Band 
Dreyzehnter Band.
Seite
549
JPEG-Download
 

in America. V Buch. X Cap. 549

nichts destoiveniger blieb in meiner Fassung, die ich zum Glücke nie verliere, und als ich Beschreib,sah, daß wir alle umkommen müßten, wenn kein Mensch auf Rettungsmitrel gedenken vonNeuspa,wolle: so sprach ich meinen Unglücksgefährten zu, sie möchten ihr äußerstesVor allen Di»gen ließ ich die Masten kappen, und alle Bretter und Balken, daraufwir über Wasser bleiben konnten, in Bereitschaft halten. Ferner ließ ich alles, was dasSinken des Schiffes befördern konnte, über Bord werfen. Dergestalt wurde mit Bey-hülfe der Pumpen, unser Schiffbruch bis zu Anbruche des Tages verschoben. Doch bisallerbeste Anstalt, die ich machte, bestund darinnen, daß allemal ihrer zween ein langesSeil, einer an diesem, der andere an jenem Ende ergreifen mußten. Dieses Mittel rette-te die allermeisten. Als die Fregatte alles Pumpens ungeachtet endlich sank, und jeder-mann sein Heil auf dem Brette, das er zu packen bekam, versuchen mußte, zog allemalunter den Gepaareten der erste, der den Strand erreichte, seinen Cameraden, der das an-dere Ende des Seiles hielt, und öfters in äußerster Gefahr schwebete, zu sich ans Ufer.

Dergestalt entgiengen wir der allerschrecklichsten unter allen Gefährlichkeiten. Nur etwaein halb Dutzend mußten die Zeche bezahlen, ob sie gleich nicht sowohl ersoffen, als viel-mehr die Köpfe an den Klippen, ja an den Trümmern der Fregatte selbst, entzweystießen F).

Wasser ließ bey diesem Unglücke den Muth durchaus nicht sinken. Er fischete seineüber Bord geworfenen Güter zum Theile wieder auf; ja, es wurde der Wrack des Schiffesselbst an den Strand geholet, und um das Eisenwerk zu bekommen, verbrannt. Unge-achtet nun seine Reise von hier bis nach Esparza viele Tage lang dauerte: so trägt dochbereits erwähntermaßen seine davon beygebrachte Erzählung zur Kenntniß dieser Land-schaft wenig bey, indem er beständig durch lauter unbewohnte Gegenden zog, und nichtden geringsten Ort, der einen Namen gehabt hatte, unterwegens antraf. Wir erwähnenseiner Fahrt und seines erlittenen Schiffbruches bloß in der Absicht, das Meilenmaaß der Küstefortzusetzen; wir lassen es also dabey bewenden, daß wir ihn neben der Küste von Veragucrund Costa ricca bis an den Salzbusen, wo wir den Cook und IlVoodes Roger ü)verließen, hingeführet haben.

Zzz 3 Ra-

jm Nordost, eins Sandbank unter Wasser. Acht ren Anfang nimt, sind sechs Meilen bis an die ZnselnMeilen von der Insel Chira liegt das Lncasey- Lhicigui. An der Nordseite besagter Spitze findetland, zwischen beyden aber drey andere, Islas man einen Hafen, darinnen man Anker werfen,in medio genannt, mit Untiefen umgeben- Nicht und Wasser einnehmen kann. Im Nordwestenweit von der äußersten unter den dreyen liegt das von eben dieser Spitze findet man erstlich einigeGuapavaneyland. Die Lucasinsel machet einen Klippen, und wenn man diese vorbey gelaufen ist,

Hafen, aus welchem man viele Waaren auf Maul-- noch einen Hafen, Port ve Limons genannt,eseln nach Panama abschicket. Besagter Hafen und endlich den dritten, westlich von der Borica-heißt Loro, und es liegt ein indianisches Dorf spitze bey einem weißen Manglegehölze. Daseine halbe Meile weit von der Insel dabey. Schiffsvolk pfleget hier, wenn eü durch widrigen

Von der -Hundeinsel bis an die Boricaspihe, Wind aufgehalten wird, Corosnüsse zu sammeln,welche unter acht Grad zwanzig Minuten liegt, Unter den Chirigunnseln find neun sehr klein, undmuß man Nordwest gen Nord, und Endest gen liegen drey und drey fast in einerley EntfernungSüd halten. Von besagter Spike bis Golfs Vslce von einander. Die zehnte mag etwa eine Meilefind vier Meilen Nordwest und Sädost, und von hier im Umkreise baben. Diese liegt naher, als die übri-nach der Malaspitze sechsMellen iN kben derRichtung. gen an der Küste, und vor der Mündung einesBon der Boricaspitze,an welcher eine andere Day ih- eben also genannten Flusses. Am Flusse steht ein