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Dreyzehnter Band.
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in America. V Buch. x Cap. §zz

Gage rühmet absonderlich vier; zwey haben die barmherzigen Bruder inne, und eins dieFranciscaner, das vierte ist ein Nonnenkloster, und für Frauenspersonen das einzige in derStadt, aber gewaltig reich. Weil derBischof lieber zu Grenada, als in seinem Sihe; sichaufhält: so hat die dastge Pfarrkirche den Vorzug vor der Domkirche zu Leon. Die mei-ste Handlung treibt diese Stadt mit Carrhagena, Guakimala, St. Galvador undComayagua. Nur besagter Reisender sah einstens, an einem einzigen Tage, dreyhnn-dert mit Indig, Cochenille und Leder beladene Maulesel von St- Salvador und Coma-z?agua ankommen. Zween Tage hernach kamen abermals drey dergleichen Züge; einertrug die königlichen Einkünfte, der andere eine große Menge Zucker, und der dritte Indig.Nach seinem Berichte ist Grenada bey der Abfahrt der Fregatten eine der allerreichsten Städ-te in dem mitternächtlichen America. Denn weil die Kaufleute befürchten, ihre Waarenmöchten den spanischen Feinden in der Honduraöbay in die Hände gerathen: so schicken siedieselbigen meistenteils auf dem See nach Carthagena; ja man läßt nicht selten die königlichenEinkünfte eben diesen Weg nehmen. Ob gleich aber diese Schiffe auf dem Nicaraguasee inaller Sicherheit fortsegeln: so müssen sie doch wegen der Wasserfälle einen Theil ihrer Waa-re unterweges etlichemal aus und einladen, und ein Stück Weges auf Mauleseln, welcheman den Schiffen ausdrücklich deswegen nachtreibt, fortschaffen. Da es nun auf diese Weisemit der Fahrt ziemlich langweilig hergeht: so erwählen die Herzhaftesten lieber den Wegüber den Busen r).

Weder Segovka noch die übrigen Städte haben das geringste'merkwürdige an sich.LIicaragua hingegen liegt an dem Ufer des Sees, und zwar ungefähr an der Mitte dessel-bigen, und hat gerade gegen sich über eine sehr schöne Insel, welche wie ein gewisser Rei-sender rühmet, eine große Menge Watte, Cacao, Scharlachfarbe und vortrefflicher Früch-te liefert ck).

Von den Hafen dieser Landschaft wissen unsere Reisebeschreibungen weit mehr zu mel-den. Der sogenannte Realejo oder Rialexa liegt dreyßig Meilen von St. Miguel, vier

von

Meilen von dem Orte, da wir ausstiegen, war eineZuckermühlt, und drey dergleichen Meilen weiter,noch eine. Zwo Meilen von solcher muß man ei-nen schönen Floß, der aber nicht tief ist, durchwa-ten. Nach diesem Flusse trifft man kein Wassermehr an, als bey einer zwo englische Meilen vonLeon gelegenen indianischen Stadt. An diesemOrte beginnt der Weg angenehm, sandig undschmal zu werden. Die Stadt Leon liegt auf einerHbene, nicht weit von einem Feuerberge, der zumöfter» Flammen und Rauch auswirft. Mansteht ihn auf der See. Die Häuser in Leon sindnicht hoch, aber stark, groß, und mit Gärten ein-gefasset. Die Wände sind von Steinen, die Dä-cher von Ziegeln. Ohne die Domkirche sind nochdrey andere da. Unser Landesmann Gage, wei-cher dieses Land durchreiset haz, giebt diese Stadtfür den angenehmsten Ort in ganz America aus.Es werden ihr auch, wofern man auf die bloßeLage sehen will,in derThat wenige Oerter in America,

was die Anmuth und Gesundheit betrifft, gleich kom-men. Die umliegende Gegend ist sandig, und ver-schlucket den Regen, welcher hier zu Lande häufigfällt, im Augenblicke. Anfallen Seiten der Stadtsind Wiesengründe, dergestalt daß ihr alle Winde bey-kommcn können, welches denn reine Luft verursachet.Hingegen will ihre Handlung wenig sagen; daherist auch das Geld nicht sehr häufig vorhanden. DerReichthum der Stadt besteht in Vieh und Zucker-rohre. Auch werden, wie man saget, Hanfseile daverfertiget, e« muß aber die Werkstätt» in einigerEntfernung von der Stadt seyn, weil ich nicktsdavon zu sehen bekam. Dampier erzählet ferner,wie die Engländer anrücketen, was für einen Wi-derstand sie in der Stadt fanden, und was für ei-nen Vergleich sie ihr abnöthigten, dessen ungeach-tet sie bey dem Abzüge dennoch Feuer anlegeten.Reise um die Welt I Theil s Cap.r) Gage ebendaselbst.

Waftt a-d.zro S.

Besibrerb.

vonNeuspa-

nien.