernete ^). Der geneigte Leser
. muß sich voriht erinnern, daß wir ihn bey Beschreibung der Landschaft Guaraca bis anL^dschast * den Gipfel der QueleneS begleiteten. Von selbigem kam er in das indianische Dorf Aca-Lhiava. pala herab, welches an eben demselbigen Flusse, der seinen Lauf bey Chiapa dos Indosvorbey nimmt, gelegen ist. Nachgehends reisete er erstlich durch Chiapa el Heal, nach-gehends durch zwo kleine spanische Städte O, Christoph und S. Philippo genannt,und kam endlich nach Chiapo dos Judos, welches von jenen zwölf Meilen weit liegt.
Man sieht sogleich, es habe diese Landschaft zwo hauptsächliche Städte und ihrenNamen entweder denselbigen beygeleget, oder von ihnen empfangen. In der SpanierGedanken ist sie zwar die allerschlechteste in ganz America, weil man bisher weder in ihrenBergen köstliche Metalle entdecket, noch in ihren Flüssen Goldsand gefunden, und über
dieses
Spitz« Petaplan erscheint, und nach andern zehnMeilen die Spitze Tequepa, von welcher man nurnoch achtzehn Meilen bis an den Hafen Acapulcozu reisen hat. Dergestalt rechnet man die Küstevon Navidad bis an lehbesagten Hafen ungefähr«uf achtzig Meilen, doch vermuthlich ohne dieKrümmungen der Bayen.
Die Buchten, Flüsse und Inseln zwischen Aca-Pulco und Püerto Eseondido, der den Namen vonseiner Verdeckung durch ein vorliegendes ZnselchenHat, verlanget Nogers nicht zu beschreiben; erläßt es dabey bewenden, daß er sie nennet. PortMarquis ist eine kleine Day, die an einigen geradevor der Einfahrt liegenden weißlichten Klippen,kenntlich ist. Pesqueria de Don Gareias ist einefthr fischreiche Ducht oder Fluß. Rio de Taque-lamcna, und Rio de Massia, sind gleichfalls zweenFlüsse. Bor der Mündung des letztem liegen diesogenannten Alcatraces Cyland'e. Von Acapulcöbis an den Port Marquis rechnet man nur zwokleine Meilen. Kömmt man auf dieser Seite nachAcapulco; so muß man wohl auf seiner Huth ste-hen, ehe man Punta del Marquis, woselbst derStrand hoch und sandig ist, erreichet. Man mußöstlich gegen die Gebirgrrihe, von welcher manden Port Marquis sieht, halten, hernach so langeneben der Küste bleiben, bis man den hohen wei-ßen Felsen vor der Mündung des Hafens Acapul-co nebst einer Insel voll rother Anhöhen erblicket,die Spitze Ost und West mit der Insel bringen,und gerade auf den weißen Fels zulaufen. Sodannwird man den Griffs sehen; das ist, eine Bankunter Wasser, und darf man nahe dabey bleiben,indem man genügsame Tiefe antrifft. Nachgehendsmuß man gegen Punta Morilio, weiches eine klei-ne Klippe ist, hallen, und dieser Weg führet in
die Boceachica oder die kleine Mündung, woselbstman die Stadt nebst dem Schlosse im Gesichte hat,und Anker werfen kann. Blast aber der See-wind zu heftig, daß man den Hafen nicht gewin-nen kann: so muß man vor Anker legen, und denLandwind erwarten, mit welchem man sicher ein-laufen kann. Es ist ein vortrefflicher Haftn undreiner Sandgrund. Segelt man von der See ge-rade auf Acapulco: so sieht man verschiedene Ber-ge, darunter der vorderste etwas hoch ist. Diehinter ihm befindlichen ragen immer einer über denandern empor, und der höchste ist ein Feuerberg inSüdosten. Am Fuße dieser Berge ist der Haftn,wird in Nordwesten von einer Insel verdecket, zwi-schen welcher und der hohen See ein Durchgangvorhanden ist. In Südosten ist eine breite Ein-fahrt. Die größte Gefahr, die man vor sich fin-det, ist eine kleine Bank, el Griffs genannt, dienur zum Theile über das Wasser raget'- Diesemuß man in einer kleinen Entfernung zur linkenHand lassen, wornach man zwo Klippen gewahrwird, die in einiger Höhe über den Strand em-por ragen. Man sehe oben den Abriß und die Be-schreibung dieses Hafens.
Von Acapulco bis an die Darraneanes, dasist, die Berglein, zählet man fünf und zwanzig Mei-len. Es sind dieser Berglein fünfzehn bis sechzehn.Sonst ist der ganze Strand aus dreyßig Meilenweit bis nach Puerto Eseondido mir Sandhügelnbedecket, und ohne Hafen. Von diesem Hafennach Rio Galera zählet man an einer fthr gesundenKüste drepzchn Meilen, und ein und dreyßigMeilen bis an Puerto de los Angelos, und vondiesen« acht und dreyßig Meüen bis an die Salz-pfütze. Aber in diesem Raume giebt es drey Mei-len im Südostett von Puerto de los Angelos
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