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Reisen und Entdeckungen
Beschreib, doch die Creolen, durch Mehrheit der Stimmen, die Oberhand, und seitdem wiesen sie, un-r-onNeuspa^ dsm Verwände, sie hätten unter sich selbst Leute genug, und bedürften folglich keines fremdenBeystandes, alles ab, was aus Spanien kömmt. Unterdessen, da sie große Ehrerbiethunggegen den Pabst tragen, und ihm eben so viele Geschenke schicken, als die Spanier, so läßtman sie dieser Freyheit ungestört genießen.
In der Landschaft Guaxaca wird kein Missionarius aus Spanien angenommen.Die Jakobiner widerstunden den Creolen noch am längsten. Zu des Gage Zeiten dauertedieser'Mönchszank noch immer, und es sucheten beyde Parteyen, am römischen Hofe Rechtzu behalten. Die Spanier Meten ihres Ortes mit vielem Eifer vor, es leide die Religion,seitdem man keine europäische Miffionarien mehr zulasse, großen Nachtheil in dieser Land-schaft; es war auch dieses der Wahrheit wirklich gemäß.
In der Landvogtey Guatimala, welche einen sehr weitläuftigen Umfang hat, indemsie nebst der Landschaft gleiches Namens, auch Lbiapa, die Zoques, einen Theil von Ta-dasco, die Zeldales, Zacapula, Vera paz, die ganze Küste am Südmeere, ferner Gu-chmepeque, Ssconusto, Conzayagua, Honduras, Sän Salvador und Näca--ragua in sich begreift, findet man Jacobiner, Franciftaner, Augustiner, Jesuiten und barm-herzige Bruder; allein nur die Franciftaner, die Barmherzigen, und die Jacobiner sind imBesitze des Rechtes, daß sie predigen, und Pfarrkirchen versehen dürfen. Nurbesagte dreyOrden haben die Creolen noch nie empor kommen lassen. Sie lassen sie zu keinem Amtegelangen, und verschreiben, um ihre Partey zu unterhalten, alle zwey Jahre eine zahlreicheVerstärkung aus Spanien,
Dir Landschaft Pucatan hat keine andere Mönche, als Franciftaner, welche erstaun-liche Reichthümer besitzen, und die spanische Seite mit großem Eifer halten. Bey eben der-gleichen Gesinnungen erhält sich auch Mechoacan, welche Landschaft in geistlichen Dingenunter Mexico steht.
Gage treibt diese Erzählung noch weiter /), und meldet, es holeten im Königreiche Neu-granadq, zu Carthagena, Santa Fe, Batinas, Popayan und St. Martha, die Jesuiten,Jacobiner und Franciftaner, ihre frische Mannschaft beständig aus Europa: hingegen wä-ren die Klöster der Carmeliter, Augustiner und Barmherzigen, eben so wiejii, Neuspanien,mit Creolen besetzet. Die Klöster auf Cuba, Margarekha und Portoricco, stehen unter denProvincialen von St. Domingo, und nehmen zuweilen spanische Missionarien an: allein,es giebt auf besagten drey Inseln keine andere Orden, als Jesuiten, Jacobiner und Franci-scaner. Die Klöster in Peru erhalten ihre Verstärkung nicht unmittelbar aus Europa.Denn es ist ihre Anzahl in jedwedem Orden so groß, und sie sind dermaßen weit von Spa-nien entfernet, daß man sie nicht wohl ordentlich versorgen könnte. Sie nehmen also nichtnur, wiewohl nach Maaßgebung «inxr vorsichtigen Einrichtung, Creolen auf, sondern sie zie-hen auch aus allen benachbarten Landschaften Europäer an sich. In den philippinischenInseln giebt es keine andere Mönche, als Jesuiten, Jacobiner, Augustiner und Francisca-ner, und zwar lauter Europäer, ausgenommen einige Creolen, denen man eine besondereGunst erzeigen will, und einige von den Missionarien bekehrte Chinesen /).
Aus
r) Sie betrifft nur seine Zeiten. «) Lareeci VI Theil, z Cap. Eben dergleichen
,) Gage Reisen, l Theil, i Cap. Nachricht geben auch ungefähr die allerersten Ge-
schickt-