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Reisen und Entdeckungen
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LeibeSgestalt, Kleidung
Der Vl Abschnitt.
Gemüchsbeschaffenheit, Gebrauche, Lebensart, Künsteund Sprache der Mexicaner.
Verändening, die mit den Mexikanern vorgieng. tung der Steuern. Beschaffenheit der Einwoh-Gestalt der Mannsperssnen; der FrauenSper- ner in Mcchvacan; in Misteque; in Zapotecas;sonen. Ihre KleidunZ. Kinder und ihre Er- der Tcpeaquen; der Tlascaler; der Dzeatlaner;ziehung. Erziehung der Knaben; der Magd- der Guaxlotitlanen; der Z-zipequen; der Teu°chen. Verheiratung. Schrift der Mexica- kitlanen ; der Mozatequen; der Tuatequen; derner. Häuser, Geräthe und Speisen der Me- Otomies. Sprachen im mexikanischen Lande,xiraner. Oeffentliche Spiele. Musik und Tan- Kriegeswesen der Mexicaner. Beobachtungenze. Erbschaften. Adeiichs Orden. Einrich- über die Regierung des Landes.
Veränderung s"")')wohl eine Zeit von etwa zweyhundert Jahren die natürliche Beschaffenheit der Mexl-die mit den caner nicht sonderlich verändert haben kann: so hat doch die Herrschaft der SpanierMmranern und der Umgang mit ihnen ihre Gebräuche in eine ganz andere Forme gegossen. Es istvorgieng. nicht zu verwundern, wenn «-ine so große Veränderung ihrer sittlichen Gewohnheiten
ewigen Einfluß in ihre Neigungen, ja auch in ihre LeibeSgestalt gewonnen hat, indem dieseletztere, was die Menschen betrifft, sehr oft auf der Beschäfftigung und der Lebensart, diesie ergreifen, beruhet. Daher kömmt es auch, daß die Geschichtschreiber und Reisenden,welche nicht zu einer Zeit lebeten, in ihren Beschreibungen weit von einander abgehen.
Gestalt der Die allerersten Berichte geben die Mexicaner für Leute von mittelmäßiger Größe, und mehrMannsprrso- djM' als hagerer Leibesgestalt aus. Sie geben ihrem Gesichte eine solche Farbe, als Löwen«haar zu haben pfleget, große Augen, eine breite Stirne, sehr weite Naslöcher, dicke, glatteund auf mancherley Welse gestutzte Haare, keinen, oder doch sehr wenig Bart, weil sie dieHaare entweder ausrauften, oder die Haut mit einer Salbe, welche das Wachsthum dersel-bigen verhinderte, bescbmiereten. Einige waren so weiß, als ein Europäer. Es war eineallgemeine Gewohnheit bey ihnen, sich am Leibe zu bemalen, imgleichen den Kopf, die Ar«me und Beine, entweder rnit Vogelftdern oder Fischschuppen, oder mitTieger-und andernThierhaaren zu bedecken. Sie bohreten sich weite Löcher durch die Ohren, durch die Na-se, ja so gar durch das Kinn, und trugen Edelgesteine, Gold, oder auch allerley Knochen-stücke darinnen. Einige gierigen mit einer Klaue oder mit dem Schnabel von einem Adlerin dem gebohrten Loche herum ; andere mit dem Backenzahne irgend eines Thieres, oder mitder Gräte eines Fisches. Die Vornehmen trugen sehr kostbare Sterne, oder allerley künst-liche Arbeit von Golde darinnen.
DerFrauens- Die Weibcspersonen waren weder an Leibeögröße noch an Farbe von den Männernperftnm. sonderlich unterschieden. Nur ließen sie die Haare lang wachsen, und suchten sie mit aller-ley Salben undPulvern so schwarz, als möglich, zu färben. Die Frauen schlungen ihreHaare um den Kopf, und schlugen vorne an der Stirne einen Knoten daran. Die
Jungfern hingegen ließen die ihrigen über die Brust und Schulter fliegen. Kaum warensie etwa einmal zu Müttern geworden, so wuchsen ihre Brüste dermaßen, daß sie das Kindauf dem Rücken tragen, und dennoch zugleich auch stillen konnten. Weil sie das Haupt-stück der Schönheit in einer kleinen Stirne suchten: so gebrauchten sie gewisse Salben, da-von die Haare weit ins Gesicht, ja so gar an den «Schläfen wuchsen. An ihrer Reinlich-keit war nichts auszusetzen. Sie badeten sich sehr oft, und konnten der beständigen Ge-wohnheit